Startseite
Sitemap  

Erhalten Sie
das tägliche
Gebetsanliegen
bereits per E-Mail?

Land-Info 

zurück  

Sudan

Geographische Angaben

Fläche

2'505'813 km²
61 mal so gross wie die Schweiz (41'293 km²)

Einwohner

31,8 Mio
4 mal mehr als in der Schweiz (7,3 Mio)

Bevölkerungsdichte

13 Einwohner/km²
14 mal kleiner als in der Schweiz (177)

Bruttosozialprodukt

408 SFR
113 mal tiefer als in der Schweiz (45'996 SFR)

Religionsangehörigkeit

Christen

10%

     Katholiken

  5%

     Protestanten

  5%

Muslime

70%

Naturreligionen

20%

Menschenrechte

Religionsfreiheit

Schwere Verletzung der religiösen Grundfreiheiten


Behinderung von Kultus, Diakonie und Mission

Sudan 

Land-Info 

Wunden können heilen

“Warum machen Sie diese Arbeit?” will ein Teilnehmer auf unserer letzten Sudanreise im November 2009 wissen. “Weil ich in den Augen der Sklaven Jesus erkenne”, antworte ich ohne Zögern.

Deng Akec CSI  

gw. Mit einer handtellergrossen, eitrigen Wunde am Bein sitzt der 13-jährige Sklavenjunge Deng Akec da. Sie zieht einen ganzen Schwarm Fliegen an. Als wir ihn zu seiner Zeit in der Sklaverei befragen, erzählt er seine erschütternde Geschichte: Versklavt, beschnitten, ausgepeitscht, beleidigt und gedemütigt. Ein Schicksal von Tausenden, wie wir es als langjährige Mitarbeiter im Sudan immer wieder erleben.

Mit den Ziegen gelebt


Acht lange Jahre befand sich das Kind in der Gewalt eines arabischen Nomaden. Osma war mit ihm und seinen Kühen und Ziegen im Grenzland zwischen dem Nord- und dem Südsudan umhergezogen. Deng Akec hat während dieser Zeit mit fast niemandem gesprochen.

Er erinnert sich nur noch an einige Brocken seiner Muttersprache Dinka, die er während der ersten fünf Jahre seines Lebens gelernt hatte. 2001 war der damals 5-Jährige verschleppt worden. Bis zu seiner Befreiung lebte er mit der Ziegenherde seines Besitzers, schlief im Freien und ernährte sich von Blättern, Insekten und Essensresten. Osman bezeichnete seinen Sklaven als “La Din”. Das bedeutet: einer, der keine Religion hat, also ein “Ungläubiger”. Als sich einmal eine der von Deng Akec gehüteten Ziegen verlief, schlug Osman mit einem Holzprügel auf ihn ein und fügte ihm unter anderem die Wunde am Bein zu.

Wenn Augen sprechen

Seit dem 5. September 2009 befindet sich Deng Akec wieder in Freiheit. Er kann sich nicht mehr an seine Eltern erinnern. Er kann sich kaum verständlich machen, da er während der achtjährigen Gefangenschaft fast immer alleine war. Nach seiner Befragung fotografieren wir Deng Akec. Er schaut mich an. In den Augen dieses Kindes sehe ich eine tiefe Traurigkeit. Ich erkenne aber auch noch etwas anderes: vollkommene Unschuld, kindliches Flehen und eine Reinheit, die seinen Peinigern eigentlich die Schamröte ins Gesicht treiben müsste, hätten sie noch die Spur eines Gewissens.

Ein Lächeln kehrt zurück

CSI-Mitarbeiter Gunnar Wiebalck mit Deng Akec CSI  

Dr. Luka Deng versorgt Deng Akec CSI  

Der CSI-Notarzt Dr. Luka Deng versorgt den verletzten Deng Akec seit der Befreiung. Ende Oktober 2009 kommt es zu einem Wiedersehen mit dem CSI-Team. Was für ein Unterschied! Die Wunde hat sich fast geschlossen, Deng Akec bringt sogar ein Lächeln zustande. Er hat wieder Vertrauen gefasst, spielt mit anderen Kindern auf dem Spitalgelände und spricht wieder seine Muttersprache. Er ist kaum wiederzuerkennen.

Sprachlose Dankbarkeit

Es ist schwer in Worte zu fassen, wie dankbar ehemalige Sklaven sind, wenn sie nach monatelangem Leiden zum ersten Mal vom CSI-Notarzt Dr. Luka Deng behandelt werden und miterleben, wie ihre schmerzenden Wunden langsam heilen.

Denn während der Gefangenschaft haben sie keinerlei Hilfe bekommen; ihr Leben war weniger wert als das der Tiere. Für mich persönlich sind es immer wieder bewegende Momente, wenn ich miterleben darf, wie diese befreiten Sklaven neue Kraft und Lebensfreude erhalten. Ihre Dankbarkeit über die heilenden Wunden sowie ihre Erleichterung, dass die Leidenszeit ein Ende fand, lassen mich jedes Mal Jesus in ihnen sehen. Dass wir als CSI-Mitarbeiter dazu beitragen dürfen, dass Menschen noch einmal ein neues Leben bekommen und wieder voller Hoffnung und neuer Lebensfreude vorwärts blicken können, ist für uns ein ganz besonderes Geschenk. Am 30. Oktober 2009 gelang es uns erneut, 125 Sklaven aus ihrer zum Teil jahrelangen Gefangenschaft zu befreien.

