Startseite
Sitemap  

Sudan / Südsudan 

«Dieses Gefährt macht vieles wieder gut»


Freitag, 22. Juni 2012

Bis heute erkranken im Südsudan zahlreiche Menschen an Kinderlähmung. CSI finanzierte einer Selbsthilfegruppe Maschinen und Werkzeuge. Diese stellt nun Rollstühle her, die den Polioopfern das Leben bedeutend erleichtern.

Dank CSI können sich Gelähmte fortbewegen CSI  

Asunta Adut (47) ist eine Kämpfernatur. Bereits als kleines Kind steckte sie sich mit der im Südsudan bis heute nicht ausgerotteten Kinderlähmung an. Sie kann sich nur auf dem Boden kriechend fortbewegen, da ihre beiden Beine gelähmt sind. Bei Überfällen arabischer Milizen aus dem Nordsudan wurden ihre zwei Brüder Majok und Majak getötet. Zudem verschleppten die Angreifer Asuntas Schwester Abuk – sie verdurstete auf dem Weg in die Sklaverei.

Asunta bleibt aktiv

Asunta Adut verdient mit ihrer Handarbeit   

Resignation war für Asunta nie ein Thema. Trotz ihrer Behinderung fand die resolute Frau einen Mann fürs Leben und konnte sogar Kinder aufziehen. Als der Bürgerkrieg zwischen dem Norden und dem Süden 2005 beendet war, zügelte sie in die Provinzhauptstadt Aweil. Dort nimmt sie aktiv am Gemeindeleben der anglikanischen Kirche teil. Nach dem frühen Tod ihres Mannes Garang Deng schloss sie sich in Aweil einer Selbsthilfegruppe von Opfern der Kinderlähmung an. Sie und andere gelähmte Frauen verdienen sich mit dem Stricken von Tischdecken und der Herstellung von Untersetzern aus Plastikresten ihren Lebensunterhalt.

Rollstühle hergestellt im Südsudan

Asunta Adut mit CSI-Projekt­leiter Gunnar Wiebalck   

2009 wurde CSI auf Asunta Adut und die Selbsthilfegruppe aufmerksam. Um den Polioopfern zu helfen, schenkten wir ihnen eine Schweissmaschine und Ersatzteile. Damit stellen sie nun aus alten Fahrrädern Rollstühle her. Auf der letzten Reise im April 2012 erhielten zehn Polioopfer einen eigenen Rollstuhl. Endlich müssen sie nicht mehr kriechen. Dank einer Handkurbel können sie sich nun einfach fortbewegen.

Asunta Adut freut sich sehr über ihren Rollstuhl: «Dieses Gefährt macht vieles wieder gut, was ich in meinem bisherigen Leben erlitten habe.» Der Rollstuhl hat sogar einen Gepäckträger. Diesen belädt sie nun mit den selbstgemachten Tischdecken und Untersetzern.

So ist es für sie kein Problem mehr, ihre Waren auf den Markt zu bringen.

Autor: Gunnar Wiebalck


Bitte tragen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel ein!

Kommentieren  

Trudi Dreier

Sonntag
8. Juli 2012
11:12

Sicher ist jede Hilfe ein Geschenk,leider gibt es noch viel zu tun in mancher Hinsicht.Ich bete oft für den Südsuan,auch für die verfolgten Christen auf der ganzen Welt und unterstütze sie nach Möglichkeit auch finanziel,leider viel zu wenig.

Fritz Schönholzer

Montag
20. August 2012
9:29

Super Arbeit mit den Fahrrädern. Kommt das Material dazu aus Europa oder wird es in Afrika gesammelt? Danke für eine Antwort.

Gruss, Fritz

Anmerkung
der Redaktion

Adrian Hartmann

Dienstag
21. August 2012
12:58

@Fritz: Vielen Dank! Das ist alles altes Material aus dem Südsudan. Der Transport aus der Schweiz wäre da viel zu teuer.

