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Wir sind im Norden des Bundesstaats Plateau unterwegs, in dem Christen besonders häufig angegriffen werden. Allein im vergangenen September wurden im Bundesstaat Plateau über 100 Christen umgebracht. In der Umgebung der Hauptstadt Jos besuchen wir über 20 junge Frauen, die alle ihre Männer verloren haben. Drei der jungen Witwen leben im abgelegenen Dorf Jol-Teshak, das im August 2011 mehrmals mitten in der Nacht angegriffen wurde.
Rose Elisha: «Um Mitternacht vernahmen wir draussen seltsame Geräusche. Mein Mann ging leise hinaus, um nachzusehen, ob ein Tier herumirrt. Einige Sekunden später hörte ich Schüsse – mein Mann war sofort tot, von drei Salven getroffen.» Rose hat drei kleine Kinder im Alter von drei, fünf und acht Jahren. Ihr Mann hatte als einfacher Bauer gearbeitet. Nun ringt sie mit den drei Kindern ums Überleben. Ihre kleine Dorfgemeinschaft hilft ihr, so gut sie kann.
Lyop Zaka fand ihren Ehemann eines Morgens tot in der Wiese liegen. Während eines nächtlichen Kontrollgangs um die zehn Hütten wurde er ermordet – ein Unbekannter aus dem Nachbardorf zerfleischte ihn mit dem Buschmesser. Auch die dritte Witwe, Christiana Joshua, hat ihren Mann bei einem nächtlichen Überfall verloren.
Mit wenig Geld können wir hier viel bewirken: Wir schenken den drei Witwen des schutzlosen Kleindorfes Jol-Teshak Reis und Palmöl. Für die grösseren Kinder bezahlen wir die Schulgebühren.
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