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Türkei

Geographische Angaben

Fläche

779'452 km²
19 mal so gross wie die Schweiz (41'293 km²)

Einwohner

66,2 Mio
9 mal mehr als in der Schweiz (7,3 Mio)

Bevölkerungsdichte

85 Einwohner/km²
2 mal kleiner als in der Schweiz (177)

Bruttosozialprodukt

3'036 SFR
15 mal tiefer als in der Schweiz (45'996 SFR)

Religionsangehörigkeit

Christen

  0.2%

Muslime

99%

Sonstige

  0.8%

Menschenrechte

Religionsfreiheit

Teilweise schwere Verletzung der religiösen Grundfreiheiten


Behinderung von Kultus, Diakonie und Mission

Türkei 

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Druck auf Mor Gabriel

Im monatelangen Rechtsstreit um das Kloster Mor Gabriel in der Südosttürkei ist ein wichtiger Teilsieg errungen worden. Der Druck auf das Kloster ist trotzdem noch lange nicht vorbei.

Annette Walder mit Bischof Mor Timotheus Samuel Aktas. CSI  

uh. Ein Gericht in der türkischen Kreisstadt Midyat hat am 22. Mai 2009 nach monatelangem Streit um Ländereien des mehr als 1600 Jahre alten Klosters nun zugunsten der Abtei entschieden und Gebietsansprüche von drei benachbarten Dörfern abgewiesen. Ausserdem wurden der Grundbucheintrag über das Eigentum des Klosters aus dem Jahr 1938 und die bezahlten Steuern für das Land vom Gericht als Beweismittel bestätigt. Dieser Teilsieg ist ein wichtiges und ermutigendes Signal für die Christen und alle anderen nicht-muslimischen Minderheiten in der Türkei.

Internationale Aufmerksamkeit

Das Gerichtsverfahren zog in den letzten Monaten die Aufmerksamkeit Europas auf sich. Am Prozesstag nahmen neben zahlreichen Journalisten auch der niederländische Botschafter sowie Vertreter der Deutschen Botschaft und der Europäischen Kommission des EU-Parlaments teil. Aramäer, Armenier § sich eigens zur Initiative “Mor Gabriel” zusammen, um gemeinsam für Gerechtigkeit zu kämpfen. CSI verfolgt den Verlauf des Prozesses seit Beginn und war schon dreimal zur Unterstützung der Angeklagten bei Verhandlungen vor Ort mit dabei.

Neuer Entscheid gegen Kloster

Medienrummel nach dem Gerichtstermin. CSI  

In einem weiteren Verfahrenspunkt entschied das Gericht am 24. Juni 2009 gegen das Kloster. Der Richter sprach 24,4 Hektaren Klosterland dem türkischen Forstministerium zu, da es sich bei diesem von etwas Dornengewächs bestandenen Ödland um einen “Wald” handle, der in der Türkei Staatseigentum sein müsse. Das Kloster legte beim höchsten Gericht in Ankara Berufung ein. Der Kampf um das Kloster ist also noch lange nicht ausgefochten und braucht weiter unsere Gebete.

Bischof dankt CSI

Der im Kloster residierende Bischof Mor Timotheus Samuel Aktas sagte: “Es geht in diesen Prozessen um viel mehr als um die Landrechte des Klosters. Ohne die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit wäre das Kloster schon längst verschwunden. Wenn aber das Kloster nicht mehr existiert, wird es in der Türkei auch bald keine Christen mehr geben.” Schon heute stellen die Christen in der Türkei nur noch einen Bevölkerungsanteil von 0,15 Prozent. Vor 100 Jahren waren es noch 20 Prozent.

Der Bischof und der Anwalt des Klosters dankten der Internationalen CSI-Präsidentin Annette Walder für den wertvollen Beistand. Das Engagement von CSI sei für sie beeindruckend und für alle Christen in der Türkei eine enorme Ermutigung. Nur mit dem Beistand von aussen könne letztlich die christliche Präsenz in der Türkei aufrechterhalten werden. Der Fortbestand des Klosters sei ein wichtiges Symbol in diesem Kampf.

CSI verfolgt den weiteren Verlauf des Gerichtsverfahrens. Bitte beten Sie mit uns um Gottes Schutz und Wegweisung.


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