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CSI-Kinderprojekt Rumänien
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Geographische Angaben | Fläche | 238'391 km² 5 mal so gross wie die Schweiz (41'293 km²) | Einwohner | 22,4 Mio 3 mal mehr als in der Schweiz (7,3 Mio) | Bevölkerungsdichte | 94 Einwohner/km² (Schweiz: 177) | Bruttosozialprodukt | 2'064 SFR 22 mal tiefer als in der Schweiz (45'996 SFR) | Religionsangehörigkeit | Christen | 96.3% |   Katholiken | 4.7% |   Protestanten | 3.2% |   Orthodoxe | 87.6% |   andere Christen | 0.8% | Juden | 0.1% | Sonstige | 3.6% |
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CSI-Kinderprojekt Rumänien
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Hoffnung für Waisenkinder
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Während vieler Jahre litt die Bevölkerung Rumäniens unter der brutalen kommunistischen Ceausescu-Diktatur. Ein Ziel Ceausescus war es, die Familien zu zerschlagen. In seinen Augen waren Familien eine gefährliche Kraft für den Widerstand gegen seine Macht.
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Kind in einem Waisenheim 1989 CSI
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Nachdem die Diktatur 1989 gestürzt worden war, kam das schlimme Erbe ans Tageslicht – überfüllte staatliche Waisenheime mit Kindern, deren Gesichter Bände sprachen: apathisch, krank, hungrig, verängstigt – ohne jegliche Lebensfreude. Zugleich war eine Generation von Eltern herangewachsen, die weder gelernt hatte, sich um Kinder zu kümmern noch Familie zu leben.
Das 1996 gestartete CSI-Kinderprojekt in Rumänien hat zum Ziel, die Familie als natürliche Lebensgemeinschaft wieder bekannt zu machen und zu fördern. Das Projekt dient in erster Linie als Modell für Staat und Gesellschaft. |
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Darüber hinaus erhalten Waisenkinder eine von christlichen Werten geprägte Erziehung, die es ihnen ermöglicht, als Erwachsene verantwortungsvoll am Aufbau der Gesellschaft in Rumänien mitzuarbeiten.
Heute leben drei Familien mit zehn Pflegekindern im CSI-Kinderprojekt. Als Babys wurden die Kinder verlassen und ausgesetzt – heute dürfen sie in der Normalität einer Familie und mit elterlicher Zuwendung aufwachsen.
Die Pflegeeltern haben von Anfang an mit grossem Einsatz jedes Kind fürsorglich aufgenommen und hingebungsvoll geliebt. Durch die Geborgenheit in der Familie haben die Kinder Selbstvertrauen gewonnen.
Die rumänische Stiftung Speranta Copiilor (Hoffnung für Kinder) wird von Karl Walder, Schweiz, und drei rumänischen Stiftungsräten geführt und regelmässig durch die staatlichen Behörden überprüft. |
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Ein neues Zuhause für Maria Tereza
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Maria Tereza liegt seit ihrer Geburt bereits ein Jahr verlassen in ihrem Spitalbettchen. Niemand ist da, der sie tröstet, wenn sie weint und ihr die Sicherheit und Geborgenheit schenkt, die ein neugeborenes Kind so dringend braucht. Niemand weiss, wie ihre Mutter und ihr Vater heissen und wo sie leben. |
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Maria Tereza mit Mutter Luminita Dragomir. CSI
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Ihr erstes Lebensjahr verbringt Maria Tereza bei überforderten Krankenschwestern in der Massenabfertigung eines Spitals. Sie befindet sich in der Warteschleife zu einem der unzähligen Waisenheime Rumäniens.
Im Januar 1998 wendet sich jedoch Maria Terezas Schicksal, als sie in den Armen einer überglücklichen Frau liegt. Das Ehepaar Dragomir sind die ersten rumänischen Pflegeeltern des CSI-Kinderprojektes Câmpina. Sie selbst waren während der Ceausescu-Zeit aufgewachsen, in der das christliche Familien-Bild systematisch zerstört wurde und viele Eltern ihre Kinder der staatlichen Erziehung und somit der kommunistischen Indoktrination überlassen mussten. Deshalb fragen sie sich nun zu Recht, ob sie diesem Kind gute Eltern sein werden. Aber sie nehmen die Herausforderung mutig an. |
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Maria Tereza: mit 9 Jahren. CSI
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Kurze Zeit nach Maria Terezas Ankunft bereichern Luminita und Adrian, zwei Kinder mit ähnlich tragischer Vergangenheit, die Familie. Die Eltern sind mit der Erziehung ihrer drei Kinder sehr herausgefordert. Jedes hat seinen eigenen Charakter und seine schwere Hypothek aus der Vergangenheit. Aber die Familie ist das Fundament der Heilung, und wo nötig, wird zusätzlich psychologische Beratung beigezogen, damit die traumatische Vergangenheit überwunden werden kann.
