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Schweiz

Geographische Angaben

Fläche

41'285 km²

Einwohner

7,3 Mio

Bevölkerungsdichte

177 Einwohner/km²

Bruttosozialprodukt

45'996 SFR

Religionsangehörigkeit

Christen

81.9%

     Katholiken

41.8%

     Protestanten

35.3%

     Orthodoxe

  1.8%

     andere Christen

  3%

Muslime

  4.3%

Juden

  0.2%

Sonstige

  2.6%

Keine

11%

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Ist das Christentum bald unerwünscht?

Statement von Markus Hottiger

Markus Hottiger: Textautor, Komponist, leitet Adonia   

"Religionsfreiheit wird in der Schweiz – so meint man es eigentlich – gross geschrieben. Trotzdem tun sich besonders auch Behörden schwer, gerade mit der multikulturellen Gesellschaft, die sich mehr und mehr bildet. Man meint vielleicht sogar, die Schweiz sei nur kritisch eingestellt gegenüber anderen Religionen, was sich zum Beispiel in der Ablehnung der Minarette zeigte. Aber auch die ursprünglich christliche Religion ist mehr und mehr unerwünscht. So wurde in einigen Kantonen verboten, in öffentlichen Schulen Weihnachten zu feiern. Es könnten sich Kinder und deren Eltern aus fremden Kulturen daran stossen, dass in einer öffentlichen Schule ein religiöses Fest gefeiert wird. Deshalb lässt man es doch besser per Dekret weg. Man verbietet es, man erlässt Verordnungen und Gesetze, die religiöse Feste verbieten.

Zudem beobachte ich, dass sich immer weniger Lehrkräfte trauen, an Weihnachten ein Weihnachtsmusical aufzuführen. Dies nicht, weil sie in früheren Jahren keinen Erfolg damit gehabt hätten, sondern weil sie sich vor Behörden und Amtsträgern fürchten. Gerade die christliche Religion muss in der Schweiz immer mehr ins verborgene private Leben verschwinden.

Als Texter und Komponist geniesse ich zwar die volle Freiheit und muss mich nicht vor Repressionen fürchten. Aber indirekt ist auch in unserem Land eine wachsende Ablehnung der christlichen Religion spürbar. Natürlich ist das nicht vergleichbar mit Ländern, wo die Religion nur unter grosser Angst vor Repressionen gelebt werden kann. So weit sind wir in der Schweiz bei weitem nicht.

Die negative Haltung zu der christlichen Religion wird sich früher oder später auch auf die Kunst auswirken. In den ersten Jahrhunderten nach Christus bestimmten die Machtinhaber, welche religiöse Kunst zugelassen und welche verboten war. Besonders in der Malerei mussten Künstler bei biblischen Szenen eine bestimmte religiöse Interpretation befolgen. Die Künstler hätten Repressionen fürchten müssen, wenn sie in ihren Werken den Vorstellungen der Machtinhaber nicht entsprochen hätten. Eine solche Tendenz ist bei uns jetzt noch nicht in Sicht. Aber die Gefahr besteht, wenn Religion nicht als hohes Gut geachtet und geschützt wird. Dabei soll nicht nur die Institution Religion geschützt werden, sondern vor allem die gelebte Religion im Alltag. Dafür müssen wir uns gezielt einsetzen, so wie das CSI seit über dreissig Jahren tut."


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