Startseite
Sitemap  

Naher Osten 

Tod oder Auswanderung


Mittwoch, 30. November 2011

Das Christentum im Nahen und Mittleren Osten ist vom Aussterben bedroht. In Massen verlassen Christen ihre Heimat. Einer der Gründe ist ein weitverbreitetes islamisches Überlegenheitsdenken. CSI startet ein neues Projekt.

ah. Ägypten: Das Jahr 2011 begann mit Terror. Über 20 Menschen kamen ums Leben, als ein Anschlag auf die koptische Kirche der Heiligen in Alexandria verübt wurde.

Pakistan: Dutzende Christen siechen im Gefängnis dahin – sie sollen Blasphemie begangen haben. Mehrere schafften es nicht einmal ins Gefängnis: Sie wurden vorher von Islamisten getötet.

Irak: Seit 2003 haben über eine halbe Million Christen ihrem Heimatland den Rücken gekehrt. Wer den Mut hatte zu bleiben, flüchtete in die sichereren Gebiete im kurdischen Norden, wo er ein trauriges Dasein fristet.

Plakat beim Tatort: Am 31. 10. 2010 kamen im Irak 41 Christen ums Leben CSI  

Vor dem Verschwinden retten

Die Christen im Nahen und Mittleren Osten sind existenziell bedroht. Viele Fachleute teilen diese Meinung. Christen flüchten zu Hunderttausenden, weil sie keine Zukunft sehen. Weil sie bedroht werden und um ihr Leben fürchten müssen. Weil ihre Regierungen sie nicht schützen, sondern sie oft sogar selber terrorisieren. So zum Beispiel am 9. Oktober 2011 in Ägypten, als der Militärrat eine friedliche koptische Kundgebung gegen die Zerstörung einer koptischen Kirche blutig niederschlagen liess: Etwa 30 Personen wurden grausam getötet, Hunderte verletzt, als gepanzerte Fahrzeuge direkt in sie hineinfuhren und sie überrollten. Seit dem Sturz Mubaraks sollen bereits 100 000 Kopt(inn)en Ägypten verlassen haben.

CSI hat am Offenen Tag vom 15. Oktober 2011 in Zürich ein neues Projekt vorgestellt: Die Christen im Nahen und Mittleren Osten sollen vor dem Verschwinden bewahrt werden. Das wollen wir mit konkreter Hilfe vor Ort und mit Lobbying in Europa und den USA erreichen. Bitten beten Sie, dass sich Türen öffnen. Bisher engagieren wir uns schwerpunktmässig in Ägypten, im Irak und in Pakistan.

Offener Tag von CSI

Beim Projektstart am 15. Oktober 2011 waren über hundert Besucher/-innen vor Ort. Es sprachen unter anderen Pascale Warda, ehemalige Ministerin in der irakischen Übergangsregierung, und Jean Maher, Präsident des französischen Zweigs der Ägyptischen Union für Menschenrechte.

Bericht «Offener Tag»  

Überlegenheitsdenken

Entführt, zwangsverheiratet, zwangsislamiesiert   

CSI-Mitarbeiter Dr. John Eibner verfasste zur Situation der Christen in arabischen Ländern einen wegweisenden Artikel.

«Die Terrorakte gegen Christen sind keine isolierten, sinnlosen Vorfälle. Vielmehr entsprechen sie einem gleichbleibenden altbekannten Muster von Gewalt, die im Namen des islamischen Dschihad gegen Nichtmuslime gerichtet wird.

Zwar sind es häufig Mitglieder terroristischer Untergrundorganisationen wie der Al-Kaida, die den Abzug betätigen und Bomben zünden. Sie sind aber nur deshalb erfolgreich, weil ihre politische Ideologie des Dschihad in einer Kultur extremistischen muslimischen Überlegenheitsdenkens genährt wird. Gemäss den Wertvorstellungen extremistischer Muslime werden Christen, Juden und andere Nichtmuslime als «kufar» (Ungläubige) herabgewürdigt.

Die Auswirkungen des religiösen Überlegenheitsdenkens sind verheerend. Davon betroffen sind in erster Linie Nichtmuslime im islamischen Nahen Osten.

Im 20. Jahrhundert ist in der Türkei der Anteil der verfolgten Christen an der Gesamtbevölkerung von 20 % auf weniger als 1 % gesunken. In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg schrumpften die einst blühenden jüdischen Gemeinden des arabischen Nahen Ostens zusammen, teilweise infolge der Auswanderung in den Westen und nach Israel.

