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Geographische Angaben | Fläche | 64'589 km² (Schweiz: 41'293 km²) | Einwohner | 2,4 Mio 3 mal weniger als in der Schweiz (7,3 Mio) | Bevölkerungsdichte | 37 Einwohner/km² 4 mal kleiner als in der Schweiz (177) | Bruttosozialprodukt | 3'876 SFR 12 mal tiefer als in der Schweiz (45'996 SFR) | Religionsangehörigkeit | Christen | 89% |   Katholiken | 24% |   Protestanten | 55% |   Orthodoxe | 10% | Sonstige | 11% |
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Lettlands vergessene Familien
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Obwohl Lettland EU-Mitglied ist, herrscht auf dem Land oft noch entsetzliche Armut. Betroffene wie die allein erziehende Mutter Aija Sacsneidere und ihre fünf Kinder leiden massiv darunter. CSI hilft besonders Grossfamilien, diese Not zu lindern.
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Trotz bitterster Armut haben die Kinder ihr Lachen nicht verloren. CSI
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hz. Die allein erziehende Mutter Aija Sacsneidere (43) lebt mit ihren fünf Kindern Kristaps (19), Kristine (18), Santa (6), Nauris (5) und Kristians (3) in der Region Durbe, einem ländlichen Gebiet Lettlands. Aija verliess ihren ersten Mann, weil er Alkoholiker war und sie von ihm oft so geschlagen wurde, dass sie ins Spital musste. Der zweite Ehemann liess sie im Stich wegen einer anderen Frau. Daraufhin zog sie mit ihren Kindern aufs Land. “Die Wohnverhältnisse auf dem Land sind zwar wesentlich schlechter, aber zumindest lässt sich die Miete bezahlen”, erklärt sie ihren Ortswechsel. |
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Familie Sacsneidere lebt unter erbärmlichen Bedingungen. CSI
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In einem ehemaligen Schulgebäude, das jetzt als Wohnung dient, haben sie und ihre Kinder ein Zuhause gefunden. Die Zweizimmerwohnung, in der sie leben, hat weder ein Badezimmer noch fliessendes Wasser. Auch eine Heizung fehlt. Eines der Zimmer ist kaum bewohnbar, und die wenigen Möbel, die in der Wohnung stehen, sind in einem erbärmlichen Zustand. Der Flur hat Löcher im Boden, und von den Wänden fällt Verputz herunter. Die Küche besteht aus einem total veralteten Kochherd und einem wackeligen Tisch. |
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Dieses Zimmer braucht dringend eine Renovation. CSI
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In ihrer Not hat sich Aija an Dana und William Shultz, die Projektleiter der Partnerorganisation von CSI “Mission Pakapieni”, gewendet. Früher war Aija als Malerin tätig. Seit sie ihre Wohnung bezogen hatte, hegte sie den Wunsch, die Wände streichen zu können, doch Farbe und Pinsel konnte sie sich nicht leisten. Neben Kleidern, Nahrungsmitteln, einfachen Möbeln und Kinderspielzeug bekommt Aija von Dana und William auch Werkzeug, Farbe und Pinsel, so dass sie ihre Wohnung etwas freundlicher gestalten kann.
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Mit konkreter Hilfe wie Brot gibt CSI der Mutter und den Kindern wieder Zuversicht. CSI
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Die von CSI unterstützte “Mission Pakapieni” hilft Menschen nicht mit Geld, sondern mit Notwendigem wie Esswaren, Kleidung und Kinderspielzeug, Werkzeug und Materialien für einfache Renovationsarbeiten. Wenn nötig auch mit einem Velo, um eine gewisse Mobilität zu gewährleisten, da auf dem Land der öffentliche Verkehr sehr schlecht ausgebaut ist oder der nächste Laden mehr als sieben Kilometer entfernt ist.
Dana und William Shultz verbringen mit den Menschen, die sie betreuen, auch sehr viel Zeit im persönlichen Gespräch. Sie lassen die Menschen spüren, dass sie trotz Armut wertvoll sind und dass sie in ihrer Not nicht allein gelassen werden. So werden sie zu Boten der Liebe Gottes für Menschen, die sonst nur Ausgrenzung und Verachtung erfahren. Immer wieder dürfen sie erleben, wie ein neuer Funke der Zuversicht in die Herzen dieser Menschen überspringt. Die Ermutigung und Beratung, die Aija durch die persönliche Betreuung erfährt, ist für sie entscheidend, sich selber und ihre Kinder nicht aufzugeben.
Mit Ihrer Hilfe tragen Sie konkret dazu bei, dass die trostlosen Zustände für einige Familien erträglicher werden. |
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Lettland
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Als Lettland 1991 wieder unabhängig wurde, befreite es sich von dem 47 Jahre dauernden Kommunismus. Die Unabhängigkeit von der UdSSR brachte vorerst zwar die Freiheit. Allmählich klaffte jedoch ein immer grösserer Abgrund zwischen Arm und Reich. Vornehmlich Menschen, die schlecht gebildet sind und die nie gelernt haben, ihr Leben selber zu gestalten, sind betroffen. Während der Jahre des Kommunismus wurden sie ihrer Selbstverantwortung enthoben und haben nicht gelernt, ihr Leben selber in die Hand zu nehmen. Den neuen Bedingungen sind sie oft nicht gewachsen. Die EU-Mitgliedschaft seit 2004 konnte daran wenig ändern. Die propagierten Reformen im Sozialbereich greifen nicht. Das Beispiel Lettland zeigt einmal mehr, dass sich die Folgen der kommunistischen Herrschaft nicht kurzfristig lösen lassen. So bekommen in Lettland hauptsächlich Grossfamilien in ländlichen Gebieten zu spüren, dass man sich nicht für sie interessiert und dass es für sie kaum Unterstützung gibt. Die allein erziehenden Mütter trifft es besonders hart. Sehr oft müssen sie mit ihren Kindern in bitterster Armut leben.
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