Unschätzbarer Wert

Die Arbeit von CSI-Notarzt Dr. Luka Deng ist vor allem für die ehemaligen Sklaven von unschätzbarem Wert. Für sie gibt es sonst keinen Zugang zu medizinischer Hilfe. Mit grosser Hingabe und sehr viel Liebe setzen sich Dr. Luka und sein Team für Notleidende ein. Durchschnittlich bekommen ungefähr 18‘000 Menschen pro Jahr durch seinen Dienst konkrete Hilfe.

Dank Ihrer wertvollen Unterstützung sind wir in der Lage, Dr. Luka immer wieder die dafür notwendigen Medikamente, die medizinischen Geräte und Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen. Wir danken Ihnen, dass Sie uns auch in diesem Jahr helfen, den Dienst von Dr. Luka Deng weiterzuführen.


 

Ihre Spende lindert Leiden und rettet Menschenleben.

Fr. 

20.–

Lebensrettende Behandlung eines Cholera-Patienten

Fr. 

50.–

Behandlung eines Patienten mit lebensgefährlichem Tropengeschwür

Fr. 

120.–

Medikamente für 30 Patienten

Fr.  .–   freier Betrag

per Einzahlungsschein oder online



Verantwortlicher Umgang mit Spendengeldern  

Medikamentenlieferung für Dr. Luka Deng CSI  


Print-Version 

Ähnliche Themen (4/10)

Sudan
Eine junge Frau erhält ihr Lächeln zurück
16. November 2009
In diesem Jahr konnte CSI im Sudan wieder 840 Sklaven befreien. Ein Licht der Hoffnung für dieses krisengeplagte Land.
Sudan
“Was ihr dem Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan.”
gw. Unter den Opfern von Verfolgung und religiöser Intoleranz sind viele, die Jesus wohl zu den “Geringsten” gezählt hätte. Es sind Hungrige und Durstige, Fremde und Obdachlose, Kranke und Versklavte. Solchen Menschen beizustehen ist die erste und notwendigste Aufgabe von CSI.
Sudan
Kein Denkmal für die Versklavten
Sklaven im Sudan gleichen Verletzten am Wegesrand, um die sich niemand kümmert. Seit 15 Jahren richtet CSI diese Menschen wieder auf.
Sudan
Ein Arzt schenkt Hoffnung
CSI-Notarzt Dr. Luka Deng hat seinen Aktionsradius mit der Einrichtung von zwei Satellitenkliniken in Maker und Mayen Ulem noch erweitert.
Alle anzeigen (10)

Weitere Themen

Usbekistan
Gefängnis wegen christlichem Ferienlager?
Drei Christen haben in Usbekistan ein christliches Ferienlager für 500 Kinder organisiert. Mit haltlosen Vorwürfen versuchen die Behörden ihre repressive Religionspolitik durchzusetzen und verurteilen drei Christen zu mehr­jähriger Haft und hohen Bussen.
Kuba
Freiheitsstrafe für Pastor
Pastor Gude Perez wurde zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Der Grund: seine führende Rolle beim Dachverband “Apostolische Reformation” – ein vom Staat unabhängiger Verband von Freikirchen – sowie seine Tätigkeit als Religionslehrer.
Nigeria
Scharia fördert Religionskonflikte
Eine neue Welle der Gewalt erschüttert Nigeria. Islamisten schrecken vor nichts zurück, um Scharia-Gesetze durchzusetzen und die Islamisierung des Landes voranzutreiben.
Türkei
Druck auf Mor Gabriel
Im monatelangen Rechtsstreit um das Kloster Mor Gabriel in der Südosttürkei ist ein wichtiger Teilsieg errungen worden. Der Druck auf das Kloster ist trotzdem noch lange nicht vorbei.

Neu diese Woche
Glaubensverfolgte
Warum wir helfen
Religionsfreiheit
China
Irak
Nigeria
Türkei: Mor Gabriel
Sudan
Eritrea
Pakistan
Iran
Usbekistan
Ägypten
Kuba
Sri Lanka
Marokko
Indien
Vietnam
Schweiz
Statements
Protestaktionen
Notleidende Kinder
Warum wir helfen
Ägypten
Lettland
Nicaragua
Peru
Rumänien
Katastrophenhilfe
Warum wir helfen
Sudan
Irakhilfe
Medien
Aktuelle Berichte
Berichte 2009
Berichte 2008
CSI-Weltkarte
Europa
Asien West
Asien Ost
Afrika
Amerika
Erläuterungen
CSI-Newsletter
Spenden
Spende-Möglichkeiten
Online-Spenden
Einzahlungsschein
LSV Lastschriftverfahren
CSI-Geschenk-Karte
Umgang Spendengelder
Handeln
Protestieren
Gebtesanliegen d. Tages
CSI-Newsletter-Abo
Newsletter Info
Magazin
Über CSI
CSI 2010
Was ist CSI
Warum CSI?
Geschichte
Struktur
Jahresbericht 2008
Unser CSI-Team
Präsidiumswechsel
Internationale Vertretung
CSI-Broschüren
Sudan
H. Stückelberger
S. Falaki
Andere
Bestellung
Mein Vermächtnis
Kontakt
Adressen / E-Mail
Spendenkonto
Links
CSI-Sites
Weitere Links
Archiv

Site-Suche

Indien
Übergriffe auf Christen













Herzlich willkommen!

200 Millionen verfolgte Christen hoffen auf Ihr Engagement!

Annette Walder
Geschäftsführerin
CSI-Schweiz











CSI ist eine christliche Menschenrechtsbewegung
für Religionsfreiheit
und Menschenwürde