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Nichtmuslimische und nichtarabische Bevölkerungsteile werden vom islamistischen Regime brutal unterdrückt. In den Gliedstaaten Südkordofan und Blauer Nil geht Khartum sogar militärisch gegen die Zivilbevölkerung vor. |
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Omar al-Bashir ruft zum Kampf auf, April 2012 reut |
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Der sudanesische Diktator Omar al-Bashir hat seit der Unabhängigkeit des Südsudans keinen Hehl aus seinen Plänen für den (Nord-)Sudan gemacht. Immer wieder betont er in seinen Reden, dass der Sudan ein arabischer und islamischer Staat sein müsse. Deshalb soll beispielsweise der Geltungsbereich der Scharia auch auf sämtliche Nichtmuslime ausgedehnt werden. Solche Massnahmen zur Islamisierung des Sudans und insbesondere al-Bashirs Aufrufe zum Heiligen Krieg zeigen Wirkung. Die Bereitschaft in der Bevölkerung, gegen Minderheiten vorzugehen, wächst. Christen und christliche Einrichtungen werden zunehmend Ziele von Gewalt. So fuhren am 9. April 2012 fanatische Muslime mit einem Bulldozer vor eine presbyterianische Kirche in Sudans Hauptstadt Khartum. Sie riefen dazu auf, alle Südsudanesen aus dem Norden auszuweisen, und bezeichneten diese als unerwünschte Ausländer. Noch verhinderte die Polizei eine Eskalation. Am 21. April 2012 marschierten jedoch die Extremisten – 500 Männer – erneut auf. Diesmal steckte der Mob die Kirche mitsamt deren Bibelschule, Klinik und Altersheim in Brand. Der Mob verletzte zwei Geistliche und zerstörte zudem mehrere Privathäuser. Die Polizei schaute untätig zu.
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In Grenzgebieten besonders gefährdet |
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Die Kirche in Khartum wurde am 21. April 2012 vollständig zerstört CD |
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Besonders dramatisch sind die Entwicklungen in den Gliedstaaten Blauer Nil und Südkordofan mit den Erdölquellen von Heglig und dem umstrittenen Grenzgebiet Abyei. Zwar wurde im Friedensabkommen vom Januar 2005 eine Einigung über die Zugehörigkeit dieser Gebiete erzielt. Jedoch wurde das Abkommen nicht durchgesetzt. Die Bevölkerung konnte sich nicht dazu äussern, ob sie Teil des Sudans bleiben will. Die Schwarzafrikaner im Süden der beiden Gliedstaaten kämpften während des Bürgerkriegs auf Seiten der südsudanesischen Rebellen und zogen das Misstrauen des Regimes in Khartum auf sich.
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Bevölkerung flüchtet |
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Die UNO bringt südsudanesische Flüchtlinge aus dem Norden nach Juba, 14.05.12 unhcr |
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Bei den Gouverneurswahlen für Südkordofan im Mai 2011 wurde Ahmed Haroun zum Sieger erklärt. Er gehört der Nationalen Kongresspartei al-Bashirs an und wird vom Internationalen Strafgerichtshof wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Darfur-Konflikt gesucht – wie übrigens auch Omar al-Bashir selber. Ahmed Haroun soll für die Aufstellung der grausamen Janjaweed-Milizen verantwortlich gewesen sein.
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