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CSI-Kinderprojekt Nicaragua

Geographische Angaben

Fläche

120'254 km²
2 mal so gross wie die Schweiz (41'293 km²)

Einwohner

5,2 Mio
(Schweiz: 7,3 Mio)

Bevölkerungsdichte

43 Einwohner/km²
4 mal kleiner als in der Schweiz (177)

Bruttosozialprodukt

895 SFR
51 mal tiefer als in der Schweiz (45'996 SFR)

Religionsangehörigkeit

Christen

98%

     Katholiken

93%

     Protestanten

  5%

Sonstige

  2%

CSI-Kinderprojekt Nicaragua 

Land-Info 

Hoffnung trotz Armut

In den Elendsvierteln von Managua und Tipitapa wachsen Kinder in extremer Armut auf. Die Menschen kämpfen in verlotterten Hütten ums Überleben.

Perspektivlosigkeit treibt viele von ihnen in eine Sackgasse von Gewalt oder Prostitution. Um diesen Kreislauf aus Elend, Resignation und Kriminalität zu durchbrechen, setzt CSI bei den Kindern an. Sie sollen an Körper und Seele gestärkt werden und Rahmenbedingungen für eine gesunde Entwicklung erhalten.

CSI-Kinderprojekt gibt Hoffnung CSI  

CSI engagiert sich in Santa Rosa, einem Elendsquartier der Hauptstadt Managua mit 10’000 Einwohnern, und in der Stadt Tipitapa durch:

Mittagessen für
350 Slumkinder

Schulmaterial für ca. 200 Kinder

Handarbeitsunterricht für Teenager-Mädchen

Gesundheitszentrum in
Tipitapa für die arme
Bevölkerung

Lebensmittelpakete für
äusserst bedürftige
Slumbewohner

Schneiderausbildung mit
staatlich anerkanntem Zertifikat

In allen Aktivitäten werden christliche Werte wie Liebe, Annahme und Wertschätzung gelebt.

Kinder und Jugendliche entdecken, dass sie wertvoll sind und individuelle Fähigkeiten und Begabungen haben. Dieses Projekt ermöglicht ihnen, Armutsfesseln zu sprengen, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und ein Leben mit Zukunft zu bauen.

Projektpartner von CSI in Nicaragua sind die Schwestern des Karmeliterordens. Sie leben selbst im Elendsviertel inmitten der armen Bevölkerung, kennen ihre Lebenssituation und können so gezielt helfen.

„Armut hindert mich nicht“: zum Beispiel Miriam

Mit stockender Stimme und Tränen in den Augen erzählt Miriam (29): „Das Schwierigste ist, unverschuldet in dieser Armut geboren zu sein.“ Miriam wuchs im Elendsviertel Santa Rosa auf. Krankheit, Invalidität durch den Bürgerkrieg der 80er Jahre und der frühe Tod ihres Vaters prägen noch heute die Familie.

Miriams Mutter hatte zu wenig Geld, um ihre vier Kinder zu
ernähren. So erhielt Miriam während sieben Jahren von
den Karmeliterschwestern (CSI-Projektpartner) werktags ein warmes Mittagessen. Im Tee­nageralter drohte ein vorübergehender Partner der Mutter, sie zu vergewaltigen. In dieser schwierigen Situation schritten die Karmeliterschwestern ein.

Miriam: heute eine mutige und selbstbewusste Frau.   

Miriam erlebte von den Schwestern praktische Hilfe, aber auch Zuwendung, Ermutigung und Geborgenheit. Eine „einfache“ Hilfe, jedoch mit unglaublicher Wirkung für ihr Leben! Denn durch diese physische und psychische Unterstützung schöpfte Miriam Mut und formulierte ihr Lebensmotto: „Die Armut wird mich nicht hindern, etwas aus meinem Leben zu machen!“

Und Miriam hat wirklich etwas aus ihrem Leben gemacht: Sie begann ganz klein als Putzfrau und schloss kürzlich ein Universitätsstudium ab. Heute arbeitet sie als Spezialistin in Hydrologie. Das arme, eingeschüchterte Mädchen musste in seinem jungen Leben viel kämpfen. Dank dem CSI-Projekt und der Unterstützung der Karmeliterschwestern zerbrach sie jedoch nicht, sondern wurde eine starke, mutige und selbstbewuss­te Frau.

