Startseite
Sitemap  

Land-Info 

zurück  

Iran

Geographische Angaben

Fläche

1'648'000 km²
40 mal so gross wie die Schweiz (41'293 km²)

Einwohner

64,5 Mio
9 mal mehr als in der Schweiz (7,3 Mio)

Bevölkerungsdichte

39 Einwohner/km²
4 mal kleiner als in der Schweiz (177)

Bruttosozialprodukt

2'016 SFR
23 mal tiefer als in der Schweiz (45'996 SFR)

Religionsangehörigkeit

Christen

  0.5%

Muslime

99%

Sonstige

  0.5%

Menschenrechte

Religionsfreiheit

Schwere Verletzung der religiösen Grundfreiheiten


Behinderung von Kultus, Diakonie und Mission

Iran 

Land-Info 

Ungewisse Freiheit

Aufgrund internationaler Protestaktionen hat die Justiz die beiden zum Christentum über­getretenen Frauen Maryam und Marzieh vorübergehend aus ihrer Haft entlassen. Das endgültige Urteil ist jedoch nicht gefällt. Nach wie vor droht ihnen eine Haftstrafe.

Proteste haben die Freilassung von Maryam und Marzieh bewirkt. CD  

hz. Die beiden vom Islam zum Christentum übergetretenen Frauen Maryam Rostampour und Marzieh Esmaeilabad sind am 5. März wegen Glaubensabfall verurteilt worden. Polizisten drangen damals in Maryams und Marziehs Wohnung ein, beschlagnahmten ihren Besitz, nahmen sie fest, befragten sie stundenlang, schleppten sie von einer Hafteinrichtung zur nächsten. Mit akutem Schlafmangel standen die Frauen dann am 18. März das erste Mal vor dem Teheraner Revolutionsgericht. Von den beiden Frauen wurde verlangt, dass sie ihren christlichen Glauben aufgeben müssten, falls sie freikommen wollten. Weil sie sich weigerten, steckte man sie in das berüchtigte Evin-Gefängnis. Während ihrer Haft haben beide sehr stark abgenommen. Marzieh leidet an Bauch-, Rücken – und Kopfschmerzen sowie an Zahnfleischentzündung. Als die zweite Anhörung der beiden Frauen durch ihren Ankläger am 9. August stattfand, waren sie bereits fünf Monate in Haft. Der Ankläger stellte die beiden erneut vor die Wahl. Sie blieben standhaft in ihrem Glauben und nahmen die Haftverlängerung in Kauf.

Die Anklage bleibt

Seit der Verhaftung haben verschiedene Organisationen mit Protestaktionen ihre Freilassung gefordert. Nach neunmonatiger Haft kamen die beiden Frauen am 18. November 2009 endlich frei. Da das Verfahren noch nicht abgeschlossen ist, gilt die Anklage des Glaubensabfalls nach wie vor. Maryam und Marzieh müssen daher jederzeit damit rechnen, dass sie erneut verhaftet und verurteilt werden.

Fragwürdige Glaubensfreiheit

Dieses Schicksal teilen die beiden Frauen leider mit allen, die vom Islam zum Christentum konvertieren. Glaubensfreiheit in unserem Sinne gibt es im Iran nicht. Ein Moslem macht sich strafbar, wenn er vom Islam zum Christentum übertritt. Das islamische Recht, die Scharia, gibt dem Richter die Vollmacht, Menschen sogar zum Tode zu verurteilen, falls sie vom Islam “abfallen”. Aufgrund des Drucks aus dem Ausland ist die Todesstrafe für Glaubensabfall im Iran zwar nicht zwingend eingeführt worden. Nach wie vor liegt es im Ermessen eines jeden Richters, ob er diese Strafe dennoch verhängen will. Andere Religionen werden toleriert, aber als minderwertig bewertet. Christen, die schon über Generationen im Iran leben, dürfen ihren Glauben bei sich zu Hause oder in einer Kirche praktizieren. Sie gelten jedoch als Ungläubige und haben laut Scharia weniger Rechte. Konvertiten wie die beiden Frauen Maryam Rostampour und Marzieh Esmaeilabad leben aber mit der ständigen Angst, erneut verhaftet zu werden. Darum fordern wir von der iranischen Regierung die Einhaltung der Uno-Menschenrechte, insbesondere das Recht auf Religionsfreiheit.

