Pastor Abdolreza (Matthias) Haghnejad

Pastor Abdolreza (Matthias) Haghnejad wurde am 26. Dezember 2022 verhaftet, als Geheimdienstagenten seine Hauskirche während einer Weihnachtsfeier stürmten. Zusammen mit zwei anderen christlichen Konvertiten wurde er in das Lakan-Gefängnis in Rasht gebracht. Eine Woche später wurde Matthias' Frau Anahita (Anna) vorgeladen, ebenfalls verhaftet und nach Rasht gebracht.
Abdolreza Matthias Haghnejad Art.18
Pastor Abdolreza (Matthias) Haghnejad wurde am 26. Dezember 2022 verhaftet.

Profil

Land: Iran
Verhaftet: 26. Dezember 2022
Aktueller Stand: Im Lakan-Gefängnis in Rasht inhaftiert

Beten wir:

  • dass Gott Pastor Matthias und seine Frau stärkt und ermutigt, sowie dass ihre Teenager-Tochter angemessen betreut wird, während ihre Eltern im Gefängnis sind
  • dass Matthias, Anna und die beiden anderen verhafteten Konvertiten nicht vor Gericht angeklagt werden
  • dass die Behörden im Iran aufhören, die friedlichen Aktivitäten der verschiedenen Religionsgemeinschaften zu kriminalisieren

Updates

2023

Anna, die Ehefrau von Matthias, wurde am 3. Januar 2023 durch den Geheimdienst in Bandar Anzali vorgeladen, verhaftet und ebenfalls nach Rasht gebracht.

2022

  • Am 26. Dezember 2022 stürmten Agenten des Geheimdienstes eine Hauskirche, in der gerade eine Weihnachtsfeier stattfand. Pastor Matthias und zwei weitere Konvertiten wurden verhaftet und in das Lakan-Gefängnis in Rasht gebracht.
  •  Pastor Matthias ist seit Januar 2022 im Gefängnis von Anzali inhaftiert und wird als «Staatsfeind» bezeichnet. Obwohl er im Gefängnis sass, durfte er regelmässig Hafturlaub nehmen und diente weiterhin in der örtlichen Hauskirche.

2021

  • In einem anderen Gerichtsverfahren war Pastor Matthias einer von neun Konvertiten, die im Dezember 2021 nach der Überprüfung ihrer fünfjährigen Haftstrafen wegen «Gefährdung der Staatssicherheit und Förderung des Zionismus» aus dem Gefängnis entlassen wurden. Sie alle wurden im Februar 2022 freigesprochen.

2014

  • Im Jahr 2014 wurde Pastor Matthias wegen «Gefährdung der Staatssicherheit» zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Gegen dieses Urteil hat er im gleichen Jahr erfolgreich Berufung eingelegt, doch im Januar 2022 hob ein Richter am Obersten Gerichtshof das Berufungsurteil auf und bestätigte die ursprüngliche Verurteilung.