Startseite
Sitemap  

Land-Info 

zurück  

Lettland

Geographische Angaben

Fläche

64'589 km²
(Schweiz: 41'293 km²)

Einwohner

2,4 Mio
3,0 mal weniger als in der Schweiz (7,3 Mio)

Bevölkerungsdichte

37 Einwohner/km²
4,8 mal kleiner als in der Schweiz (177)

Bruttosozialprodukt

3'876 SFR
12 mal tiefer als in der Schweiz (45'996 SFR)

Religionsangehörigkeit

Christen

89%

     Katholiken

24%

     Protestanten

55%

     Orthodoxe

10%

Sonstige

11%

Lettland 

Land-Info 

In widrigen Umständen die Hoffnung nicht aufgegeben


Mittwoch, 4. Juli 2012

Abgelegener Wohnort, viele Kinder, fehlende Erwerbsmöglichkeiten – Armut prägt den Alltag von Familie Utkins. Mit bescheidener, aber gezielter Hilfe hat sich ihr Leben jedoch deutlich verbessert.

Während Schwangerschaft Zähne verloren CSI  

«Labdien», guten Tag! Frau Malevica öffnet die Tür und bittet uns herein. Sie lächelt freundlich – mit geschlossenem Mund. Als sie ihn doch kurz öffnet, sehen wir sofort, was sie verbergen möchte.

Kinder kommen, Zähne gehen

Agita Malevica ist es so gegangen wie vielen andern Lettinnen auch: Während der Schwangerschaft hat sie einen Zahn nach dem andern verloren. Diese Zahnausfälle wirken sich im Leben stark aus: Sie erschweren das Essen, beeinflussen manchmal das Sprechen negativ und verhindern oft sogar ein Lächeln, weil sich die Frauen schämen und sich hässlich fühlen. CSI hilft ihnen und übernimmt wenn möglich die Zahnarztkosten. So erhalten die Frauen ein ganz neues Selbstbewusstsein.

Agita Malevica hat schon acht Schwangerschaften hinter sich. Zusammen mit ihren eigenen Kindern zieht sie ihre beiden Enkel auf. Ihre älteste Tochter hat die beiden Kinder bei den Grosseltern zurückgelassen, als sie Lettland Richtung Irland verliess. Leider geht es vielen jungen Leuten so wie ihr: Sie sehen in Lettland keine Perspektive mehr.

Arbeit finden ist unmöglich

In der ärmlichen «Küche» wird für zehn Personen gekocht CSI  

Agita Malevica ist mit den vielen Kindern nicht alleine. Wir sind überrascht, wie stark ihr Partner Juris Utkins Anteil nimmt und sich um die Kinder kümmert. Oft sind junge Mütter auf sich allein gestellt. Sie erhalten vom Mann eher Schläge als Unterstützung und müssen mit­ansehen, wie er das wenige Geld vertrinkt. Viele Frauen flüchten deshalb vor ihren gewalttätigen, alkoholabhängigen Männern.

Juris Utkins trinkt nicht. Er möchte arbeiten. Arbeit finden ist aber schwierig: Im Dorf Irlava, wo die Familie wohnt, gibt es keine Arbeit und die nächstgrössere Stadt Tukums ist 20 Kilometer entfernt. Ein Auto, ein Moped oder auch nur ein Fahrrad besitzt Juris Utkins nicht. Der öffentliche Verkehr ist auf dem Land praktisch inexistent, während in der lettischen Hauptstadt Riga unzählige Züge, Trams und Busse verkehren. In Irlava fährt zwar hin und wieder ein Bus.

Der erste Bus erreicht Tukums aber erst um 9 Uhr – für viele Arbeitgeber zu spät. Dennoch hat Juris die Hoffnung nicht aufgegeben und bewirbt sich jetzt für die Teilnahme an einem staatlichen Ausbildungsprogramm.

Agita ist nicht alleingelassen: Juris hilft mit CSI  

Ein renoviertes Zuhause

Auch wenn er im Moment keine Stelle hat, bleibt Juris nicht untätig. Stolz zeigt er uns, was er dank Spenden aus der Schweiz an seiner Baracke instand setzen konnte. Ein Teil der Aussenwände ist bereits sauber gemauert. Zudem wurde ein neues Fenster eingesetzt. Das mache enorm viel aus, gerade was den Holzbedarf für die Heizung betreffe, erzählt Juris Utkins. Er ist motiviert, auch den Rest der einfachen Behausung noch zu renovieren: die bröckelnden Mauern zu ersetzen, das einstürzende Dach zu flicken, die weiteren undichten und morschen Fenster auszutauschen. Hoffentlich klappt es vor dem nächsten Winter!

Autor: Adrian Hartmann


 

Familien in bitterer Armut Hoffnung schenken

Fr. 

