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Erneut mehrere hundert Sklaven befreit: Was sie in ihrer Gefangenschaft erleben mussten, ist erschütternd. Bei vielen kommen zu den seelischen Schmerzen noch körperliche dazu. |
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Tong Garang Kuan CSI |
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ah. «Ich musste viele Jahre lang die Ziegen meines Besitzers Mohammed hüten. Einmal fehlte mir abends ein Tier. Da schlug er mit einer Eisenhacke auf mich ein. Ich konnte ausweichen, trotzdem traf mich die spitze Hacke am Fuss.» Zehn Jahre hatte Tong Garang Kuan bei einem grausamen Sklavenhalter verbringen müssen, der ihn schlug und sexuell missbrauchte. Wir konnten den damals 15-Jährigen 2009 befreien und berichteten im November 2009 über ihn. |
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Kaum einer der früheren Sklaven hat je einen Arzt besucht. Auch Tong bildete keine Ausnahme. Die schlimme Wunde war in der Sklaverei nicht behandelt worden. Er bekam deshalb eine Entzündung, die sogar auf den Knochen übergriff (Osteomyelitis). Unser Arzt, Dr. Luka Deng, ist in seiner Buschklinik nicht für so schwierige Fälle ausgerüstet. Deshalb liess er Tong ins weit entfernte Khartum bringen. Der sudanesische Spezialist in Khartum empfahl, den Fuss zu amputieren. Dr. Luka widersprach vehement: Er wollte versuchen, den Fuss zu retten. Dafür sandte er MRI-Bilder zu einem Spezialisten im Krankenhaus von Winterthur. Dieser teilte die Ansicht von Dr. Luka, dass Tongs Fuss noch zu retten sei.
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Blinder soll sehen! |
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Ker Aleu Deng ist blind. Sein ehemaliger Besitzer hatte ihn, als er noch dessen Sklave war, kopfüber aufgehängt und ihm Pfeffer in die Augen gerieben. Seither kann er nur noch hell und dunkel unterscheiden. Der 13-jährige Junge war bei der letzten Sklavenbefreiung dabei und beglückwünschte seine nun befreiten Landsleute. Er sei zwar blind, aber frei! Leider fand Ker seine Mutter nicht unter den anderen Befreiten. Vermutlich ist sie immer noch im Norden versklavt.
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