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Geographische Angaben | Fläche | 1'285'216 km² 31 mal so gross wie die Schweiz (41'293 km²) | Einwohner | 26,4 Mio 3 mal mehr als in der Schweiz (7,3 Mio) | Bevölkerungsdichte | 21 Einwohner/km² 9 mal kleiner als in der Schweiz (177) | Bruttosozialprodukt | 2'376 SFR 19 mal tiefer als in der Schweiz (45'996 SFR) | Religionsangehörigkeit | Christen | 92% |   Katholiken | 89% |   Protestanten | 3% | Naturreligionen | 8% | Menschenrechte | Religionsfreiheit | Teilweise Verletzung der religiösen Grundfreiheiten | | Behinderung der Diakonie |
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Neue Perspektive durch Hilfe zur Selbsthilfe
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Neue Perspektiven für Slumkinder CSI
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Die Elendsquartiere rund um Lima, Peru, sind geprägt von Armut, Arbeitslosigkeit, Gewalt und Kriminalität. Viele Menschen leben in notdürftig errichteten Hütten ohne Wasser und Kanalisation. Angesichts ihrer menschenunwürdigen Lebenssituation haben die meisten resigniert. Das tägliche Elend versperrt ihnen den Blick auf allfällige Möglichkeiten zu Entwicklung und Veränderung.
“Gerade deshalb ist es wichtig, die Fähigkeiten der einzelnen Menschen zu fördern”, sagt Ana Mendoza, Projektleiterin und erfahrene Psychologin aus Lima. “Wir helfen ihnen, ihre eigene Situation (Familie, Quartier, Umfeld) zu reflektieren, und begleiten sie auf dem Weg der Veränderung durch Projekte, für die sie sich selber entscheiden.”
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CSI unterstützt die Slum-Bevölkerung durch “Hilfe zur Selbsthilfe” mittels Schulung und Begleitung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Vereinen und Quartierorganisationen.
Dadurch wird eine stabile menschliche Entwicklung sowie die Entwicklung von nachhaltigen Quartierstrukturen auf christlicher Basis gefördert. Partner ist der von CSI gegründete Verein INTSOL (Integración y Solidaridad). Das interdisziplinäre Team besteht aus rund 20 Mitarbeitern, vor allem Psychologen, Soziologen und Angehörigen anderer Fachrichtungen.
Mit Hilfe der Mitarbeiter von INTSOL entdecken Kinder und Erwachsene ihre Würde und die menschlichen Möglichkeiten, das eigene Leben auch unter den widrigen Umständen in den Elendsquartieren besser zu gestalten. Mit ihrer neu gewonnenen Lebensfreude, mit Selbstvertrauen und Mut engagieren sie sich auch für ihre Mitmenschen etwa in Quartierküchen, Jugendvereinen bis hin zum Einsatz im Gemeinderat und tragen so zu einer nachhaltigen Verbesserung der Lebensumstände im Quartier bei. |
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Vom Schweisser zum Internet-Café-Besitzer
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José strahlt Ruhe und Gelassenheit aus. Seine persönliche Entwicklung, sein Mut und sein Innovationsdrang sind beeindruckend.
Erst mit 20 Jahren kam José vom Hochland nach Lima. Es war nicht einfach, sich an das Leben im staubigen Elendsquartier am Stadtrand zu gewöhnen. Er begann, bei einem Onkel in einem kleinen Strassengeschäft als Schweisser zu arbeiten. |
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Teenagergruppe in einem Slum von Lima. CSI
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2006 gründete er zusammen mit anderen Jugendlichen eine Teenagergruppe. Nach Startschwierigkeiten kam schliesslich INTSOL (Partnerorganisation von CSI) der Teenagergruppe zu Hilfe. Bei den Treffen lernten die Teenager christliche Werte kennen und umzusetzen. José: “Mit INTSOL lernte ich, meine Ideen meiner Gruppe mit fast 50 Teilnehmern zu präsentieren, auch mit Hilfe von Improvisationstheater. Durch die positive Reaktion der übrigen Teilnehmer erkannte ich, dass meine Ideen gut und wichtig sind. Auch entdeckte ich dabei meine Begabung für Theater und Tanz. INTSOL half, mein Selbstwertgefühl aufzubauen.” José hat sich tatsächlich verändert. Unter grossem Aufwand gelang es ihm sogar, ein Studium der Elektrotechnik erfolgreich abzuschliessen. Zugleich baute er sein Engagement im Quartier aus.
