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CSI-Kinderprojekt Ägypten
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Geographische Angaben | Fläche | 1'002'000 km² 24 mal so gross wie die Schweiz (41'293 km²) | Einwohner | 65,2 Mio 9 mal mehr als in der Schweiz (7,3 Mio) | Bevölkerungsdichte | 65 Einwohner/km² 2 mal kleiner als in der Schweiz (177) | Bruttosozialprodukt | 1'836 SFR 25 mal tiefer als in der Schweiz (45'996 SFR) | Religionsangehörigkeit | Kopten | 9.2% | Muslime | 90% | Sonstige | 0.8% | Menschenrechte | Religionsfreiheit | Teilweise schwere Verletzung der religiösen Grundfreiheiten | | Behinderung von Kultus, Diakonie und Mission |
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CSI-Kinderprojekt Ägypten
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Zukunft für Kinder
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Ägypten - viele Menschen denken bei diesem Wort vor allem an Pyramiden, Kamele und Ferien. Die existenzielle Not der ländlichen Bevölkerung bleibt dagegen weitgehend unbeachtet. Insbesondere die koptisch-christliche Minderheit leidet stark unter Armut, da sie oft von anderen Hilfsprojekten ausgeschlossen wird. Deshalb unterstützt CSI im Distrikt Beni Souef die ganzheitliche Entwicklung von Dörfern, die mehrheitlich von koptischen Christen bewohnt sind. Ziel ist, die Lebensbedingungen für Kinder und Familien nachhaltig zu verbessern. |
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Lesen und Rechnen eröffnen neue Welten CSI
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„Jetzt koche ich gesund für meine Kinder“ –
zum Beispiel Se’ada
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Se’ada (29) hatte nie eine Schule besucht und konnte nicht lesen. Sie heiratete bereits mit 16 Jahren. Ein Jahr später kam ihr erstes Kind zur Welt. Ihr Ehemann verdiente auf den Feldern fremder Leute einen mageren Lohn, der niemals den ganzen Unterhalt deckte. Se’ada hatte keine Zukunftsperspektive und war deprimiert. Sie wusste, dass sie nie in der Lage sein würde, ihre Kinder in die Schule zu schicken.
Dank dem Engagement von CSI in ihrem Dorf hat sich jedoch das Leben dieser ungebildeten, aber sehr weisen und fleissigen Frau und ihrer Kinder radikal verändert. Se’ada erzählt glücklich: „Heute koche ich für meine sechs Kinder gesunde Mahlzeiten!“
Se’ada ist eine der engagiertesten Frauen in Beni Khalil. Als sie in Alphabetisierungs-Kursen lesen lernte, eröffnete sich ihr eine ganz neue Welt. Se’ada besuchte später Hygiene- und Gesundheitskurse und wurde zu einer lokalen Leiterin ausgebildet. Zuhause setzte sie das Gelernte sofort in die Praxis um. Sie renovierte ihr Haus und verbannte dadurch lebensbedrohendes Ungeziefer und Schlangen. Als Anerkennung erhielt Se’ada durch das Projekt zwei Ziegen, die sie erfolgreich aufzieht und vermarktet. Inzwischen züchtet sie auch Truten und Enten und bereichert so das Essen ihrer Kinder. |
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Se’adas belebter Alltag CSI
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Heute ist Se’ada eine respektierte Leiterin. An Mädchen- und Frauentreffs lehrt und motiviert sie ihre eigenen Leute, die Lebensbedingungen zu verbessern. Se’ada wurde in den Kursen auch über die grausamen und gefährlichen Konsequenzen der traditionellen Mädchenbeschneidung (Genitalverstümmelung) aufgeklärt. Se’adas älteste Tochter wurde noch beschnitten. Heute jedoch kämpft Se’ada erfolgreich dafür, dass diese menschenunwürdige Tradition nie mehr in ihrem Dorf praktiziert wird.
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Se’ada ist ein lebhaftes und ermutigendes Beispiel dafür, was das CSI-Entwicklungsprogramm in Beni Khalil bewirkt hat. |
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Seit dem Jahr 2000 fördert CSI die beiden Dörfer Beni Khalil und Beni Bakheet durch Entwicklungsprojekte. Es wurden gezielt alle sozialen Gruppierungen (Kinder, Jugendliche, Mütter, Väter) in spezifischen Bereichen wie Schule, Alphabetisierung, Gesundheit und Landwirtschaft gefördert. Die Lebensbedingungen für die Bevölkerung, insbesondere für die Kinder, haben sich dadurch enorm verbessert. |
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In Beni Khalil ist die Mädchenbeschneidung vor kurzem abgeschafft worden. Dies war möglich, weil alle sozialen Schichten von den Nachteilen dieser schädlichen Tradition überzeugt werden konnten. |
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CSI möchte noch mehr Kindern in der Region Beni Souef bessere Lebensbedingungen verschaffen. Deshalb unterstützt CSI den Aufbau von Vorschulen und Kurszentren in fünf zusätzlichen Dörfern.
Zudem finanziert CSI den Aufbau eines Ausbildungszentrums innerhalb der koptischen Kirche. Teilnehmerinnen sind begabte und motivierte junge Frauen, die auf Grund der subtilen Ausgrenzung der Christen in Ägypten sehr schlechte Erwerbschancen haben. Diese Frauen geben ihr Wissen in den Vorschulen und Kurszentren der Dörfer weiter.
CSI ist überzeugt, dass sich die Dörfer dank des ganzheitlichen Ansatzes der Projekte nachhaltig positiv entwickeln und die Bevölkerung Eigeninitiative zur Selbsthilfe gewinnt. |
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Sr. Agapie: “Wir wollen sozial Ausgegrenzten eine bessere Zukunft ermöglichen.“ |
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In Ägypten leben 44% der Bevölkerung mit weniger als 2 US$ pro Tag. |
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Die Bevölkerung wohnt dicht
gedrängt entlang des Nils und im Nildelta. Nur gerade 3% der
Fläche Ägyptens kann für die Landwirtschaft genutzt werden. Der grösste Teil des Landes ist Wüste.
Das einst christliche Land wurde im 7. Jahrhundert islamisiert. Heute leiden grosse Teile der christlichen Bevölkerung (10%) unter Repressionen. Diese reichen von subtiler Ausgrenzung bis hin zu gewalttätigen Angriffen.
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Seit 1981 regiert Präsident Hosni Mubarak das Land. Radikale islamische Gruppierungen wie die Muslim-Bruderschaft sind zwar offiziell verboten, breiten sich aber zunehmend aus. |
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Unser Partner in Ägypten
Projektleiterin: Sr. Agapie
CSI-Projektaufwand pro Jahr CHF 95’000.–
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