
Mitte Februar 2016 haben zwei CSI-Mitarbeiterinnen die Projektpartnerinnen in Nicaragua besucht. Inmitten von Slums erfahren unzählige Slumbewohner wertvolle und lebensnotwendige Hilfe.
In Nicaragua kann ein Viertel der Bevölkerung weder lesen noch schreiben. Zwar ist die öffentliche Schule kostenlos, doch das Bildungsniveau ist enorm tief. Hinzu kommt, dass viele Familien das Geld für die obligatorische Schuluniform wie für das Schulmaterial nicht bezahlen können.
Unsere Projektpartner legen grossen Wert auf Bildung und bieten deshalb – wenn finanziell möglich – eigene Vorschulen an. Sie sind für ein hohes Bildungsniveau bekannt. Die Kinder erhalten zusätzlich ein warmes Mittagessen. Viele dieser Kinder leiden oft an Mangelernährung und sind deshalb für eine tägliche Mahlzeit enorm dankbar.
Die Projektpartner leisten zusätzliche wichtige Hilfe. Führung von Heimen, Lebensmittelverteilung, gratis Konsultation bei der Ärztin und dem Zahnarzt des Konvents, sehr günstige Medikamentenbezüge, wichtige Hygieneanleitungen (durch mangelnde Hygiene entstehen viele Krankheiten), psychologische Betreuung, Begleitung bei Angelegenheiten mit den Behörden. Doch am wichtigsten ist ihre Präsenz inmitten der oft von Elend, Gewalt, Vernachlässigung und Korruption geprägten Gebiete.
Narchani (8) ist ein Mädchen, das vom Ministerium für Familien in die Obhut der Projektpartner in Bluefields gebracht wurde. Dort führen die Projektpartner ein Heim für verwahrloste Mädchen aus sehr abgelegenen Gebieten. Narchani wurde von der Mutter völlig vernachlässigt und von ihrem Stiefvater missbraucht.
Nun ist sie seit einigen Wochen im Heim und erfährt wohl zum ersten Mal Liebe und Respekt. Sie wird psychologisch betreut und geht zum ersten Mal zur Schule. Als wir sie sehen, begrüsst sie uns mit einem verschmitzten Lächeln. Auf den ersten Blick deutet nichts darauf hin, was für eine schwierige Vergangenheit dieses Mädchen bereits erleben musste. Wir freuen uns aber sehr, dass sie nun, im Schutz und in der Geborgenheit der Schwestern, Tag für Tag gesünder werden kann.
Wir sind sehr dankbar, dass wir so wertvolle Partner in Nicaragua haben. Mittlerweile unterstützen wir an vier verschiedenen Orten ihre Arbeit.
Corinne Germann
Bluefields: Der Konvent in Puerto Bluefields wird seit anfangs 2013 von CSI unterstützt. Auch hier haben wir einen Teil des Gebäudes renoviert, damit verwahrloste Mädchen von sehr abgelegenen Gebieten betreut werden können.
Es freut uns sehr, dass mittlerweile einige Mädchen sich sehr gut entwickelt und bereits ein Studium begonnen haben. Es ist sehr ermutigend zu sehen, was aus den anfänglich sehr eingeschüchterten Mädchen geworden ist. Die Förderung des Selbstvertrauens und die Schulbildung hat für die Schwestern hohe Priorität. Besonders in den Gegenden, wo viel Gewalt und Ausbeutung herrscht, ist es umso wichtiger, dass die Mädchen nach aussen hin Grenzen stecken können und eine Selbstsicherheit ausstrahlen.
Puerto Cabezas: Der Konvent in Puerto Cabezas wird seit anfangs 2016 von CSI unterstützt. Hier wird ein Heim geführt, wo verwahrloste Mädchen aus abgelegenen Gebieten betreut werden können.
Santa Rosa: Auch die Arbeit des Konvents im Slumgebiet Santa Rosa (Managua) wird seit 1996 von CSI unterstützt.
Tipitapa: Die Arbeit im Konvent vom Slumgebiet in Tipitapa (15 km von Managua entfernt) unterstützt CSI seit 1996. Folgende wertvolle Arbeit wird dort ausgeübt:
Wir freuen uns, wenn Sie hierzu eine Rückmeldung oder Ergänzung haben. Themenfremde, beschimpfende oder respektlose Kommentare werden gelöscht.