CSI fordert den armenischen Premierminister auf: «Lassen Sie das Volk über das Schicksal von Berg-Karabach bestimmen!»

CSI fordert den armenischen Premierminister Pashinyan auf, das Selbstbestimmungsrecht von Berg-Karabach zu unterstützen. Gleichzeitig warnt die Menschenrechtsorganisation vor ethnisch-religiösen Säuberungen, sollte Aserbaidschans Souveränität in Berg-Karabach anerkannt werden.

John Eiber Genozid Gedenkstätte

CSI-Präsident John Eibner beim Besuch der armenischen Genozid-Gedenkstätte in Eriwan. csi

 

Christian Solidarity International (CSI, Binz bei Zürich) hat den armenischen Premierminister Nikol Pashinyan aufgefordert, die Unterstützung Armeniens für das Selbstbestimmungsrecht von Berg-Karabach zu bekräftigen, so wie es in den Madrider Prinzipien der OSZE aus dem Jahr 2007 festgehalten ist. In seinem Schreiben vom 1. Juni 2023 warnt der Präsident von CSI International, Dr. John Eibner, dass die öffentlich erklärte Bereitschaft von Premierminister Pashinyan, Aserbaidschans Souveränität über Berg-Karabach anzuerkennen, die Tür zu einem neuen Völkermord an Armeniern aufstossen könnte. Eibner erinnert an die gemeinsame Erklärung der Präsidenten von Aserbaidschan und Armenien vom 2. November 2008. Darin haben sie vereinbart, dass über den endgültigen Rechtsstatus von Berg-Karabach in einer Volksabstimmung entschieden werden soll. Dieses Recht auf Selbstbestimmung ist auch in den Madrider Prinzipien der OSZE zur friedlichen Beilegung des Berg-Karabach-Konflikts aufgeführt.

Kritik am einseitigen Zugeständnis

Im Brief von CSI-Präsident Eibner an den armenischen Premierminister heisst es: «Nach Ihrem einseitigen Zugeständnis hat Aserbaidschans ultranationalistischer Diktator einen militärischen Kontrollpunkt auf dem Latschin-Korridor errichtet und erneut mit Gewalt gedroht, und zwar nicht nur gegen Berg-Karabach, sondern auch gegen die Republik Armenien selbst.» Pashinyans unter dem Vorwand der Erhaltung des Friedens geäusserte Anerkennung der aserbaidschanischen Souveränität über Berg-Karabach wurde von der armenischen Kirche  scharf verurteilt. «Und zwar aufgrund der Befürchtung, dass diese Kapitulation nicht zum Frieden, sondern zu einem neuen Völkermord und zur Deportation des armenischen Volks in der Region führen wird», schreibt John Eibner:

Kirche mit „prophetischem Wort“

«Angesichts der vergangenen und gegenwärtigen Gewalt Aserbaidschans gegen die Bevölkerung von Berg-Karabach und die Republik Armenien und in Anbetracht des genozidalen Prozesses seit Ende des 19. Jahrhunderts, trägt die Einschätzung der Armenischen Apostolischen Kirche das Siegel der prophetischen Authentizität“, ist CSI-Präsident John Eibner überzeugt. CSI fordert den armenischen Premierminister mit Nachdruck auf, Armeniens Verpflichtung einzuhalten und sich für die Einhaltung der Madrider Prinzipien einzusetzen. Diese beinhalten das Recht auf Selbstbestimmung für die Bevölkerung von Berg-Karabach sowie die Bemühungen, im Rahmen der OSZE ein umfassendes Friedensabkommen mit Aserbaidschan anzustreben.

Christian Solidarity International unterstützt das Selbstbestimmungsrecht der Armenier in Berg-Karabach und leistet seit dem ersten Berg-Karabach-Krieg (1988 bis 1994) humanitäre Hilfe für die Opfer der aserbaidschanischen Aggression. Ende Mai startete CSI die Sensibilisierungskampagne «Der Preis des Schweigens». Damit macht die Menschenrechtsorganisation auf die wachsende Gefahr eines Völkermords an der christlichen Bevölkerung von Berg-Karabach aufmerksam.

 

Kontakt:
Joel Veldkamp, Internationale Kommunikation CSI, 076 258 15 74, joel.veldkamp@csi-int.org
Rolf Höneisen, Medienverantwortlicher CSI-Schweiz, 044 982 33 77, rolf.hoeneisen@csi-schweiz.ch

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