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Irak

Geographische Angaben

Fläche

438'317 km²
11 mal so gross wie die Schweiz (41'293 km²)

Einwohner

23,8 Mio
3 mal mehr als in der Schweiz (7,3 Mio)

Bevölkerungsdichte

54 Einwohner/km²
3 mal kleiner als in der Schweiz (177)

Bruttosozialprodukt

3'570 SFR
13 mal tiefer als in der Schweiz (45'996 SFR)

Religionsangehörigkeit

Christen

  4%

Muslime

95%

Sonstige

  1%

Menschenrechte

Religionsfreiheit

Teilweise erhebliche Verletzung der religiösen Grundfreiheiten


Behinderung von Kultus, Diakonie und Mission

Irak 

Land-Info 

Werden die Tore für Christen geschlossen?

Erneut wurden Kirchen im Irak zum Ziel von Bombenanschlägen. Christen sollen bewusst eingeschüchtert werden, mit der Absicht, dass alle das Land verlassen. Damit wäre eine lange Tradition und Geschichte christlicher Präsenz zerstört. Die Zukunft der Christen ist ungewiss. Helfen Sie mit, dass die irakischen Christen in ihrer Heimat frei leben können.

Die Zukunft der Christen ist ungewiss KEY  

gw Flucht oder Ausharren – eine äusserst schwere Entscheidung, die Christen im Irak treffen müssen. Die praktische Hilfe und Ermutigung, die CSI vor Ort leistet, ist für die Zurückgebliebenen ein Lichtblick, der Mut macht.

Zerstörte Synagoge in El Kosh. CSI  

“Freut euch nicht zu früh, auf den Sabbat folgt der Sonntag!” Die Worte einer jüdischen Nachbarin klingen der 75-jährigen irakischen Christin Habiba Yusef (Name von der Redaktion geändert) noch im Ohr. Vor 60 Jahren musste Habibas Nachbarin aus ihrem Dorf fliehen. Juden wurden damals systematisch verfolgt und aus dem Land vertrieben. Heute, sagt man, leben weniger als zehn Juden im ganzen Land. Die Synagoge des Propheten Nahum in El Kosh zerfällt. Mit ihrem mahnenden Satz wollte die Jüdin zum Ausdruck bringen, dass sicher auch die Christen bald aus dem Land vertrieben würden. Und jetzt ist wahr geworden, was sie damals schon prophezeite. Mord und Vertreibung sind bei den irakischen Christen angekommen. Am 12. Juli 2009 sind erneut vor fünf Kirchen Sprengsätze detoniert und haben Tod und Zerstörung verursacht.

Vernichtungspolitik

Seit Monaten flüchten immer mehr Christen in die Nachbarländer Jordanien, Syrien und die Türkei. In überfüllten Flüchtlingslagern kämpfen sie dort ums Überleben. So geht die einheimische Christenheit, die im Irak seit fast zweitausend Jahren zu Hause ist, mit atemberaubendem Tempo ihrer Vernichtung entgegen. In den Dörfern und Städten der nordirakischen Ebene von Niniveh, in denen viele vertriebene Christen Unterschlupf gefunden haben, herrscht bittere Armut. Selbst für gut ausgebildete Fachleute gibt es kaum Arbeitsstellen. Ausserdem funktionieren die kommunalen Dienste wie Wasser- und Stromversorgung sowie die Müllabfuhr nicht.

Schwere Entscheidung

Elham Yakoun Isa und ihre acht Kinder. CSI  

Sollen wir im Land ausharren oder besser ins Ausland fliehen? – Eine äusserst schwere Entscheidung, die Christen in dieser notvollen Situation treffen müssen. Elham Yakoun Isa ist Witwe und muss alleine acht Kinder durchbringen. Ihr Mann wurde bei einem Terroranschlag getötet. Das Wechselbad von Verzweiflung und Hoffnung bringt sie oft an ihre psychische Grenze. Eman Isac Hanna, Frau des ermordeten berühmten Arztes Dr. Raad Oghestian Kiryakos, schildert in grosser Betroffenheit ihre Leidensgeschichte: “Mein Mann erhielt Drohbriefe. Sie wurden unter der Eingangstüre durchgeschoben. Zwei seiner ärztlichen Mitarbeiter erhielten je eine CD, auf der schreckliche Folterszenen zu sehen waren. Sie sollten damit eingeschüchtert werden. Eines Tages drangen Männer in seine Klinik ein und fragten, wo der christliche Arzt sei. Dann vertrieben sie alle Patienten aus dem Wartesaal und schossen auf meinen Mann.” Nach solchen und ähnlichen Erlebnissen ist es mehr als verständlich, dass viele Christen das Land verlassen wollen. Es gibt dennoch auch andere Überlegungen.

Zerstört uns nicht!

Der chaldäische Erzbischof Louis Sako aus Kirkuk appellierte an seine Mitchristen, “auszuharren, um mit Präsenz weiterhin Zeugnis zu geben”. Flehentlich bat der christliche Dichter und Schriftsteller Yousef Issac Zara in El Kosh das Ausland, die irakische christliche Jugend nicht zur Ausreise zu ermuntern. “Bitte zerstört uns nicht! Wenn Länder wie die USA oder Australien ihre Tore für uns öffnen, ist unsere Heimat verloren. Eine solche Politik macht nur unsere Feinde glücklich.” Wenn alle Christen das Land verlassen, haben die Islamisten eines ihrer Ziele erreicht. Die assyrischen Vorfahren der irakischen Christen gehören zu einer der ersten Nationen, die sich zum Christentum bekannte. Bis heute halten sie an ihrem überlieferten Glauben fest und legen ein in unserer Zeit selten gewordenes Zeugnis von christlicher Treue und tiefer Frömmigkeit ab.

CSI hilft vor Ort

Irakische Christen erhalten CSI-Hilfe. CSI  

CSI lässt in den Bemühungen nicht nach, den verfolgten Christen im Irak selbst mit materieller Hilfe und Ermutigung beizustehen. Die lange christliche Präsenz soll auch in Zukunft möglich bleiben. In besonders schwerwiegenden Fällen, wo Einzelpersonen akut an Leib und Leben bedroht sind, setzt sich CSI auch für ihre Aufnahme in der Schweiz und anderen Ländern ein. In allen anderen Fällen gilt, dass in erster Linie verbindliche Solidarität vor Ort gefördert und angeboten werden muss, so dass Entscheide zu flüchten gründlich überdacht werden.

Danke, dass Sie für unsere Glaubensgeschwister im Irak beten und sie nach Ihren Möglichkeiten unterstützen.


 

Ihre Solidarität ist für die Christen im Irak eine grosse Hilfe und Ermutigung

Fr. 

60.–

Lebensmittelpaket für eine christliche Familie im Irak

Fr. 

100.–

Fr.  .–   freier Betrag

per Einzahlungsschein oder online



Verantwortlicher Umgang mit Spendengeldern  

Linda mit Tochter Enass CSI  

 
“Wie soll ich meine Kinder durchbringen?

Linda, Mutter von drei Kindern: Seit fünf Jahren ist ihr Mann spurlos verschwunden. Linda geht davon aus, dass er von Islamisten entführt und ermordet wurde. Ohne Einkommen des Ehemannes hat die Familie existenzielle Nöte. “Ich weiss kaum, wie ich meine Kinder durchbringen soll”, sagt sie den CSI-Mitarbeitern.

CSI ist vor Ort und unter­stützt die Not leidenden Christen mit materieller Hilfe.


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