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Äthiopien

Geographische Angaben

Fläche

1'133'380 km²
27 mal so gross wie die Schweiz (41'293 km²)

Einwohner

65,8 Mio
9 mal mehr als in der Schweiz (7,3 Mio)

Bevölkerungsdichte

58 Einwohner/km²
3,0 mal kleiner als in der Schweiz (177)

Bruttosozialprodukt

120 SFR
383 mal tiefer als in der Schweiz (45'996 SFR)

Religionsangehörigkeit

Christen

43%

     Orthodoxe

40%

     Evangelisch

  3%

Muslime

45%

Naturreligionen

10%

Sonstige

  2%

Menschenrechte

Religionsfreiheit

Teilweise Verletzung der religiösen Grundfreiheiten


Behinderung von Mission und Diakonie

Äthiopien 

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Tamirat Woldegorgis frei!


Donnerstag, 24. Mai 2012

Im August 2011 riefen wir zum Protest für Tamirat Woldegorgis auf. Der äthiopische Christ wurde Ende April 2012 freigelassen.

Tamirat Woldegorgis   

Ein Arbeitskollege behauptete, der äthiopische Christ Tamirat Woldegorgis habe „Jesus ist Herr“ in einen Koran geschrieben. Obwohl keine Beweise vorlagen, wurde Tamirat wegen Entweihung des Korans am 18. November 2010 zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.

Ende April liessen die Behörden Tamirat überraschend frei. Er habe die harten Haftbedingungen im Gefängnis in Jijiga nur dank Gottes Gnade überlebt, erzählte er. „Zusammen mit 50 Häftlingen wurde ich in einen einzigen kleinen Raum gepfercht.“ Mehrere der Eingesperrten seien gestorben.

Tamirat Woldegorgis konnte das Gefängnis zwar lebend verlassen. Er hat jedoch infolge der Haft schwere körperliche Schäden und steht vor einem Scherbenhaufen: Seine Frau starb kurz vor seiner Freilassung, von den beiden Töchtern fehlt jede Spur. Sein Haus wurde derart verwüstet, dass es nicht mehr bewohnbar ist. Sämtliches Hab und Gut wurde entwendet. Ein normales Leben ist für Tamirat nicht mehr möglich. Islamisten trachten ihm nach seinem Leben, weil er angeblich den Koran entheiligt hat. Da die Behörden ihm den nötigen Schutz verweigern, lebt er nun in ständiger Angst im Untergrund.

Autor: Max-Peter Stüssi
Quelle: Compass Direct


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Heinz Weber-Larsen (alt Strafrichter)

Samstag
26. Mai 2012
10:09

Sich gegen Ungerechtigkeiten zur Wehr setzen ist eine Grundpflicht die wir haben. Ungerechtigkeiten müssen hörbar angeprangert werden. Gewalt darf nicht akzeptiert werden, vor allem nicht gegen schwache, unschuldige Menschen.

Aber dazu müssen wir umdenken lernen. Unsere Erziehung ist auf Leistung ausgerichtet.Wir glauben dem rechten Mainstream der nach besserer Schulung ruft, der ruft nach besseren Mathematikern, generell mehr Fachwissen. Aber wie kommen wir zu diesen?

Sicher nicht durch bald im Kindergarten schon Lesen und Schreiben zu lernen (nichts gegen spielerisches lernen). Wir brauchen Eltern und Lehrpersonen die fähig werden, Sozialkompetenz zu lernen. Kinder sollen lernen wir man fair streiten kann, Rücksicht auf Schwächere zu nehmen (z.b Behinderte). Das Geschrei von gewissen Eltern, dass ihr Kind, wenn Behinderte oder Ausländer in der Klasse sind, zu kurz kommt in der Wissensschulung, ist doch ein typisches verkennen der echten Bildungsprobleme. Bildung ist eben nicht einfach Schulung, Bildung heisst seine Mitmenschen erkennen, seien sie gesund oder behindert, lerne mit ihnen auszukommen, Rücksicht zu nehmen, zusammen spielen, im Spielen Regeln der Gerechtigkeit erkennen und verinnerlichen können. Ein so gebildeter Schüler oder Schülerin lernt dann mit Begeisterung ein Spezialfach das ihn interessiert, und wird so als sozial kompetenter Mensch der wesentlich bessere Mitarbeiter in der Geschäftswelt, oder wie ich es erlebte, dass ein Gerichtspräsident als hervorragender Jurist alles juristisch sofort einordnen kann, das Gesetz korrekt interpretieren, aber sehr wenig Sozialkompetenz hat. und darum oft zu sehr "speziellen Urteilsmeinungen" kam, die ich dann mit anderen sozialen Gedanken zu korrigieren

versuchte, manchmal mit Erfolg und manchmal halt nicht.

