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Geographische Angaben | Fläche | 438'317 km² 11 mal so gross wie die Schweiz (41'293 km²) | Einwohner | 23,8 Mio 3 mal mehr als in der Schweiz (7,3 Mio) | Bevölkerungsdichte | 54 Einwohner/km² 3 mal kleiner als in der Schweiz (177) | Bruttosozialprodukt | 3'570 SFR 13 mal tiefer als in der Schweiz (45'996 SFR) | Religionsangehörigkeit | Christen | 4% | Muslime | 95% | Sonstige | 1% | Menschenrechte | Religionsfreiheit | Teilweise erhebliche Verletzung der religiösen Grundfreiheiten | | Behinderung von Kultus, Diakonie und Mission |
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CSI-Hilfe für die Christen aus Mosul
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CSI-Mitarbeiter leisteten Katastrophenhilfe für die aus Mosul vertriebenen Familien. Beim Besuch in der Stadt erfuhren sie Einzelheiten zu ihrer prekären Lage.
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gw. Am 1. November 2008 organisierten CSI-Mitarbeiter Gunnar Wiebalck und Dr. John Eibner zusammen mit der irakischen Menschenrechtsorganisation “Hamorabi” die Verteilung von Lebensmittelpaketen. 400 aus Mosul vertriebene Familien erhielten je 10 kg Reis, 5 kg Zucker, 0,5 kg Milchpulver, 0,5 kg Tee, 2 kg weisse Bohnen, 1,6 kg Nudeln, 240 g Käse, 2 Liter Sonnenblumenöl, 1,7 kg Tomatensauce, 680 g Dosenfleisch und eine Packung mit Süssigkeiten. 2008 konnte CSI für insgesamt Fr. 50’000.– Nothilfe im Irak leisten. In diesem Jahr hoffen wir, den Betrag auf Fr. 120’000.– zu erhöhen.
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Solidarität mit Verfolgten. CSI
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Was die Christen in Mosul durchmachen
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CSI-Lebensmittelhilfe für Vertriebene. CSI
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Bei unserem Besuch trafen wir eingeschüchterte, verschleierte christliche Frauen. Sie wagten es kaum, über die Hintermänner der Anschläge zu sprechen. Die pensionierte Lehrerin Ginna J.Y. berichtete, dass am 11. Oktober 2008 ca. acht bewaffnete Männer in ihr Haus eindrangen. Sie fingen an, Dynamitladungen im Flur zu verkabeln und gaben der Frau und ihren drei Enkelkindern fünf Minuten Zeit, um das Haus zu verlassen. Sie stahlen noch das Mobiltelefon, einen PC und einen Generator; dann sprengten sie das Haus in die Luft. Ginnas Mann war noch kurz zuvor vom ersten Stock aus durch ein Fenster nach draussen geklettert und über das Dach eines Nachbarhauses entkommen. Er erlitt anschliessend einen Herzinfarkt und war kaum ansprechbar.
K.B., ein anderer Empfänger von CSI-Hilfe: “Am 16. September 2008 um vier Uhr nachmittags drangen vier Männer in unser Haus ein. Sie ergriffen als erstes meinen Sohn und fragten ihn: ‘Wo ist dein Vater?’ Er sagte: ‘Mein Vater ist nicht hier, nehmt statt dessen mich mit.’ Aber sie waren nur an mir interessiert. Sie hielten meinem Sohn eine Pistole an den Kopf und befahlen ihm, mich zu suchen. Sie fanden mich in der Küche. Ich musste den Autoschlüssel herausgeben. Sie fesselten meine Hände, verbanden meine Augen und sperrten mich in den Kofferraum meines Autos. Wir fuhren nur eine kurze Strecke, dann musste ich in einen anderen Wagen umsteigen. Mein Auto wurde später gefunden; es war nur noch ein Wrack, weil sie eine Sprengladung im Fahrzeug gezündet hatten. Ich musste schliesslich aus dem zweiten Fahrzeug aussteigen und wurde in eine Wohnung geführt. Die Entführer verlangten ein Lösegeld von 50’000 US$ und meine Konversion zum Islam. Ich erklärte, dass meine Familie nicht über derartige Mittel verfüge. Ebenso gut könnten sie mich gleich erschiessen. Ausserdem sagte ich ihnen, dass meine Familie bereits zu einer Religion gehöre, die der Islam als ‘Himmlische Religion’ anerkenne. Sie beleidigten mich auch als ‘Kafir’ (‘Ungläubiger’), ‘Verwandter von Bush’, ‘Kreuzzügler’ und ‘Bibelfälscher’. Am dritten Tag liessen sie mich unbeaufsichtigt. Wie durch ein Wunder konnte ich mich selbst von meinen Fesseln befreien und schaffte es, zu meiner Familie zurückzukehren. Wir flüchteten noch am selben Tag aus Mosul.”
