«Meine Eltern stellten mir ein Ultimatum»

Verbunden mit CSI: Stephen Adhikari (Name geändert) aus Nepal stellt sich vor.

Stephen Adhikari setzt sich mit ganzer Kraft für die bedrängten Christen in Nepal ein. csi

«Meine Familie stammt aus einer angesehenen hinduistischen Priesterfamilie der oberen Kaste. In meiner Kindheit vollzog ich viele Rituale. Als 13-Jähriger interessierte ich mich für die maoistisch-kommunistische Partei, die für die Gleichheit in der Gesellschaft kämpfte. Ich wurde aktives Mitglied und kam dabei zwei Mal ins Gefängnis.

Ich war gleichermassen fasziniert von der atheistisch-kommunistischen Ideologie und der hinduistischen Religion. Wann immer ich Götzenbilder oder einen Tempel sah, verneigte ich mich. Das zeigte, dass ich in meinem Inneren Gott suchte. Zugleich war ich von meiner politischen Ideologie beeinflusst, um für die Gleichheit zwischen Arm und Reich zu kämpfen.

Ich war ein junger Erwachsener, als mich einer meiner Freunde in seine Kirche einlud, nachdem er mir von Jesus Christus erzählt hatte. Zunächst war ich verärgert: Ich war stolz auf meinen hinduistischen Hintergrund in der weltweit einzigen Hindu-Nation. Zudem glaubte ich, dass das Christentum eine Anti-Hindu-Religion ist und von Amerika gefördert wird, um letztendlich Nepal zu erobern. Trotzdem nahm ich die Einladung an. Ich konnte an den Christen nichts Falsches finden und besuchte die Kirche fortan regelmässig.

Eines Tages wurde ich in der Kirche zum Gebet eingeladen. Nach anfänglichem Zögern liess ich mich darauf ein. Ich erlebte eine mächtige Gegenwart des Heiligen Geistes und spürte, wie sich in meinem Leben etwas verändert hatte. Nach sechs Monaten nahm ich Jesus als meinen Retter an. Ich war damals 24.

Ich ging zurück in meine Heimat Rukum im mittleren Westen Nepals und begann, meinen Glauben weiterzugeben und den Menschen zu dienen. Einige kamen zum Glauben. Doch bald begannen die Schwierigkeiten. Die erste Reaktion kam von meinen Eltern, die mich aufforderten, wegzugehen oder dem Christentum den Rücken zu kehren. Auch unsere Nachbarn bedrängten uns. Meine Frau und ich entschieden uns jedoch, Jesus treu zu bleiben.

Schliesslich musste ich mein Zuhause verlassen. Dank der Gnade Gottes konnte ich in Rukum eine Kirche gründen. Heute gibt es dort über 55 Kirchen.

Gott ist immer gut

Ich startete meinen kirchlichen Dienst in einer schwierigen Situation. Unser Kind war drei Monate alt. Ich hatte keine Arbeit und kein Geld. Mein Glaube wurde auf eine harte Probe gestellt. Als konvertierter Christ wurde ich als unberührbar betrachtet. Ich musste für den Lebensunterhalt meiner Familie arbeiten. Zur gleichen Zeit gründete ich verschiedene Hilfsorganisationen.

Gott hat mich berufen, ihn anzubeten und der Gemeinschaft um mich herum zu dienen. Schliesslich ermöglichte mir Gott im Jahre 2019 die Kontaktaufnahme mit CSI. Durch die Unterstützung von CSI bekam ich die Möglichkeit, den Ärmsten der Armen in Nepal zu dienen, einschliesslich aller Glaubensgruppen. Ausserdem bekam ich die Gelegenheit, für die Menschenrechte in Nepal einzustehen. Ich bin sehr dankbar, dass ich durch meine Arbeit und die Partnerschaft mit CSI Gottes Liebe bezeugen kann.» 

Stephen Adrhikari

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