Verlangen Sie beim iranischen Menschenrechts- Beauftragten Religionsfreiheit für alle Christen!

Mail

Print-Version 

Ähnliche Themen

Iran
Petition "Free Iran"
17. Dezember 2009
Der Iran steht an einem Scheideweg. Die Menschen im Iran fordern: Freiheit, Demokratie und einen säkularen Staat. Wo wird sich die Schweiz positionieren? Auf der Seite der Freiheitsbewegung im Iran oder auf die Seite der tyrannischen Herrschaft?
 Weitersuche im Archiv

Weitere Themen

Usbekistan
Gefängnis wegen christlichem Ferienlager?
Drei Christen haben in Usbekistan ein christliches Ferienlager für 500 Kinder organisiert. Mit haltlosen Vorwürfen versuchen die Behörden ihre repressive Religionspolitik durchzusetzen und verurteilen drei Christen zu mehr­jähriger Haft und hohen Bussen.
Kuba
Freiheitsstrafe für Pastor
Pastor Gude Perez wurde zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Der Grund: seine führende Rolle beim Dachverband “Apostolische Reformation” – ein vom Staat unabhängiger Verband von Freikirchen – sowie seine Tätigkeit als Religionslehrer.
Nigeria
Scharia fördert Religionskonflikte
Eine neue Welle der Gewalt erschüttert Nigeria. Islamisten schrecken vor nichts zurück, um Scharia-Gesetze durchzusetzen und die Islamisierung des Landes voranzutreiben.
Türkei
Druck auf Mor Gabriel
Im monatelangen Rechtsstreit um das Kloster Mor Gabriel in der Südosttürkei ist ein wichtiger Teilsieg errungen worden. Der Druck auf das Kloster ist trotzdem noch lange nicht vorbei.

Neu diese Woche
Glaubensverfolgte
Warum wir helfen
Religionsfreiheit
China
Irak
Nigeria
Türkei: Mor Gabriel
Sudan
Eritrea
Pakistan
Iran
Usbekistan
Ägypten
Kuba
Sri Lanka
Marokko
Indien
Vietnam
Schweiz
Statements
Protestaktionen
Notleidende Kinder
Warum wir helfen
Ägypten
Lettland
Nicaragua
Peru
Rumänien
Katastrophenhilfe
Warum wir helfen
Sudan
Irakhilfe
Medien
Aktuelle Berichte
Berichte 2009
Berichte 2008
CSI-Weltkarte
Europa
Asien West
Asien Ost
Afrika
Amerika
Erläuterungen
CSI-Newsletter
Spenden
Spende-Möglichkeiten
Online-Spenden
Einzahlungsschein
LSV Lastschriftverfahren
CSI-Geschenk-Karte
Umgang Spendengelder
Handeln
Protestieren
Gebtesanliegen d. Tages
CSI-Newsletter-Abo
Newsletter Info
Magazin
Über CSI
CSI 2010
Was ist CSI
Warum CSI?
Geschichte
Struktur
Jahresbericht 2008
Unser CSI-Team
Präsidiumswechsel
Internationale Vertretung
CSI-Broschüren
Sudan
H. Stückelberger
S. Falaki
Andere
Bestellung
Mein Vermächtnis
Kontakt
Adressen / E-Mail
Spendenkonto
Links
CSI-Sites
Weitere Links
Archiv

Site-Suche

Usbekistan
Gefängnis wegen christlichem Ferienlager?













Herzlich willkommen!

200 Millionen verfolgte Christen hoffen auf Ihr Engagement!

Annette Walder
Geschäftsführerin
CSI-Schweiz











CSI ist eine christliche Menschenrechtsbewegung
für Religionsfreiheit
und Menschenwürde