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Südsudan

Geographische Angaben

Fläche

619'745 km²
15 mal so gross wie die Schweiz (41'293 km²)

Einwohner

10,8 Mio
(Schweiz: 7,3 Mio)

Bevölkerungsdichte

17 Einwohner/km²
10 mal kleiner als in der Schweiz (177)

Bruttosozialprodukt

1'181 SFR
39 mal tiefer als in der Schweiz (45'996 SFR)

Religionsangehörigkeit

Christen

60.9%

     Katholiken

34%

     Protestanten

10.9%

     Anglikaner

15%

     andere Christen

  1%

Muslime

  6.2%

Naturreligionen

32.9%

Südsudan 

Land-Info 

Akute Hungersnot


Dienstag, 10. Juli 2012

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen geht davon aus, dass im Südsudan derzeit etwa 4.7 Millionen Menschen von Hunger bedroht sind. Dies ist fast die Hälfte der Landesbevölkerung.

Dr. John Eibner und sein Team sind gerade aus dem Südsudan zurückgekehrt. Ihre Beobachtungen vor Ort decken sich mit der Einschätzung des Welternährungsprogramms.

CSI-Mitarbeiter John Eibner mit hungerndem Kind CSI  

Die Nachrichten sind beklemmend. Statt Freudenfeiern zum Jahrestag der Unabhängigkeit sahen sie vor allem hungernde Menschen und wenig Aussichten auf Hilfe.

Dr. Eibner: „Wir müssen sofort handeln, um wenigstens den Menschen in unserem Einsatzgebiet in Nord Bahr al-Ghazal zu helfen.“


 

Wir wollen sofort etwas für die von Hunger bedrohten Menschen in der Region tun. Doch dazu benötigen wir zusätzliche finanzielle Mittel. Bitte unterstützen Sie die Aktion mit Ihrer Spende.

Fr.  .–  

per Einzahlungsschein oder online



Verantwortlicher Umgang mit Spendengeldern  

Nord Bahr al-Ghazal besonders betroffen

Der Bundesstaat Nord Bahr al-Ghazal ist besonders betroffen. Die meisten Menschen leben hier von der Landwirtschaft und der Viehhaltung. Längere Dürreperioden haben dazu geführt, dass die Ernten seit Jahren sehr schlecht ausgefallen sind. Die Erträge reichen kaum aus, um die ansässige Bevölkerung zu ernähren. Diese Situation wird zudem durch Rückkehrer aus dem Norden sowie Flüchtlinge aus Abyei und Kordofan drastisch verschärft. Nord Bahr al-Ghazal ist seit langem ein Sammelbecken, wo diese Migrationsströme zusammenlaufen und die Menschen stranden, weil sie nicht wissen, wohin sie gehen sollen.

Die lokale Landwirtschaft ist mit der Ernährung von so vielen zusätzlichen Menschen hoffnungslos überfordert. Doch staatliche Hilfe ist derzeit nicht zu erwarten. Nord Bahr al-Ghazal liegt an der Nordgrenze zum Sudan, weit weg von der Hauptstadt Juba. Selbst wenn der Südsudan nicht vom Bankrott bedroht wäre, würde Hilfe hier zuletzt ankommen.

Nahrungsmittelpreise explodieren

Die Nahrungsmittelknappheit macht sich auch auf den Märkten bemerkbar. Die Preise sind in den letzten Wochen explodiert. Glücklicherweise hat CSI bereits einige Vorräte angelegt, die nun verteilt werden können. Doch dies wird nicht ausreichen.

Besonderes Augenmerk muss auf die Ernährung der Kinder gelegt werden. Nach Untersuchungen einer anderen Hungerhilfsorganisation, die seit 2008 ein Ernährungszentrum in Aweil Ost, einem Bezirk in Bahr al-Ghazal, betreibt, leiden fast 30% der Kinder in der Region an Unterernährung (GAM-Level). Das Welternährungsprogramm geht bereits ab einer Rate von 15% von einer schweren Hungerkatastrophe aus. Es ist daher dringend nötig, Spezialnahrung (UNIMIX) für Kinder zu besorgen. Unser CSI-Arzt vor Ort, Dr. Luka, wird sich gerade in diesem Bereich wieder besonders engagieren.


Bitte tragen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel ein!

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