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Indien

Geographische Angaben

Fläche

3'287'263 km²
80 mal so gross wie die Schweiz (41'293 km²)

Einwohner

1'032,4 Mio
141 mal mehr als in der Schweiz (7,3 Mio)

Bevölkerungsdichte

314 Einwohner/km²
(Schweiz: 177)

Bruttosozialprodukt

552 SFR
83 mal tiefer als in der Schweiz (45'996 SFR)

Religionsangehörigkeit

Christen

  2.4%

Muslime

11%

Hindus

80.3%

Sonstige

  6.3%

Menschenrechte

Religionsfreiheit

Verletzung der religiösen Grundfreiheiten


Behinderung von Kultus, Diakonie und Mission

Indien 

Land-Info 

Gesetze legitimieren Gewalt


Samstag, 14. April 2012

2008 wurden in Orissa auf einen Schlag 50 000 Christen obdachlos – trauriger Höhepunkt der Verfolgung religiöser Minderheiten. Ein Grund für die Gewalt sind diskriminierende Gesetze. CSI hat beim UNO-Menschenrechtsrat einen Bericht eingereicht.

Viele Obdachlose von 2008 leben noch Jahre später in behelfsmässigen Unterkünften CSI  

Das Christentum war in Indien spätestens im dritten Jahrhundert etabliert. Heute machen die Christen mit über 24 Millionen etwa 2,3 % der Gesamtbevölkerung aus. Indien ist historisch von religiöser Vielfalt geprägt; die unselige Ausgrenzung von Menschen aufgrund ihrer religiösen Zugehörigkeit hat in Indien keine Tradition.
Umso bedauerlicher ist es, dass seit Ende der 1990er Jahre gewaltsame Übergriffe auf christliche Minderheiten – besonders in den Bundesstaaten Gujarat und Orissa (Odisha) – zunehmen. Für weltweite Aufmerksamkeit sorgte ein regelrechtes Pogrom gegen Christen Ende August 2008 in der Region Kandhamal im Bundesstaat Orissa. 54 000 Christen wurden aus ihren Dörfern vertrieben, fast 100 ermordet, über 400 Kirchen und 5600 Häuser von Christen zerstört.

CSI brachte Vertriebenen Lebensmittel CSI  

Legitimation für Gewalt

Eine juristische Legitimation finden die Übergriffe in Anti-Konversions-Gesetzen. Diese Gesetze sollen eigentlich dazu dienen, die öffentliche Ordnung zu sichern. Sie öffnen jedoch der Willkür Tür und Tor und bieten Extremisten eine Basis, um Hass gegen Angehörige von nichthinduistischen Religionen zu schüren.

Juristin Chaya Ram CSI  

Die Bedeutung und Auswirkung dieser Anti-Konversions-Gesetze hat die indische Juristin und Menschenrechtsexpertin Chaya Ram nun in unserem Auftrag untersucht und einen umfassenden Bericht erstellt. Dieser zeigt den sozialen Sprengstoff der Gesetze ebenso wie die grundlegenden juristischen Probleme auf und plädiert für eine Anpassung der juristischen Situation. Mit dem Bericht beschäftigt sich auch der Uno-Menschenrechtsrat im Rahmen des Staatenberichtsverfahrens zu Indien.

Autor: Benjamin Doberstein


Indienbericht (Deutsch)  


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Kommentieren  

Rosa Huber

Freitag
18. Mai 2012
12:36

Die Forderungen des CSI unterstütze ich ausdrücklich und bin dankbar für diesen Einsatz zu Gunsten derer, die sich allein nicht wehren können.

Die indische Regierung sollte sich fragen lassen, welchen Sinn die Anti-Konversionsgesetze haben, die nur dazu dienen andere zu unterdrücken und Unruhe zu stiften.

Helmut Granson

Freitag
25. Mai 2012
16:05

Was heißt eigentlich Unruhe stiften??

Wenn die Kastenlosen und Leute aus den niede-

ren Kasten weglaufen, rumort es doch ganz

selbstverständlich in den mitleren und höheren Kasten.

Ein wirklich sehr, sehr heißes Eisen.

Nur leider, leider haben bei uns viele Leute

Tomaten auf den Augen. Z. T. auch Theologen

und Geistliche.


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