Darum ist es in jedem Fall wichtig sich für Gerechtigkeit einzusetzen. Und wenn wir wie hier oder bei anderen sozialen Organisationen

mithelfen zu protestieren, so hilft das erstaunlich oft. Wer hier diese Art von Protest ablehnt hat fehlende Sozialkompetenz

Der oder die hat noch nicht erlebt oder nicht erleben wollen, dass es oft sehr wenig braucht jemandem zu helfen, für jemanden ein gutes Wort einzulegen oft Wunder wirkt, oder sich bei Behörden für jemand einsetzen auch Wunder wirken kann. Ich sage laut: wir haben zu viele gläubige Menschen heute!! Da kommt oft die Nachfrage was ich gegen gläubige Menschen habe, meine Antwort ist dann: eigentlich nichts. in der Kirche habe ich grosse Mühe mit den wörtlich gläubigen, die das wörtliche wörtlich nehmen und nicht nach dem echten Sinn dieser Worte suchen. So und die meine ich vor allem, haben wir zuviele Juristen und Menschen in Staat und Gesellschaft, die Verordnungen, Richtlinien ja Gesetze zu ernst, ja zu wörtlich nehmen und nicht darüber nachdenken, wie man das in der Bibel auch machen sollte, sich über- legen, was ist oder war damals als man diesen Text schrieb für eine Zeit gewesen, wo lag das Problem. Nur so kann man auch in der jungen Gesetzesflut, zur Meinung und zum Ziel dieses Textes kommen. Da wird so vieles extrem und falsch verstanden ausgelegt. Da erinnere ich an die tragische Geschichte, die hier in Mitteleuropa geschehen ist: Da ist ein Ehepaar in den Ferien in einem anderen fremdsprachigen Land, die Frau wird schwer krank, ihr Mann fährt sie ins nächste Krankenhaus und will sie als Notfall einliefern. Die verantwortliche Person am Empfang sagt aber: wir nehmen keine PATIENTEN AUF, DIE nicht vom Hausarzt eingewiesen werden, der Mann lässt sich abwimmeln und kehrt mit seiner Frau ins Auto zurück. Hier sitzen sie verzweifelt und wissen nicht was sei noch unternehmen können. NACH 2 STUNDEN IST DIE FRAU TOD. HIER BEOBACHTE ICH 2 UNREIFE HALTUNGEN:

1. Die Dame am Empfang glaubt wörtlich an das an sich korrekte Reglement dass nur Patienten die vom Hausarzt eingewiesen werden aufgenommen werden. Aber sie denkt nicht über den eigenen Nasenspitz heraus, Das Ehepaar wohnt mindestens 700 km vom Spital entfernt, hat hier im lande keinen Hausarzt, also muss man doch dieses Reglement hinterfragen, das an diese Situation nicht gedacht hat,so geht es doch mit einer falsch verstandenen Bibel und mit vielen falsch verstandenen Reglementen oder Gesetzlein, es wird von uns immer ein Sozial kompetentes Verhalten verlangt, d.h, selbständiges rücksichtsvolles Denken. Der 2. Fehler den ich hier orte. der Mann hat sich zu wenig hart und klar durchgesetzt und hat sich abwimmeln lassen.

Das nenne ich das klassische Beispiel, warum ich gegen jedes wortwörtliche glauben bin, von mir wird verlangt, dass ich Texte vernünftig lese und hinterfrage und dann den Mut aufbringe nach Vernunft sozial korrekt zu handeln. Darum unterstütze ich jeden vernünftigen Protest gegen Ungerechtigkeit gerne und mit Überzeugung. Denn die Geschichte zeigt, dass es hilft UND Menschenleben retten kann, sei es physisch oder seelisch.

Darum braucht es Bildung, Bildung die Sozialkompetenz vermittelt.


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