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Am 1. November 2006 kletterten zwei Maskierte ungefähr um Mitternacht ins Haus des 60-jährigen Fekri T. Sein Sohn Ghandy berichtete, was dann geschah: “Sie schlichen in das Schlafzimmer meines Vaters und sperrten die Türe von innen ab. Seine Hilfeschreie weckten mich. Die Eindringlinge schrieen Allahu akbar (Allah ist gross). Zusammen mit meiner Tante rannte ich zum Schlafzimmer und brach die Türe auf. Überall war Blut, sie waren gerade dabei, meinem Vater den Kopf abzuschneiden. Seine Kehle war bereits eine klaffende Wunde. Ich ergriff einen Gegenstand und stürzte mich auf die Eindringlinge. Sie gaben ihr Vorhaben auf und ergriffen die Flucht. Mit Hilfe eines Nachbarn gelang es uns, meinen schwerverletzten Vater in ein Krankenhaus zu bringen. Den Ärzten gelang ein Wunder; er überlebte vier Operationen und kann heute sogar wieder sprechen. Aber seine Speicheldrüsen sind zerstört, und er kann kaum noch schlucken. Wir flüchteten daraufhin aus Mosul und kamen in dieses christliche Dorf hier. Da gibt es mehr Sicherheit. Die Verfolgung in Mosul kommt von den Muslimen. Wir sind zum Schluss gekommen, dass wir in einer muslimischen Umgebung niemals in Sicherheit leben können.” |
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Bittere Notlage der Vertriebenen
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In den Dörfern und Städten der Ninive-Ebene, wohin sich die christlichen Flüchtlinge aus Mosul gerettet haben, herrscht bittere Not. Die Flüchtlinge leben in Kirchen, Klöstern, zusammengepfercht in unmöblierten Miethäusern und in Abstellräumen bei Verwandten und Freunden. Die meisten von ihnen verfügen über eine gute Ausbildung; manche sind Akademiker, von denen einige an der Universität in Mosul unterrichteten. Doch in den Dörfern und Städten in der Ninive-Ebene gibt es kaum Arbeitsstellen. Brennholz für den Winter ist rar, überall liegt Müll und mittendrin weiden Schafe. |
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Hoffnung inmitten von Verzagtheit. CSI
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Weitere Hilfe für die Vertriebenen ist derzeit vordringlich. Jede Unterstützung der Christen in der Ebene von Ninive stabilisiert dieses Gebiet und kann sogar dazu beitragen, dass Flüchtlinge aus Syrien und Jordanien eines Tages wieder in den Irak zurückkehren. CSI hat sich am 24. November 2008 mit einem Schreiben an den neuen US-Präsidenten Barack Obama gewandt und um konkrete Massnahmen zur Verbesserung der Sicherheit für Christen und andere Minderheiten gebeten.
Wir wollen auch denen zur Seite stehen, die ihrer Heimat den Rücken gekehrt haben. Sie können dabei mithelfen, indem Sie sich an unserer Unterschriftensammlung beteiligen. Sie soll die Schweizer Regierung dazu bewegen, die Grenzen unseres Landes für die Verfolgten aus dem Irak zu öffnen. |
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Die Unterschriftensammlung dauert noch bis Ende März 2009. Herzlichen Dank für Ihr Engagement. |
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