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Südsudan 

Neuer Staat Südsudan


Freitag, 22. Juli 2011

Am 9. Juli 2011 erklärte der Südsudan seine Unabhängigkeit. In der Hauptstadt versammelte sich eine bunte riesige Menschenmenge. Unter den geladenen Gästen waren auch CSI-Vertreter.

In Juba traf sich am 9. Juli 2011 eine illustre Gesellschaft: Uno-Generalsekretär Ban Ki-moon, Minister, Staatspräsidenten – unter ihnen Omar al-Bashir, der nordsudanesische Präsident! Dass der Südsudan ihn zur Unabhängigkeitsfeier eingeladen hatte, ist ein deutliches Versöhnungszeichen. Al-Bashir ist für den Tod Hunderttausender verantwortlich. Der Internationale Strafgerichtshof hat einen Haftbefehl gegen ihn erlassen.

Der erste Präsident des unabhängigen Südsudans, Salva Kiir Mayardit, kämpfte jahrelang gegen al-Bashirs Truppen. In seiner Antrittsrede zeigte er sich jedoch versöhnlich: "Ich will mit meinem Bruder Präsident al-Bashir und der internationalen Gemeinschaft zusammenarbeiten, um einen gerechten und dauerhaften Frieden zu finden."


"Ab heute sind wir nicht mehr die schlechtesten Araber, sondern die besseren Afrikaner." CSI  

Dank Gott und Märtyrern

Denkmal von John Garang De Mabior CSI  

Die Feier fand symbolisch vor dem John-Garang-Mausoleum statt. John Garang De Mabior war Salva Kiirs Vorgänger als Anführer der südsudanesischen Widerstandsbewegung. Der 9. Juli sei der Beweis, dass die Märtyrer nicht umsonst gestorben seien, so Salva Kiir. Ohne sie wäre dieser Tag nicht Wirklichkeit geworden. Man schätzt, dass im Bürgerkrieg zwei Millionen Menschen umkamen und über vier Millionen vertrieben wurden.

Gott hat diesen Tag ermöglicht, sagte der gläubige Katholik Salva Kiir. Der General wünschte seinem Volk und dem Südsudan Gottes Segen. Dieser Wunsch war kurz vorher aus den Kehlen Zehntausender gedrungen, als nach dem Aufziehen der Fahne erstmals offiziell die Nationalhymne angestimmt wurde: "Oh God, bless South Sudan!"

Vor enormen Aufgaben

Dass es in den kommenden Jahren viele Probleme zu überwinden gilt, sprach Salva Kiir offen an. Er nannte die notwendige wirtschaftliche Entwicklung sowie die Korruption. Der Präsident rief zur Einheit auf: Um die Herausforderungen zu meistern, müssten alle mit anpacken. Deshalb erlässt Salva Kiir eine Generalamnestie für alle, die ihre Waffen gegen ihn erhoben haben!

Der 54. Staat Afrikas gehört zu den rückständigsten Staaten der Welt. Zum Beispiel gibt es kaum geteerte Strassen. Nur etwa 15 % der Bevölkerung können lesen.

CSI-Mitarbeiter John Eibner (blaues Hemd) in der VIP-Zone CSI  

CSI-Projektleiter Dr. John Eibner war bereits 1992 das erste Mal in den Sudan gereist – mitten im Bürgerkrieg. "Verglichen mit der Lage damals ist es nicht unrealistisch, dass sich im nächsten halben Jahrhundert vieles positiv entwickeln wird. Das geht allerdings nicht von heute auf morgen und auch nicht ohne Probleme."

Landinfo, Geschichte und Nationalhymne  

Antrittsrede vom Präsidenten des Südsudans  

CSI in den Medien

Auf jeder Reise wird CSI von Personen begleitet, die an unserem Projekt sehr interessiert sind. Oft sind es amerikanische Journalisten, die darauf auch über das Erlebte schreiben.

Ellen Ratner:
 Introducing The World’s Newest Country 

Michael Gerson:
 In South Sudan, the strength to overcome a painful past 

Cholene Espinoza:
 Freedom Eclipsed 

jesus.ch
 Beten für den Sudan 

Joe Madison
 Radiobeitrag (Englisch) 


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