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China

Geographische Angaben

Fläche

9'572'419 km²
232 mal so gross wie die Schweiz (41'293 km²)

Einwohner

1'300,0 Mio
178 mal mehr als in der Schweiz (7,3 Mio)

Bevölkerungsdichte

136 Einwohner/km²
(Schweiz: 177)

Bruttosozialprodukt

1'068 SFR
43 mal tiefer als in der Schweiz (45'996 SFR)

Religionsangehörigkeit

Christen

  1.1%

     Katholiken

  0.3%

     Protestanten

  0.8%

Muslime

  2.4%

Buddhisten

  7%

Volksreligionen

  2.4%

Sonstige

15.9%

Keine

71.2%

Menschenrechte

Religionsfreiheit

Teilweise schwere Verletzung der religiösen Grundfreiheiten


Behinderung von Kultus, Diakonie und Mission

China 

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Seit Jahren unschuldig eingesperrt – in China gang und gäbe


Dienstag, 19. Juni 2012

Bereits seit mehreren Jahren sind die drei Christen Gong Shengliang, Alimjan Yimit und Gao Zhisheng wegen ihres Glaubens inhaftiert. Mindestens zwei von ihnen wurden grausam gefoltert.

G. Shengliang mit Familie   

Im August 2001 nahmen die Behörden den Gründer der protestantischen Südchinesischen Kirche, Gong Shengliang, fest. Sie klagten ihn an, Recht und Ordnung unterwandert zu haben. Die Südchinesische Kirche will nämlich unabhängig bleiben und lehnt eine staatliche Registrierung ab, da diese mit schwerwiegender staatlicher Bevormundung verbunden ist. Alle Aktivitäten der Südchinesischen Kirche sind somit illegal. Gong Shengliang wurde im Dezember 2001 zum Tod verurteilt.

Vehemente internationale Proteste trugen dazu bei, dass der Prozess neu aufgenommen wurde. Die Anklage lautete neu auf mehrfache Vergewaltigung von weiblichen Kirchenmitgliedern. Kirchenmitglieder wurden zu Falschaussagen gezwungen, Gong Shengliang darauf zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Der Unschuldige wurde im Gefängnis schwer gefoltert. Wegen inneren Blutungen schwebte er im Juni 2003 in Lebensgefahr. Über ihn dringen kaum Informationen an die Öffentlichkeit. Nach über zehn Jahren Haft ist Gong Shengliang auch 2012 noch immer eingesperrt.

Christ als Bedrohung in aufständischer Provinz

Alimjan Yimit mit seiner Familie CA  

Auch Alimjan Yimit ist wegen seines Glaubens im Gefängnis. Er stammt aus der Provinz Sinkiang, die vom mehrheitlich muslimischen Volk der Uiguren bewohnt wird. Die chinesische Zentralmacht unterdrückt die Uiguren, um Abspaltungsforderungen im Keim zu ersticken. Das Christentum erscheint der chinesischen Regierung in dieser unruhigen Gegend als besonders bedrohlich, da der christliche Glaube häufig auch mit dem Einsatz für Menschenrechte einhergeht.

Wer sich für Menschenrechte einsetzt, wendet sich in den Augen der Behörden gegen den Staat. Deshalb werden Christen, die ihren Glauben verbreiten, ganz besonders verfolgt. Einer von ihnen ist Alimjan Yimit.

Alimjan Yimit konvertierte Ende der 90er Jahre vom Islam zum Christentum. Die Behörden schlossen im September 2007 sein Lebensmittelgeschäft und entzogen ihm damit die Lebensgrundlage. Im Januar 2008 wurde er verhaftet und unter dem Vorwand angeklagt, er habe Staatsgeheimnisse an Ausländer verraten. Zur Last gelegt wurde ihm dabei ein privater Kontakt zu einem Bekannten in den USA. Das Gericht verhängte im Dezember 2009 eine 15-jährige Gefängnisstrafe gegen Alimjan Yimit.

Willkürliche Haftverlängerung

Gao Zhisheng mit Familie   

Der Menschenrechtsanwalt Gao Zhisheng aus der nordchinesischen Provinz Shaanxi verteidigte 2004 und 2005 zahlreiche Menschen vor Gericht und kritisierte dabei auch die kommunistische Staatswillkür. Zu seinen Klienten gehörten sowohl Christen als auch Angehörige der in China verbotenen Falun Gong (siehe Kasten). 2006 wurde Gao Zhisheng ein erstes Mal festgenommen, später aber wieder freigelassen. Er kam 2007 erneut 50 Tage in Haft und wurde an den Geschlechtsteilen und in der Augengegend entsetzlich gefoltert.

Im Februar 2009 verschwand Gao Zhisheng. Seiner Frau und den beiden Kindern gelang die Flucht in die USA. Erst im April 2010 tauchte Gao Zhisheng kurz auf. Ende 2011 wurde er zu drei weiteren Jahren Gefängnis verurteilt, weil er angeblich die fünfjährige Bewährungszeit missbraucht hatte. Dabei war er die letzten Jahre mehrheitlich im Gefängnis.

Autor: Max-Peter Stüssi
Quellen: China Aid, Release International, Assist News Service


Religionen in China


In China sind nur zwei christliche Gruppierungen legal: die protestantische Patriotische Drei-Selbst-Bewegung und die Patriotische Katholische Bewegung. Beide wurden vom kommunistischen Staat gegründet und unterliegen zahlreichen Auflagen: kein Unterricht für Kinder und Jugendliche, Publikations- und Verteilungsbeschränkungen für christliche Literatur, starke Kontrolle oder sogar Verbot der Beziehungen zum Ausland. Der Patriotischen Katholischen Bewegung ist zum Beispiel jeglicher Kontakt zum Papst verboten.

Nichtchristen wie Buddhisten oder Muslime werden in der Ausübung ihres Glaubens in ähnlicher Weise eingeschränkt. Die Falun Gong, eine vom Buddhismus beeinflusste spirituelle Strömung, ist verboten.


Bitte tragen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel ein!

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Konrad Hagendorn

Freitag
21. Dezember 2012
13:47

Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.

Selig sind, die reines Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.

Matthäus 5 ff


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