Gegenwärtig nimmt die Zahl irakischer und palästinensischer Christen rasant ab. Hält der gegenwärtige Trend an, kann es gut sein, dass die starken, lebendigen christlichen Gemeinden innert einer Generation verschwinden werden. Und das in der Region, wo das Christentum seinen Ursprung hat. [...]

Frieden, Pluralismus und Stabilität können nicht auf religiösen und rassistischen Vorurteilen beruhen. Die Abschaffung der Sklaverei und der Rassentrennung in den USA sowie der Apartheid in Südafrika hätten ohne eine öffentliche Kampagne gegen das weisse Überlegenheitsdenken nicht erreicht werden können.»

The Boston Globe vom 11. Mai 2011, Auszüge.


Bitte tragen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel ein!

Kommentieren  


Print-Version 

Ähnliche Themen (4/14)

Naher Osten
Religiöse Minderheiten schützen
25. April 2013
CSI setzt auf öffentliche Information, Petitionen und Hilfe vor Ort. Wir fordern die Schweizer und die US-Regierung zum Handeln auf. Im Mai wird zudem die CSI-Diskussionsreihe weitergeführt.
Naher Osten
Ist die internationale Gemeinschaft in der Lage, einen Genozid im Nahen Osten zu verhindern?
30. April 2013
Hier Download Medienmitteilung  
Kampagne
Ein Genozid droht
19. März 2013
Der Konflikt in Syrien jährt sich zum zweiten Mal. Ein Ende ist nicht absehbar; Millionen kämpfen ums Überleben. Die religiöse Komponente des Bürgerkriegs ist nicht mehr zu übersehen.
Naher Osten
Religiöse Minderheiten aus dem Nahen Osten verdrängt
18. März 2013
Die Zukunft religiöser Minderheiten im Nahen Osten war Thema einer Veranstaltung des studentischen Forums für Demokratie und Menschenrechte am 7. März an der Universität Zürich. Der CSI-Projektleiter für den Nahen Osten, Dr. John Eibner, war als einer der Redner eingeladen. Sein Vortrag ist jetzt...
Alle anzeigen (14)

Neu diese Woche
Veranstaltungen
Völkermord verhindern
Mahnwache
Offener Tag
Sonntag der Verfolgten
CSI bei Ihnen
Lesungen
Veranstaltungsreihe
Gedenk-Konzert
Warum wir helfen
Glaubensverfolgte
Notleidende Kinder
Katastrophenhilfe
Berichte / Infos
Religionsfreiheit
Schweiz
Statements
Länderberichte
Ägypten
Algerien
Äthiopien
Aserbaidschan
Burma
China
Deutschland
Eritrea
Europa
Indien
Indonesien
Iran
Irak
Kasachstan
Kuba
Laos
Lettland
Libyen
Malediven
Marokko
Naher Osten
Nicaragua
Nigeria
Nordkorea
Pakistan
Peru
Rumänien
Saudi-Arabien
Sudan / Südsudan
Syrien
Türkei
Turkmenistan
USA
Vietnam
Tansania / Sansibar
Usbekistan
Protestaktionen
Medien
Aktuelle Berichte
Berichte 2010
Berichte 2009
Berichte 2008
CSI-Weltkarte
Europa
Asien West
Asien Ost
Afrika
Amerika
Erläuterungen
Bestellung | Download
CSI-Newsletter
Spenden
Spende-Möglichkeiten
Online-Spenden
Einzahlungsschein
LSV Lastschriftverfahren
CSI-Geschenk-Karte
Umgang Spendengelder
Spendenkonto
Handeln
Kampagne
Protestieren
Gebtesanliegen d. Tages
CSI-Newsletter-Abo
Newsletter Info
Magazin
Engagement
Über CSI
Was ist CSI
Warum CSI?
Geschichte
Struktur
Jahresbericht 2012
Unser CSI-Team
Internationale Vertretung
FAQ
Shop
Bücher
CSI/Brunnenverlag
Broschüren
CSI-Weltkarte
Weitere Artikel
Mein Vermächtnis
Kontakt
Adressen / E-Mail
Links
CSI-Sites
weitere Links
CSI-Links
Deutsche Links
Englische Links

Site-Suche

Pakistan
Die Not ist geblieben – CSI hilft weiter










Herzlich willkommen!

Religionsfreiheit ist die Basis für Frieden und Freiheit einer Gesellschaft.

Die Christen sind weltweit die grösste Religionsgruppe, die diskriminiert, verfolgt oder mit dem Tod bedroht wird.











Erhalten Sie
das tägliche
Gebetsanliegen
bereits per E-Mail?

CSI ist eine christliche Menschenrechtsbewegung
für Religionsfreiheit
und Menschenwürde