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Geographische Angaben | Fläche | 2'505'813 km² 61 mal so gross wie die Schweiz (41'293 km²) | Einwohner | 31,8 Mio 4 mal mehr als in der Schweiz (7,3 Mio) | Bevölkerungsdichte | 13 Einwohner/km² 14 mal kleiner als in der Schweiz (177) | Bruttosozialprodukt | 408 SFR 113 mal tiefer als in der Schweiz (45'996 SFR) | Religionsangehörigkeit | Christen | 10% |   Katholiken | 5% |   Protestanten | 5% | Muslime | 70% | Naturreligionen | 20% | Menschenrechte | Religionsfreiheit | Schwere Verletzung der religiösen Grundfreiheiten | | Behinderung von Kultus, Diakonie und Mission |
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Ein Arzt schenkt Hoffnung
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CSI-Notarzt Dr. Luka Deng hat seinen Aktionsradius mit der Einrichtung von zwei Satellitenkliniken in Maker und Mayen Ulem noch erweitert.
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Wartende Patienten. CSI
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gw. Wie gefällte Bäume liegen die Patienten in Reihen da, einige notdürftig in Decken gewickelt, andere auf dem blossen Sandboden. Ab und zu ist ein Röcheln und Ächzen zu hören. Verwandte helfen ihren Kranken, sich umzudrehen, und flössen ihnen Wasser ein. Hier in Akoc (Bezirk Twic) geht die Cholera um, sieben Menschen sind bereits an der Durchfallerkrankung gestorben. Als CSI-Notarzt Dr. Luka Deng von der Epidemie erfährt, reagiert er sofort. Er benötigt Tetracycline, 100 Beutel Kochsalzlösung und Infusionsbestecke. Routiniert bringt er eine Bestellung zu Papier, die per Satellitentelefon sofort nach Kenia übermittelt wird.
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Nach weniger als einer Woche treffen die Medikamente auf dem Luftweg aus dem 1500 Kilometer südlich gelegenen Nairobi (Kenia) ein. CSI-Mitarbeiter nehmen sie in Aweil in Empfang und fahren sie sofort ins Zentrum der Epidemie. Der in Akoc diensttuende Krankenpfleger George Gach Muorwel hat schwierige Wochen hinter sich. Immer wieder musste er seinen Patienten erklären, dass es an Medikamenten fehle. Doch jetzt kann er aufatmen. Die von CSI in jahrelanger Aufbauarbeit geschaffene Infrastruktur und der seit vier Jahren andauernde Frieden im Südsudan machen rasche Hilfsaktionen möglich. Diese waren während der langen Kriegsjahre undenkbar. Der “Heilige Krieg” Khartums gegen den Südsudan dauerte von 1982 bis 2005.
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Spitalneubau in Mayen Ulem. CSI
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Für die im Südsudan gelegene Ortschaft Maker, an der berüchtigten und noch von der englischen Kolonialverwaltung gebauten Eisenbahnstrecke, bedeutete das Kriegsende eine besonders grosse Erleichterung. Denn vorher bahnte sich ein Güterzug zwei- bis dreimal jährlich den Weg in die Stadt Aweil. Der Zug brachte Soldaten und Munition, Schrecken und Tod mit sich. Mit Hilfe der Züge, die eigentlich die wirtschaftliche Entwicklung des Landes fördern sollten, transportierten muslimische “Gotteskrieger” ihre Kriegsbeute in den Nordsudan ab: Überfälle auf Maker dezimierten die Einwohnerzahl der Kleinstadt stark, und zahlreiche Bewohner, hauptsächlich Frauen und Kinder, waren wie Vieh in die Waggons gepfercht worden. Heute sind die Hilfeschreie der Verschleppten von Maker und das furchterregende Dröhnen und Rattern der Diesellokomotiven zum Glück endgültig verstummt. Jetzt verfügen das Dorf sowie die ca. 20 Kilometer südöstlich davon gelegene Ortschaft Mayen Ulem über zwei von Dr. Luka verwaltete Satellitenspitäler, in denen ausgebildete Krankenpfleger ihren Dienst tun. In Mayen Ulem haben die Einheimischen die Initiative ergriffen und aus Ziegelsteinen ein eigenes Spitalgebäude errichtet. Seit einem Jahr ist Dr. Luka für beide Krankenstationen verantwortlich, er überbringt Nahrungsmittel für unterernährte Kinder und sorgt für den Medikamentennachschub. Manche Patienten müssen 60 Kilometer und mehr laufen oder getragen werden, um zu einem Arzt zu gelangen. Neuerdings verfügt Dr. Luka über ein eigenes Fahrzeug.
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Patient Kuol vor der Behandlung ... Dr. Luka Deng mit Patient Kuol heute. CSI
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Dr. Luka und seine Mitarbeiter registrieren jährlich mehr als 15’000 Patienten, dazu kommen ca. 3’000 Menschen, die Hilfe bei den zwei zusätzlichen Spitälern suchen. Die meisten sind an der verhältnismässig einfach zu behandelnden Malaria erkrankt. Der Kostenaufwand für Medikamente beträgt durchschnittlich vier Franken pro Patient. Nicht nur für die Bevölkerung im Bezirk Aweil Ost sind Dr. Lukas Spitäler ein Segen, sondern auch für befreite Sklaven. Der an Lepra erkrankte Patient Kuol, der im März 2009 aus der Sklaverei befreit worden war, hat in den letzten Monaten deutliche Fortschritte gemacht, spricht er doch auf die Behandlung der Medikamente an. Es bestehen gute Chancen, dass er Anfang 2010 als geheilt entlassen wird. Die Arbeit von Dr. Luka Deng ist nicht nur für die Menschen in Aweil ein Geschenk Gottes. Auch wir danken Gott für die Segensspuren, die mit dieser wertvollen Arbeit hinterlassen werden können.
Herzlichen Dank, dass Sie, liebe CSI-Freunde, diesen Segen mit Ihren Gaben immer wieder ermöglichen. Ohne Ihre Opfer wäre der Sudan um eine Hoffnung ärmer. |
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Medizinische Hilfe für 18’000 Menschen
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Behandlung einer Patientin mit Augenproblemen. CSI
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Dank der zwei weiteren Satellitenkliniken helfen CSI-Notarzt Dr. Luka Deng und sein Team jährlich über 18’000 Menschen. Da es bisher in den Orten Maker und Mayen Ulem keine medizinische Versorgung gab, sind diese zusätzlichen Standorte dringend nötig.
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Trotz der sehr bescheidenen Kosten von vier Franken pro Patient belaufen sich die Medikamentenkosten jährlich auf über 70’000 Franken. |
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