Der Alltag mit der kleinen Maria Tereza gestaltet sich unkompliziert. Doch ein Lächeln ist bei ihr kaum zu sehen. Es vergehen Jahre, bis sie beginnt, ihre starke Gehemmtheit zu verlieren. Doch sie macht Fortschritte und ist heute meist eine fröhliche Sechstklässlerin. Sie wird zwar nie erfahren, wer ihre leibliche Mutter und ihr leiblicher Vater sind. |
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Aber Maria Tereza weiss, wer ihre jetzigen Eltern sind, und dafür sagt sie ab und zu: “Mult,umesc – Danke”. |
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Als grossen Erfolg wertet CSI, dass das CSI-Projektkonzept im Bezirk Prahova durch die staatlichen Behörden übernommen und umgesetzt wurde. Das Modellprojekt hat dazu beigetragen, dass die Familie auf politischer Ebene thematisiert und neue Vorschriften zum Schutz von Waisenkindern eingeführt wurden. Auch andere Organisationen, wie zum Beispiel die Weltbank, haben die Idee, Waisenkinder in Familien zu platzieren, übernommen. |
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CSI hat sich noch während des diktatorischen Regimes Ceausescus für die unterdrückten und verfolgten Christen in Rumänien durch Proteste und Hilfstransporte eingesetzt. Ab 1992 engagierte sich CSI durch Nothilfe für Kinder, Familien und Waisenheime. 1996 startete das CSI-Kinderprojekt in Câmpina. |
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Mit diesem Projekt hat CSI eine langfristige Verpflichtung für die Kinder übernommen: Bis etwa zu ihrem 20. Altersjahr sollen sie von CSI unterstützt werden. An diesem Engagement für die Kinder möchte CSI festhalten. Dies ist jedoch nur möglich, wenn die Projektkosten gedeckt werden können. |
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Menschenrechte – Kinderrechte
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Der Einsatz für Menschenrechte braucht Mut, aufzustehen und Neues zu wagen. Nur weil mutige Menschen aufstanden und protestierten, kam das despotische Ceausescu-Regime zu Fall. Mit dem Kinderprojekt hat CSI neue Wege für Rumäniens Gesellschaft beschritten. |
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Die menschenverachtende „Familienpolitik” des Ceausescu-Regimes wirkt bis heute fort und ist zum Selbstläufer geworden. Die Angaben von Unicef erschrecken: Immer noch leben mehrere zehntausend Kinder in Heimen, und jährlich werden über 5’000 Babys in Entbindungsstationen, Spitälern etc. zurückgelassen. Andere Kinder werden einfach ihrem Schicksal überlassen, während die Eltern z.B. in Italien als Tagelöhner arbeiten. Dies hat dramatische Folgen für die emotionale Entwicklung der Kinder: Viel zu viele erleben nie, was es bedeutet, in einer Familie aufzuwachsen.
Deshalb ist es wichtig, den verlorenen Familiensinn wieder zu beleben, was jedoch viel Zeit und unsere Unterstützung braucht. Das CSI-Kinderprojekt zeigt, dass dieses sowohl für die Kinder als auch die Gesellschaft Rumäniens nachhaltig positive Wirkung hat. |
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Bis 1989 litt die rumänische Bevölkerung jahrzehntelang unter dem Diktator Ceausescu und dem ausgeklügelten Geheimdienst ‚Securitate’. Das Land konnte sich nur langsam von dessen Folgen und der Misswirtschaft erholen. 2007 trat Rumänien in die EU ein, steht jedoch wirtschaftlich an letzter Stelle. Seit 2004 ist Traian Basescu rumänischer Staatspräsident.
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Demographie (im Vergleich mit der Schweiz)
Fläche 237,500 km (knapp 6 x Fläche der Schweiz)
Bevölkerung 22 Mio (CH 7,5 Mio)
Bevölkerung unter 15 Jahren 15,7% (CH 16,7%)
Analphabeten 2,7% (CH 0%)
Sterblichkeitsrate unter 5 Jahren 1,9% (CH 0,5%)
Religion orthodox 86,8%, protestantisch 7,5%, röm.-kath. 4,7%, andere (meist Muslime) oder ohne 1%
Nationalfeiertag 1. Dezember (1918) Vereinigungstag (Rumänien und Transsilvanien) |
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Unser Projekt-Partner
Projektleiter: Karl Walder
CSI-Projektaufwand pro Jahr ca. CHF 124’000.–
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