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Sansibar

Geographische Angaben

Fläche

945'087 km²
23 mal so gross wie die Schweiz (41'293 km²)

Einwohner

34,5 Mio
4,7 mal mehr als in der Schweiz (7,3 Mio)

Bevölkerungsdichte

37 Einwohner/km²
4,8 mal kleiner als in der Schweiz (177)

Bruttosozialprodukt

324 SFR
142 mal tiefer als in der Schweiz (45'996 SFR)

Religionsangehörigkeit

Christen

46%

     Katholiken

33%

     Protestanten

13%

Muslime

35%

Naturreligionen

19%

Menschenrechte

Religionsfreiheit

Teilweise erhebliche Verletzung der religiösen Grundfreiheiten


Behinderung von Kultus, Diakonie und Mission

Sansibar 

Land-Info 

«Weg mit der Kirche!»


Dienstag, 11. Oktober 2011

Auf der tansanischen Inselgruppe Sansibar brennen Islamisten Kirchen nieder, klagen Ex-Muslime willkürlich an und vertreiben sie.

Kirchenfriedhof enteignet: Anglikanerpfarrer Masoud CD  

ms. Der 23-jährige Yusuf Abdalla musste seine Ausbildung zum Schneider jäh abbrechen. Die Nähmaschine, die ihm seine Familie gekauft hatte, musste er zurückgeben. Zudem wurde er zusammengeschlagen. Warum?

Christen in Todesgefahr

was von Kiangas Kirche übrig blieb CD  

Der als Muslim geborene Yusuf Abdalla konvertierte zum Christentum. Seine Familie drohte ihm mit dem Tod. Er musste die Inselgruppe Sansibar, wo er aufgewachsen war, verlassen und aufs Festland fliehen. Das gleiche Schicksal ereilte Juma Suleiman.

Ein dritter Konvertit wählte das Gefängnis, um dem Lynchmord zu entgehen. Der 28-jährige Ramadhan Tuma hatte mit anderen Dingen zusammen ver-sehentlich einen Koran verbrannt. Eine Augenzeugin schwärzte den zweifachen Familienvater in einer Moschee an, worauf extremistische Muslime ihn töten wollten. Die Polizei vereitelte dies und nahm Ramadhan fest. Während dem Gerichtsprozess forderten Muslime vor dem Gericht lauthals seinen Tod.

Um diesem zu entgehen, plädierte Ramadhan selber für schuldig. Er wurde zu anderthalb Jahren Gefängnis verurteilt.

Kirchen verbrannt

Überreste der Kirche CD  

Die Bevölkerung auf der Inselgruppe Sansibar ist fast zu 100 % muslimisch. Christen werden von manchen als Bedrohung wahrgenommen: «Wenn wir das Kirchenwachstum hier nicht stoppen, werden wir unsere Leute bald an das Christentum verlieren, ganz besonders unsere Kinder», behauptete der muslimische Geistliche Ibrahim Abdalla. Ende 2010 beschlagnahmten Muslime einen Friedhof, der 100 Jahre in anglikanischem Besitz gewesen war.

Im Sommer 2011 gingen Islamisten massiv gegen die Christen vor: Sie verbrannten Kirchen in Fuoni, Kianga und Konde, wo sie laut Augenzeugen schrien: «Weg mit der Kirche! Wir wollen nicht, dass Ungläubige unsere Gemeinschaft verderben, am wenigsten unsere Kinder!» Die Regierung bleibt untätig, die Täter haben keine Strafe zu befürchten.


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