19 Tote bei Überfällen arabischer Milizen auf südsudanesische Dörfer – CSI bringt Hilfe

Voller Panik drückte Akon Nguet ihr Baby fest an ihre Brust, sammelte ihre übrigen Kinder und verliess im Morgengrauen eilig ihre Hütte, um sich im Busch zu verstecken. Innerhalb weniger Minuten stand ihr Zuhause in Flammen. Arabische islamistische Milizionäre auf Pferden und Dreirad-Motorrädern hatten einen Angriff auf ihr mehrheitlich christliches schwarzafrikanisches Dorf im Südsudan gestartet.

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CSI hilft Menschen in Yinh Pabol.csi

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Am 4. Januar 2022 überquerten arabische Plünderer die Grenze vom Sudan aus und zerstörten die Dörfer Yinh Pabol und Warguet. Es waren die ersten Angriffe dieser Art in der Region seit über 15 Jahren, und sie kamen aus heiterem Himmel.

„Die meisten Angreifer auf Pferden waren Männer und die meisten auf Motorrädern waren Frauen, die eine Stunde, nachdem die Männer einige Frauen und Kinder gefangen genommen hatten, in das Gebiet kamen“, so ein lokaler Mitarbeiter von Christian Solidarity International (CSI). Er sagte, die Frauen hätten ein lautes Freudengeheul angestimmt, um den erfolgreichen Überfall zu feiern. Die örtliche Kirche in Akons Dorf wurde niedergebrannt.

Der lokale Gouverneur berichtete, dass bei den beiden Anschlägen 19 Menschen ums Leben gekommen seien.

8-jähriges Kind entführt

Einige der Nachbarn von Akon wurden getötet. Andere wurden gefangen genommen und in die Sklaverei in den Sudan verschleppt, so wie Zehntausende von Südsudanesen während des Bürgerkriegs (1983-2005) versklavt wurden. Akon und ihre Kinder haben überlebt. Doch sie haben alles verloren. Ihre Hütte wurde angezündet und das wenige Hab und Gut zerstört.

Das achtjährige Kind von Adhuol Wol Ahoi war eines der Gefangenen.

„Als ich etwas entfernt vom Haus meines Onkels mütterlicherseits war, wo ich mit meiner kleinen Tochter Aguot Bol lebe, sah ich, wie Männer auf Pferden dreimal auf meinen Onkel schossen. Sie packten meine Tochter, setzten sie auf ein Pferd und ritten mit ihr weg“, sagte die verzweifelte Mutter.

Sie, Akon und Hunderte andere aus ihrer Gegend kämpfen nun ums Überleben, ernähren sich von Blättern, betteln bei anderen armen Menschen und kauern nachts am offenen Feuer, um sich zu wärmen.

CSI mobilisiert Hilfe

Inzwischen ist Hilfe unterwegs: Ein Team von Christian Solidarity International (CSI) ist jetzt vor Ort und bringt Lebensmittel und Überlebenspakete, die einen Kochtopf, eine Decke, einen Wasserkrug, ein Moskitonetz und Plastikplanen zum Schutz vor Regen enthalten.

Diese Hilfe wird durch Ihre Spende ermöglicht. Sie bringen damit den Verfolgten des Leibes Christi überall auf der Welt Linderung ihrer Not.

Mit Ihrer Unterstützung hat CSI seit 1995 Zehntausende von Südsudanesen aus der Sklaverei im Norden befreit und sie über geheime Sklavenrückführungs-Netzwerke nach Hause gebracht. Als der Bürgerkrieg zwischen dem Nord- und Südsudan 2005 beendet war, hörten auch die Sklavenüberfälle auf – zumindest für einige Zeit.

Der islamistische Sklavenüberfall auf Akons Gebiet im Südsudan war der erste seit über 15 Jahren. Er kam mitten in einer Flutwelle des Dschihadismus, die weite Teile des subsaharischen Afrika vom Atlantik bis zum Indischen Ozean erfasst hat. Christen und andere Nicht-Muslime sind nicht die einzigen Opfer. Doch sie werden als Ungläubige besonders ins Visier genommen.

Die Bedrohung durch den Dschihadismus in Afrika südlich der Sahara wird von unseren politischen, wirtschaftlichen und sogar religiösen Führern nur selten angesprochen. Es ist, als ob die afrikanischen Glieder des Leibes Christi wenig Wert hätten.

Das Überleben von Menschen wie Akon und ihren Kindern – in der Tat, das Überleben der vom Dschihad bedrohten christlichen Gemeinschaften in ganz Afrika – hängt davon ab, wie wir darauf reagieren. Wenn wir in christlicher Solidarität zusammenarbeiten, können wir Leben retten und verfolgten Christen und anderen, die keine andere Hoffnung in dieser Welt haben, Hoffnung geben.

Danke, dass Sie sich dieser Herausforderung stellen.

Sie können den von Dschihadisten angegriffenen Christen in Afrika noch heute helfen!

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Annemarie Bögli
19. January 2022
Eigentlich haben wir gedacht,, dass seit der Trennung der beiden Sudan die Entführungen gestoppt werden konnten. Ich bin entsetzt, dass diese unmenschlichen Entführungen wiederangefangen haben. Selbstverständlich wollen wir den Opfern helfen. Gegen die Verursacher sollte vorgegangen werden. Wer kann das überhaupt? Lasst uns für die Opfer und für die Verursacher beten Danke, CSI, dass Sie das Menschenmögliche tun. Gott helfe Ihnen! Annemarie