Mit einigen Jugendlichen aus der Teenagergruppe startete er ein Projekt und verkaufte Honig. Schliesslich stellten sie auf eine Papeterie um, und mit der Zeit kam ein Internetcafé hinzu. Die Leiter von INTSOL berieten und ermutigten die Jugendlichen. Heute ist José der Chef dieses Internet-Cafés.
Der Laden bietet inmitten der Slums von Lima jungen Menschen eine geniale Möglichkeit, sich durch das Internet Wissen anzueignen, welches sie für ihr Studium und ihre berufliche Entwicklung benötigen.
Ist José zufrieden mit dem, was er erreicht hat? “Ich denke, dass ich meinem Quartier noch mehr geben könnte. Zudem würde ich gerne Graphisches Design und 3D-Animation studieren. Ich möchte mit meinem kleinen Unternehmen meiner Familie helfen und auch meinen Freunden. Ich möchte ihnen von meiner Zeit geben, damit auch sie studieren können und ihr Leben gelingen möge.” |
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1993 gründete CSI in Lima den Verein INTSOL (“Integración y Solidaridad”) und startete mit einer Strassenkinderarbeit. Kinder kamen und gewannen Selbstvertrauen durch verschiedene Bastel- und Handarbeitskurse. Das Problem war jedoch, dass sich ihr Umfeld nicht veränderte und die Familien weiterhin in wirtschaftlicher und sozialer Misere lebten. Deshalb beschloss Ana Mendoza, mit INTSOL in die Slums hineinzugehen, Kinder, Jugendliche und Erwachsene vor Ort zu schulen und ihnen so Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. |
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INTSOL möchte noch mehr Schulungen in den Slums anbieten, denn der Bedarf ist gross. Es ist wichtig, am gesamten Umfeld der Kinder zu arbeiten und dieses zu verändern. Deshalb richten sich die Schulungen nicht nur an Kinder und Jugendliche, sondern auch an Eltern und an die verschiedenen Quartierorganisationen.
Zudem will INTSOL das Engagement auf politischer Ebene zugunsten der Bevölkerung in den Elendsquartieren verstärken. |
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Menschen zu coachen und in ihrer persönlichen Entwicklung zu begleiten ist nachhaltige Hilfe. In den Schulungen und Gesprächen mit INTSOL haben schon viele Bewohner der Elendsviertel ihre Fähigkeiten entdeckt, Projekte für sich oder zum Wohl des Quartiers entwickelt und erfolgreich umgesetzt. Auch andere Organisationen bewerten dieses Konzept als sehr erfolgreich. |
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Die Psychologin Ana Mendoza, Leiterin von INTSOL, unterstreicht: “Wichtig ist, dass die Teilnehmer lernen, das Gehörte in die Praxis umzusetzen. So, wie Jesus mit seinen Jüngern einen Weg gegangen ist, wollen wir die Bewohner der Elendsviertel auf ihrem Weg der Entwicklung begleiten, sie ermutigen und ihnen christliche Werte vermitteln. Es ist ein langsamer, aber langfristig wirksamer Prozess.” |
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Peru ist historisch und geographisch ein äusserst interessantes Land. Klimatisch äussert sich dies insbesondere in den 3 natürlichen Zonen: die Küste mit ihrer Wüste, die Anden mit schroffen Berglandschaften (bis zu 6’768 m) und der Urwald mit üppigem Grün.
Im Juli 2006 wählte die Bevölkerung Alan García, der das Land bereits von 1985-1990 mit enttäuschenden Resultaten regiert hatte. Gegenkandidat war der Linksnationalist Ollanta Humala.
Peru erreicht auf dem Human Development Index (Index der menschlichen Entwicklung) den 79. Rang von 177 Ländern. |
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30 Prozent der Bevölkerung müssen mit einem Tageseinkommen von weniger als 2 US$ auskommen. Sieben Millionen Menschen wohnen in Lima und ihren Vorstädten. |
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Demographie (im Vergleich mit der Schweiz)
Fläche 1,285,220 km2 (ca. 31x Fläche der Schweiz)
Bevölkerung 29,000,000 Mio (CH 7,5 Mio)
Bevölkerung unter 15 Jahren 30% (CH 17%)
Sterblichkeitsrate unter 5 Jahren 2,7% (CH 0,5%)
Religion 81% röm.-kath., 2,1% andere Christen, 16,9% andere oder keine Angaben
Nationalfeiertag 28. Juli 1821 (nach knapp 300 Jahren Unabhängigkeit von Spanien)
Quellen: UNDP und andere |
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Unser Partner in Peru
Projektleiterin: Ana Mendoza
Projektbeitrag pro Jahr: CHF 235’000.–
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