35.–

Lebensmittelpaket für eine Familie

Fr. 

79.–

Brennholz für 2 Monate

Fr. 

150.–

Baumaterial (Wellblech, Farbe, Fussboden)

Fr. 

180.–

Ein neues Fenster schützt vor Wind und Kälte

Fr. 

240.–

Neuer Holzboden für ein Zimmer

Fr.  .–   freier Betrag

per Einzahlungsschein oder online



Verantwortlicher Umgang mit Spendengeldern  


Reise nach Lettland


Projektleiterin Inés Wertgen und Chefredaktor Adrian Hartmann besuchten im April die lettische CSI-Partnerorganisation Pakāpieni und deren Leiterehepaar Dana und Viljams Šulci (Dana und Bill Schultz).

Bei vielen Besuchen konnten sie sich davon überzeugen, dass die CSI-Spendengelder gewissenhaft eingesetzt werden und mit kleinen Beträgen viel erreicht werden kann.


Bitte tragen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel ein!

Kommentieren  


Print-Version 

Ähnliche Themen (4/5)

Lettland
«Schlimmer als in einer Gefängniszelle»
26. März 2013
Es ist schwer vorstellbar, in welch erbärmlichem Zustand Tausende Letten auch heute noch leben. Besonders die ländlichen Gebiete sind von diesem Elend stark betroffen.
Lettland
Unvorstellbares wird wahr
Die früher dunkle und modrige Behausung von Agita Sternberga (39) und ihren sieben Kindern ist renoviert. Die Zimmer und die Küche sind fast nicht wiederzuerkennen und endlich bewohnbar geworden. Agita Sternberga und ihre Kinder lebten bis vor einem Jahr in Zimmern, wo sich Dreck und...
Lettland
Zu viert in 1-Zimmer-Wohnung
Mit Ihrer Hilfe unterstützen wir in Lettland über 200 arme Familien. Diese müssen oft unter unvorstellbaren Umständen leben. Im April 2012 besuchten zwei CSI-Mitarbeitende zwölf von ihnen.
Lettland
«Der Winter kann kommen!»
CSI konnte für die sechsköpfige Familie Zile dank grosszügigen Spendern ein lebenswertes Zuhause schaffen.
Alle anzeigen (5)

Neu diese Woche
Veranstaltungen
Völkermord verhindern
Mahnwache
Offener Tag
Sonntag der Verfolgten
CSI bei Ihnen
Lesungen
Veranstaltungsreihe
Gedenk-Konzert
Warum wir helfen
Glaubensverfolgte
Notleidende Kinder
Katastrophenhilfe
Berichte / Infos
Religionsfreiheit
Schweiz
Statements
Länderberichte
Ägypten
Algerien
Äthiopien
Aserbaidschan
Burma
China
Deutschland
Eritrea
Europa
Indien
Indonesien
Iran
Irak
Kasachstan
Kuba
Laos
Lettland
Libyen
Malediven
Marokko
Naher Osten
Nicaragua
Nigeria
Nordkorea
Pakistan
Peru
Rumänien
Saudi-Arabien
Sudan / Südsudan
Syrien
Türkei
Turkmenistan
USA
Vietnam
Tansania / Sansibar
Usbekistan
Protestaktionen
Medien
Aktuelle Berichte
Berichte 2010
Berichte 2009
Berichte 2008
CSI-Weltkarte
Europa
Asien West
Asien Ost
Afrika
Amerika
Erläuterungen
Bestellung | Download
CSI-Newsletter
Spenden
Spende-Möglichkeiten
Online-Spenden
Einzahlungsschein
LSV Lastschriftverfahren
CSI-Geschenk-Karte
Umgang Spendengelder
Spendenkonto
Handeln
Kampagne
Protestieren
Gebtesanliegen d. Tages
CSI-Newsletter-Abo
Newsletter Info
Magazin
Engagement
Über CSI
Was ist CSI
Warum CSI?
Geschichte
Struktur
Jahresbericht 2012
Unser CSI-Team
Internationale Vertretung
FAQ
Shop
Bücher
CSI/Brunnenverlag
Broschüren
CSI-Weltkarte
Weitere Artikel
Mein Vermächtnis
Kontakt
Adressen / E-Mail
Links
CSI-Sites
weitere Links
CSI-Links
Deutsche Links
Englische Links

Site-Suche

Naher Osten
Der Nahost-Experte Dr. Daniel Pipes im Interview










Herzlich willkommen!

Religionsfreiheit ist die Basis für Frieden und Freiheit einer Gesellschaft.











Erhalten Sie
das tägliche
Gebetsanliegen
bereits per E-Mail?

CSI ist eine christliche Menschenrechtsbewegung
für Religionsfreiheit
und Menschenwürde