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Sudan / Südsudan 

Mutter findet ihre Kinder


Mittwoch, 18. April 2012

Als Abuk Kiir freigelassen wurde, hatte sie nur ihr Baby dabei. Wohin ihr fünf- und ihr achtjähriger Sohn verschleppt worden waren, wusste sie nicht. Wie gross war ihre Freude, als sie die beiden ein Jahr später mitten unter 300 ehemaligen Sklav(inn)en entdeckte! Die beiden Kinder berichten.

Glücklich wiedervereint: v. l. n. r. Akor, Abuk Kiir mit Ajong, Garang CSI  

Wir wurden von arabischen Milizen in den Norden mitgenommen, als wir noch sehr jung waren. Wir können uns nicht mehr genau an unsere Entführung erinnern, aber wir wissen, dass unsere Mutter, Abuk Kiir, mit uns zusammen entführt worden war.
Ein Jahr, bevor wir freikamen, trennte uns unser Sklavenhalter Abdelgasim von unsrer Mutter und unsrem wenige Monate alten kleinen Bruder Ajong. Er befürchtete unsere Flucht, wenn wir alle zusammen blieben. Deshalb schickte er uns auf eine weit entfernte Weide, um Ziegen zu hüten. Unsere Mutter wurde vom Sklavenhalter sehr schlecht behandelt. Er schlug sie und verpasste ihr ein Brandmal ins Gesicht.

Mutter frei – Buben weiter versklavt

Im März 2009 wurde unsere Mutter von einem Sklavenbefreier befreit, der von CSI geschickt worden war. Aber ohne uns wollte sie nicht gehen – doch sie wusste nicht, wo wir waren. Erst als der Sklavenbefreier ihr versprach, dass er uns suchen werde, ging sie schliesslich mit.

Ein Jahr später fand uns der Sklavenbefreier und brachte uns nach Hause. Unsere Mutter entdeckte uns in einer Gruppe mit über 300 anderen Leuten, die CSI-Sklavenbefreier vom Norden in den Südsudan zurückgebracht hatten. Wir sind sehr glücklich, wieder zusammen zu sein! Unsere Mutter fällt ihren CSI-Freunden jedes Mal um den Hals, wenn sie sie sieht.

Autoren: Garang und Akoor Garang Amer


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