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Iran

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40 mal so gross wie die Schweiz (41'293 km²)

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64,5 Mio
9 mal mehr als in der Schweiz (7,3 Mio)

Bevölkerungsdichte

39 Einwohner/km²
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Bruttosozialprodukt

2'016 SFR
23 mal tiefer als in der Schweiz (45'996 SFR)

Religionsangehörigkeit

Christen

  0.5%

Muslime

99%

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  0.5%

Menschenrechte

Religionsfreiheit

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Auf die lange Bank geschoben


Mittwoch, 14. März 2012

Warten auf den Tod?

Zweieinhalb Jahre steckt Pastor Yousef Nadarkhani schon im Gefängnis. Er wurde zum Tod verurteilt, weil er Christ ist.

Pastor Yousef Nadarkhani mit seinen Buben pt  

Seit etwa zehn Jahren war der iranische Christ Yousef Nadarkhani als Pastor in der Hauskirchenbewegung aktiv. Bereits im Dezember 2006 sass er wegen Verbreitung des christlichen Glaubens im Gefängnis. Im Oktober 2009 wurde er erneut festgenommen. Er hatte bei den Behörden dagegen protestiert, dass seine beiden Kinder den islamischen Schulunterricht besuchen mussten. Zunächst hatte die Anklage gegen ihn auf Protest gegen die Staatsgewalt gelautet.

Doch später wurden die erheblich schwerwiegenderen Vorwürfe des Glaubensabfalls und der Evangelisationstätigkeit erhoben.

Die iranischen Behörden übten starken Druck auf Nadarkhani aus, zum Islam «zurückzukehren», und versuchten ihn einzuschüchtern: Seine Frau, Fatimeh Rasindedih, wurde im Juni 2010 ebenfalls vier Monate inhaftiert.

An den Galgen!

Im September 2010 wurde der zweifache Familienvater Nadarkhani in seiner Heimatprovinz Gilan zum Tod verurteilt, weil er vom Islam zum Christentum konvertiert habe. Nadarkhani wandte sich ans Oberste Gericht. Im Juni 2011 bestätigte dieses das Todesurteil, allerdings unter dem Vorbehalt, dass Nadarkhani zwischen 15 und 19 Jahren praktizierender Muslim war. Mit 15 wird man gemäss islamischem Gesetz volljährig, mit 19 wurde Nadarkhani Christ. Das Oberste Gericht wies das Dossier zur Überprüfung an das Gericht von Gilan zurück.

Vor Gericht konnte der 34-jährige Nadarkhani Ende September 2011 nachweisen, dass er nie überzeugter Muslim gewesen war. Dennoch besteht das Gericht für einen Freispruch auf seiner Konversion zum Islam. Schliesslich habe er muslimische Vorfahren. Pastor Nadarkhani hält jedoch an seinem christlichen Glauben fest: «Gemäss Gottes Wort müssen wir erwarten, dass wir für ihn Schwierigkeiten und Verachtung erleiden müssen.»

Bitte geben Sie nicht auf

Hier mit seiner Frau   

Wir riefen bereits dreimal zum Protest auf. Zahlreiche Organisationen taten das ebenfalls und auch einflussreiche Regierungsmitglieder intervenierten mit Nachdruck.

Die Proteste haben bisher leider nicht zur Freilassung von Yousef Nadarkhani geführt. Ein Entscheid war noch vor Weihnachten 2011 erwartet worden. Nadarkhanis Anwalt, Mohammed Ali Dadkah, erfuhr jedoch am 20. Dezember 2011 inoffiziell Folgendes: Irans Justizminister Ayatollah Sadegh Larijani habe das Gericht in Rasht angewiesen, mit einem Entscheid bis zu einem Jahr zu warten. Pastor Nadarkhani solle aber weiterhin im Gefängnis bleiben.

Der Anwalt glaubt, dass die iranische Regierung mit einer Inhaftierung Nadarkhanis auf unbestimmte Zeit ihr Gesicht wahren will und das Todesurteil nach einigen Monaten in eine leichtere Strafe umwandeln wird. Es gibt schlimmere Szenarien: Man könnte Nadarkhani mürbe machen wollen und hofft, dass er nach weiteren Monaten im Gefängnis dem christlichen Glauben abschwört. Es könnte auch sein, dass Nadarkhani hingerichtet wird, wenn sein Fall nicht mehr in den Schlagzeilen steht.

Autor: Adrian Hartmann
Quellen: Christian Solidarity International, Internationale Gesellschaft für Menschenrechte, FoxNews, Mohabat News, Worthy News, International Campaign for Human Rights


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Max Zürcher

Freitag
16. März 2012
15:15

Bei sich lange hinziehenden Schicksalen, wie dem von Nadarchani, schätze ich es für meine Orientierung, dass Sie die ganze Geschichte resümieren. Interessant wäre vielleicht eine auch nur kleine Sammlung von derartigen (Verfolgungs-)Biografien, die jeweils nachgeführt würden?

Anmerkung
der Redaktion

Adrian Hartmann

Freitag
16. März 2012
15:26

@Max Zürcher: Vielen Dank für Ihre Anregung und Ihr Interesse! Wir nehmen diese Idee gerne auf. Wir beginnen in diesen Tagen gerade mit der Konzeption unserer neuen Website, da kommen Sie also genau richtig.

ali yalcin

Freitag
20. April 2012
0:51

ich fiende das barbarisch was die iran macht, die wissen nicht was die da tun die denken das der koran gottes wort ist aber das ist es nicht , der Herr hat mir selber gezeigt das der islöam falsch ist und nicht vom gott kommt Gott segne Yousef und seine familie und stehe ihnen bei und müge der herr jesus Christus ihn beschützen und ihn helfen und bei stehen und ihm seine glauibe stärken und friede geben amen.

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