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Usbekistan

Geographische Angaben

Fläche

447'400 km²
11 mal so gross wie die Schweiz (41'293 km²)

Einwohner

25,1 Mio
3,4 mal mehr als in der Schweiz (7,3 Mio)

Bevölkerungsdichte

56 Einwohner/km²
3,2 mal kleiner als in der Schweiz (177)

Bruttosozialprodukt

660 SFR
70 mal tiefer als in der Schweiz (45'996 SFR)

Religionsangehörigkeit

Orthodoxe

  9%

Muslime

88%

Sonstige

  3%

Menschenrechte

Religionsfreiheit

Teilweise schwere Verletzung der religiösen Grundfreiheiten


Behinderung von Kultus, Diakonie und Mission

Usbekistan 

Land-Info 

Diktator gegen Kirche


Mittwoch, 24. August 2011

Weltweit ist Usbekistan einer der zehn grössten Verletzer der Religionsfreiheit.

Karimow regiert das Land mit eiserner Faust krl  

ms. Seit sich Usbekistan von der ehemaligen Sowjetunion losgelöst hat (1991), regiert der Diktator Islam Karimow das Land. Er will das gesamte politische, soziale und religiöse Leben kontrollieren. Deshalb müssen sich alle religiösen Gemeinschaften registrieren. Nichtregistrierten Gruppen drohen hohe Strafen: Ihre Mitglieder müssen mit Bussen in der Höhe von bis zu 100 Monatslöhnen rechnen! Die Polizei kann jederzeit Razzien durchführen und Versammelte festnehmen. Pfarrer werden zu langen Haftstrafen unter miserablen Bedingungen verurteilt.

Totale Kontrolle verlangt

Religiöse Gemeinschaften, die sich registrieren, können sich solchen Schikanen zumindest teilweise entziehen. Der Preis ist allerdings hoch: Alle ihre religiösen Schriften müssen vom Staatsbüro für Religionsangelegenheiten bewilligt werden. Kinder dürfen nur unter staatlicher Aufsicht religiös unterwiesen werden. Mission ist verboten. Mit diesen Auflagen wird kirchliches Leben verunmöglicht. Deshalb weisen einige religiöse Gruppen eine Registrierung zurück.
Die staatliche Anerkennung hängt aber nicht nur an der Bereitschaft der religiösen Gruppen: Eine Gemeinschaft muss mindestens 100 erwachsene Mitglieder haben, um sich registrieren zu lassen. Viele Gruppen sind aber kleiner. Sie haben von vornherein keine Chance auf staatliche Anerkennung und müssen sich vor Schikanen, Schlägen, Geldstrafen, Folter und Haft fürchten.

Nicht vergessen!

Tohar Haydarov   

Ein Unschuldiger gehört nicht ins Gefängnis. Aber Haydarov bleibt eingesperrt. Wir lassen nicht locker!

ms. Tohar Haydarov, 27, stand einer Baptistengemeinde vor, deren Anerkennung der Staat verweigert. Der Pastor wurde am 18. Januar 2010 festgenommen, weil die Polizei in seiner Wohnung Drogen gefunden hatte. Die Polizei hat diese selber in der Wohnung deponiert, um ihn verhaften zu können.

Bei der Gerichtsverhandlung in seiner Heimatstadt Gulistan wies Pastor Haydarov schwere Folterspuren auf: Sein Gesicht war aufgedunsen und er konnte kaum gehen. Für die angebliche Verwicklung in den Drogenhandel fehlten jegliche Beweise. Dennoch wurde der junge Gemeindeleiter im März 2010 verurteilt: Er soll zehn Jahre Haft absitzen – obwohl die Höchststrafe für die ihm zur Last gelegten Delikte auf fünf Jahre festgesetzt ist!

Haydarov wurde in ein Zwangsarbeitslager verlegt, das 400 Kilometer von seiner Heimatstadt entfernt ist. So können ihn seine Angehörigen kaum besuchen.

CSI hat bereits im Mai 2010 eine Protestaktion gestartet. Leider ist er nicht freigekommen. Aber wir haben Haydarov nicht vergessen. Noch einmal appellieren wir an die usbekische Regierung, den Unschuldigen unverzüglich freizulassen. Helfen Sie mit!


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