Kommentieren  


Print-Version 

Ähnliche Themen (4/27)

Sudan / Südsudan
Saatzeit im Dinka-Land
30. April 2013
405 Dinkas wurden im März aus der Sklaverei im Norden befreit. CSI hat sie mit Hirse und einer Milchziege ausgerüstet. Nun freuen sie sich auf die Regenzeit, denn: Regenzeit ist Saatzeit.
Sudan / Südsudan
Freiheit schenken
Noch immer werden Zehntausende Südsudanesen im Nordsudan als Sklaven festgehalten.
Sudan / Südsudan
405 Mal Freiheit!
Auf über 100 Reisen konnte CSI bisher über 100 000 Sklaven befreien. Jeder hat wieder seine ganz eigene schwere Geschichte. CSI-Projektleiter Gunnar Wiebalck stellt sechs Befreite vor.
Sudan / Südsudan
Mutter ermordet, Tochter geschändet
Der Sklavenhalter von Ahok Arang ist ein brutaler Kerl: Er verbrüht ihr den Fuss, weil sie nicht schnell genug arbeitet. Als ihre Mutter wehklagend dazukommt, schneidet er ihr vor den Augen des Mädchens die Kehle durch.
Alle anzeigen (27)

Neu diese Woche
Veranstaltungen
Völkermord verhindern
Mahnwache
Offener Tag
Sonntag der Verfolgten
CSI bei Ihnen
Lesungen
Veranstaltungsreihe
Gedenk-Konzert
Warum wir helfen
Glaubensverfolgte
Notleidende Kinder
Katastrophenhilfe
Berichte / Infos
Religionsfreiheit
Schweiz
Statements
Länderberichte
Ägypten
Algerien
Äthiopien
Aserbaidschan
Burma
China
Deutschland
Eritrea
Europa
Indien
Indonesien
Iran
Irak
Kasachstan
Kuba
Laos
Lettland
Libyen
Malediven
Marokko
Naher Osten
Nicaragua
Nigeria
Nordkorea
Pakistan
Peru
Rumänien
Saudi-Arabien
Sudan / Südsudan
Syrien
Türkei
Turkmenistan
USA
Vietnam
Tansania / Sansibar
Usbekistan
Protestaktionen
Medien
Aktuelle Berichte
Berichte 2010
Berichte 2009
Berichte 2008
CSI-Weltkarte
Europa
Asien West
Asien Ost
Afrika
Amerika
Erläuterungen
Bestellung | Download
CSI-Newsletter
Spenden
Spende-Möglichkeiten
Online-Spenden
Einzahlungsschein
LSV Lastschriftverfahren
CSI-Geschenk-Karte
Umgang Spendengelder
Spendenkonto
Handeln
Kampagne
Protestieren
Gebtesanliegen d. Tages
CSI-Newsletter-Abo
Newsletter Info
Magazin
Engagement
Über CSI
Was ist CSI
Warum CSI?
Geschichte
Struktur
Jahresbericht 2012
Unser CSI-Team
Internationale Vertretung
FAQ
Shop
Bücher
CSI/Brunnenverlag
Broschüren
CSI-Weltkarte
Weitere Artikel
Mein Vermächtnis
Kontakt
Adressen / E-Mail
Links
CSI-Sites
weitere Links
CSI-Links
Deutsche Links
Englische Links

Site-Suche

Sudan
Auch Blinde sehen Hoffnungsschimmer










Herzlich willkommen!

Religionsfreiheit ist die Basis für Frieden und Freiheit einer Gesellschaft.

Die Christen sind weltweit die grösste Religionsgruppe, die diskriminiert, verfolgt oder mit dem Tod bedroht wird.











Erhalten Sie
das tägliche
Gebetsanliegen
bereits per E-Mail?

CSI ist eine christliche Menschenrechtsbewegung
für Religionsfreiheit
und Menschenwürde