Noch heute lebt Miriam zusammen mit ihrer Mutter in der Hütte, in der sie aufgewachsen ist - ein Holz- und Wellblechkonstrukt mit Lehmboden, der die Feuchtigkeit in diesem regenreichen Land wie ein trockener Schwamm aufsaugt. Aber Miriam sprüht heute vor Energie und hat Träume. Sie möchte nicht nur ein Haus, sondern ihr Leben bauen! Und – sie möchte ihrem eigenen Land dienen und die Lebensbedingungen in Nicaragua verbessern.

Rückblick

CSI setzt sich seit den 1980er Jahren für Menschenrechte in Nicaragua ein. Die von Menschen verursachte krasse Armut veranlasste CSI, Kindern aus den unterdrückten sozialen Schichten auch materielle Hilfe zu bieten. Seit 1996 unterstützt CSI die soziale Arbeit der Karmeliterschwestern in Santa Rosa (Managua) und Tipitapa. Dieses Projekt lindert die Armut und gibt der Bevölkerung neue Hoffnung.

Ausblick

Die politische und wirtschaftliche Situation in Nicaragua ist nach wie vor angespannt. Deshalb brauchen die Kinder und Jugendlichen des Elendsviertels Santa Rosa von Managua und von Tipitapa weiterhin unsere Hilfe. Sie sollen ihren Selbstwert ent­decken und sich zu eigen­stän­digen, selbstbewussten Per­­sön­lich­keiten entwickeln. Nur so ge­lingt es ihnen, ihre Zukunft zu gestalten.

Ergebnisse 2008

380 Kinder erhielten werktags
eine warme Mahlzeit.

Rund 80’000 Mahlzeiten wurden ausgeteilt.

17 Frauen absolvierten die Ausbildung im Nähatelier und schlossen mit einem staatlich anerkannten Zertifikat ab. Dies erhöht die Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

29 Pakete mit Lebensmitteln und lebenswichtigen Gütern wie z.B. Seife wurden monatlich an arme Familien verteilt.

1’395 Kinder und Erwachsene erhielten medizinische und zahnmedizinische Behandlung.

Ein Lachen, ein Funke Hoffnung in den Augen und ein gesundes Selbstvertrauen sind zwar keine messbaren, aber gut sichtbare Erfolge!

Leitmotiv

Sr. Lucy:„Wir ermutigen die Kinder und Jugendlichen, nicht aufzugeben und etwas aus ihrem Leben zu machen.“

Länder-Info

Nicaragua ist eines der ärmsten Länder Lateinamerikas. 45% der Bevölkerung leben mit einem täglichen Einkommen unter 1 US$.

Nicaragua ist ein tropisches und sehr fruchtbares Land. Es ist aber auch Naturkatastrophen wie Wirbelstürmen (Mitch, Felix), Überschwemmungen und Erdbeben ausgesetzt.

Nach jahrzehntelanger Diktatur unter Somoza hoffte das Land auf Veränderung durch die Sandinisten. Doch auch diese Regierung endete in einer repressiven Staatsform und in Korruption. Im November 2006 wurde Daniel Ortega (ehemaliger Sandinistenführer) zum Präsidenten gewählt.

Demographie (im Vergleich mit der Schweiz)

Fläche 129’494 km2 (3 x Fläche der Schweiz)

Bevölkerung 5,8 Mio (CH 7,7 Mio)

Bevölkerung unter 15 Jahren 38% (CH 17%)

Analphabeten 23% (CH 0%)

Sterblichkeitsrate unter 5 Jahren 3,7% (CH 0,5%)

Religion 70% röm.kath., 15% evangelisch, 1,5%
Herrnhuter, 13,5% andere oder keine Angaben

Nationalfeiertag 15. September
(Unabhängigkeitstag) 1821

Unser Partner in Nicaragua



Unser Partner in Nicaragua

Karmeliter-Orden Nicaragua

Projektleiterin: Sr. Lucy Lira

CSI-Projektaufwand pro Jahr CHF 78’000.–




Ihr Partner in der Schweiz


Koordinatorin: Esther Schaad

 esther.schaad@csi-schweiz.ch 



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