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Sehr geehrte Frau M.
bd. Vielen Dank für Ihre Karte und die netten Worte. Wir freuen uns, dass Sie sich für Religionsfreiheit einsetzen. Es ist auch unser Wunsch, dass überall Religionsfreiheit und Toleranz herrscht.
CSI konzentriert sich in seiner Tätigkeit auf Hilfe für Opfer von religiös begründeter Gewalt und Diskriminierung. Zwar gibt es solche gelegentlich auch in der Schweiz; die Menschenrechte werden hier aber grundsätzlich gewahrt. Kommt es zu Verletzungen, so existiert ein umfassender Rechtsschutz bis hin zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Hinzu kommt eine funktionierende Anwaltschaft und eine aktive Zivilgesellschaft, die sich im Zweifelsfall für Gerechtigkeit einsetzen kann.
Leider ist es in vielen anderen Ländern nicht so. Gerade Angehörige von religiösen Minderheiten werden teils vom Staat, teils von der Gesellschaft in ihren Menschenrechten massiv eingeschränkt. Sie müssen mit Inhaftierung, Folter und Gewalt bis hin zur Ermordung rechnen. Gerichte und Behörden bieten in diesen Ländern keinen Schutz; Anwälte müssen selbst um ihr Leben bangen, wenn sie sich für religiöse Minoritäten einsetzen; eine Zivilgesellschaft, die sich für die Rechte anderer einsetzt, ist häufig nicht vorhanden oder so klein, dass sie nichts ausrichten kann. CSI hat sich deshalb entschieden, vor allem für diese Menschen eine Stimme zu sein. Deren Schreien bliebe sonst ungehört.
Betrachtet man die religiösen Minderheiten, die weltweit unter Marginalisierung, Diskriminierung und Verfolgung leiden, so stellt man fest, dass die Opfer mehrheitlich Christen sind. Daher setzen wir uns schwerpunktmässig für verfolgte Christen ein. Wir fordern aber nicht einfach mehr Rechte für Christen, sondern Religionsfreiheit für alle – in Ländern, in denen Christen besonders zu leiden haben. In den meisten Fällen sind in diesen Ländern auch weitere religiöse Minderheiten von Diskriminierung betroffen, so zum Beispiel die Ahmadis in Pakistan. Wir fordern die Achtung der Menschenwürde für alle Menschen, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe oder eben Religion. |
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