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Äthiopien

Geographische Angaben

Fläche

1'133'380 km²
27 mal so gross wie die Schweiz (41'293 km²)

Einwohner

65,8 Mio
9 mal mehr als in der Schweiz (7,3 Mio)

Bevölkerungsdichte

58 Einwohner/km²
3 mal kleiner als in der Schweiz (177)

Bruttosozialprodukt

120 SFR
383 mal tiefer als in der Schweiz (45'996 SFR)

Religionsangehörigkeit

Christen

43%

     Orthodoxe

40%

     Evangelisch

  3%

Muslime

45%

Naturreligionen

10%

Sonstige

  2%

Menschenrechte

Religionsfreiheit

Teilweise Verletzung der religiösen Grundfreiheiten


Behinderung von Mission und Diakonie

Äthiopien 

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Drei Jahre wegen «Koranschändung»


Mittwoch, 24. August 2011

Tamirat Woldegorgis verbüsst drei Jahre Haft. Der 30-Jährige hat angeblich «Jesus ist Herr» in einen Koran geschrieben und das Buch somit entweiht.

Tamirat soll bis 2013 eingesperrt bleiben idea  

ms. Tamirat Woldegorgis, 30, ist Mitglied einer Pfingstkirche und Vater zweier Kinder. Er stammt aus der Kleinstadt Moyale in der Region Oromia. Als Schneider arbeitete er zusammen mit einem Muslim. Eines Tages bemerkte dieser, dass Woldegorgis auf einem Stoffstück die Worte «Jesus ist Herr» angebracht hatte. Indes behauptete er gegenüber dem Imam einer lokalen Moschee, sein christlicher Arbeitskollege Woldegorgis habe die Worte in einen Koran geschrieben und somit den Koran gelästert.
In Äthiopien sind zwar 63 % der Einwohner Christen. Doch die dezentrale Staatsstruktur räumt den einzelnen Regionen grosse rechtliche Autonomie ein. So gelang es muslimischen Führern in Gebieten wie Oromia, islamische Rechtsvorschriften mit der Scharia als Vorbild einzuführen.

Ohne Beweise verurteilt

Tamirat Woldegorgis konnte nie nachgewiesen werden, dass er «Jesus ist Herr» tatsächlich in einen Koran geschrieben hatte. Dennoch wurde der Christ am 18. November 2010 wegen Koranschändung zu drei Jahren Haft verurteilt.

Später wurde er in das Gefängnis von Jijiga in der Region «Somalia Zone Fünf» versetzt. Die Region gilt als Hochburg des wachsenden islamischen Fundamentalismus saudi-arabischer Prägung. Zwei Freunde, die den Gefangenen besuchen und ihm zu essen bringen wollten, wurden gebüsst und zwei Wochen lang eingesperrt – weil sie es gewagt hatten, einen Entweiher des Korans zu besuchen.

Den Übertritt zum Islam als Bedingung für seine sofortige Freilassung lehnt Tamirat Woldegorgis ab. Seine Gesundheit hat sich verschlechtert, sein Glaube bleibt jedoch unerschütterlich.
ANS/OD/CD


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Jean Sobieski

Dienstag
30. August 2011
20:53

Soetwas blüht den Europäern in naher Zukunft ebenfalls !


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