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Lettland

Geographische Angaben

Fläche

64'589 km²
(Schweiz: 41'293 km²)

Einwohner

2,4 Mio
3 mal weniger als in der Schweiz (7,3 Mio)

Bevölkerungsdichte

37 Einwohner/km²
4 mal kleiner als in der Schweiz (177)

Bruttosozialprodukt

3'876 SFR
12 mal tiefer als in der Schweiz (45'996 SFR)

Religionsangehörigkeit

Christen

89%

     Katholiken

24%

     Protestanten

55%

     Orthodoxe

10%

Sonstige

11%

Lettland 

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Immerhin ein Dach über dem Kopf

Die Grossfamilie Obolevica lebt unter bedrückenden Bedingungen. Mit ihren sechs Kindern teilen sich die Eltern ein Zweizimmer-Häuschen, das in erbärmlichem Zustand ist. Kleider für die Kinder können sie sich nicht leisten.

Die Familie Obolevica in ihrem engen Häuschen CSI  

Ausgebesserte Kochnische für acht Personen CSI  

hz. Armut, Einschränkungen und Trostlosigkeit begleiten die achtköpfige Familie Obolevica seit längerer Zeit. In ihrer Ohnmacht wendet sich die Familie an Dana und William Schultz von der “Mission Pakapieni”, die Partnerorganisation von CSI. Ganz praktisch greifen die beiden mit ihrem Team der Grossfamilie unter die Arme, stehen ihr in der ausweglosen Lage bei und unterstützen sie mit dem Nötigsten. Sanita Obolevica, Mutter von sechs Kindern, fällt es nicht leicht, Hilfe anzunehmen. Sie meint deshalb etwas beschämt:

“Unsere finanziellen Mittel sind sehr beschränkt, so dass wir unser Leben kaum bestreiten können. Darum haben wir um Hilfe gebeten. Wir würden viel lieber etwas geben, anstatt um Unterstützung zu bitten. Aber im Moment können wir uns für die Kinder nicht einmal Kleider leisten.” Sorgenvoll ergänzt sie: “Es bricht mir jedes Mal das Herz, wenn die Kinder von der Schule nach Hause kommen und mir mitteilen, dass sie gehänselt wurden, nur weil sie ständig dieselben Kleider tragen.”

Raum zum Spielen

Kaum Raum zum Spielen CSI  

Sanita und ihr Mann Talis Obolevica sowie Sandis (13), Marcis (12), Ieva (11), Robert (6), Ralf (4) und Rainer (3) leben in einem Zweizimmer-Häuschen. Jedes Mal, wenn Dana und William Schulz die Grossfamilie besuchen, sind sie beeindruckt, wie diszipliniert sich jedes Familienmitglied in dem engen Häuschen verhält. Damit sich alle zurechtfinden, muss alles sorgfältig an seinem Ort stehen. Es darf niemand nachlässig etwas herumliegen lassen, anderenfalls gibt es für die Kinder keinen Raum zum Spielen. Es gibt kein Badezimmer und kein fliessendes Wasser.

Sauberes Wasser muss ausserhalb des Hauses geholt werden. Die Fenster sind undicht und die Wände ungenügend isoliert, so dass es immer zieht. Unweigerlich muss die Familie bei frostigem Wetter gegen die Kälte kämpfen. Wenn es heftig regnet, dringt die Nässe durch die Fensterritzen. Die Küche ist sehr rudimentär eingerichtet. Obwohl die Bedingungen alles andere als optimal sind, beschwert sich niemand. Die Familie ist froh, dass sie immerhin ein Dach über dem Kopf hat.

Dürftige Sozialleistungen

Die Grossfamilie lebt in einem Dorf 90 Kilometer nördlich von Riga. Da eine Mietwohnung in der Stadt für sie nicht bezahlbar ist, musste sie sich auf dem Land eine Bleibe suchen. Die ländlichen Gebiete werden vom Staat jedoch stark vernachlässigt und es herrscht daher grosse Armut. Die Sozialleistungen für Hilfsbedürftige fallen deshalb besonders spärlich aus. Das politische und gesellschaftliche Interesse, Menschen in Not beizustehen, ist kaum vorhanden. Wenn jemand Not leidet, so ist er “selber schuld”. Das ist die geläufige Meinung. Während der kommunistischen Zeit hat der Staat für die Hilfsbedürftigen gesorgt. Die Menschen haben nicht gelernt, Verantwortung füreinander zu entwickeln. Zusätzlich ist das neoliberale Denken, das mit der freien Marktwirtschaft in Lettland nach dem Sturz des Kommunismus Einzug hielt, auch nicht gerade förderlich, damit sich Menschen für Notleidende einsetzen. Alleinerziehende sowie Grossfamilien sind die Opfer einer Entwicklung, die im Kommunismus ihren Anfang genommen hatte und die sich mit politischen Massnahmen und dem Beitritt zur EU nicht so schnell korrigieren lässt. Während der Jahre des Atheismus ist das christliche Prinzip der Nächstenliebe abhanden gekommen.

Edelmütige Begleiter

Aus diesem Grund setzen sich Dana und William für notleidende Menschen ein, ganz speziell für Grossfamilien. Ohne ihre praktische Unterstützung müssten viele Familien in bitterster Armut leben und hätten die Hoffnung, dass sich ihre missliche Lage einmal ändern würde, schon längst aufgegeben. Je nach Bedarf erhalten sie von der “Mission Pakapieni” konkrete Hilfe wie Lebensmittel, Kleider und Schuhe, Schulmaterial für die Kinder und Heizmaterial in kalten Zeiten. Die Wohnungen, in denen die Familien Unterschlupf gefunden haben, sind meistens in schlechtem Zustand. Einfache Reparaturen haben deshalb Priorität. Das Material hierfür können sich die Familien allerdings nicht leisten. Die dringendsten Reparaturen lassen sich dank der Hilfe von Dana und William realisieren.

Arm zu sein ist in Lettland eine Schande. Deshalb werden die Familien sehr häufig ausgegrenzt. Das Gespräch mit den Familien ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit von Dana und William Schultz. In der persönlichen Begegnung geben sie den Betroffenen das Gefühl, dass sie trotz Armut wertvoll sind und dass sie ihre trostlose Situation ändern können. Die Nächstenliebe wird ganz praktisch. So tragen sie zum Beispiel dazu bei, dass die Familien von den Behörden Unterstützung bekommen. Sie sorgen dafür, dass die Kinder in der Schule die Essensrationen erhalten. CSI setzt sich dafür ein, dass notleidenden Menschen in Lettland konkret geholfen wird.


 

Helfen Sie mit, die bittere Armut in den Grossfamilien zu lindern:

Fr. 

45.–

Nahrungsmittel für eine achtköpfige Familie während einer Woche

Fr. 

100.–

Kleider und Schuhe für ein Kind

Fr. 

170.–

Heizmaterial für drei Monate

Fr.  .–   freier Betrag

per Einzahlungsschein oder online



Verantwortlicher Umgang mit Spendengeldern  


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CSI-Kinderprojekt Lettland
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