Mutter mit Zwillingstöchtern wird aus der Knechtschaft befreit

Kousar Bibi und ihre Zwillingstöchter lebten nach dem Tod des Ehemanns und Vaters noch mehr in der Abhängigkeit von einem muslimischen Ziegelfabrikanten. Dank der Unterstützung durch CSI-Spender wurden sie aus der Knechtschaft befreit. Sie eröffneten einen Laden und verdienen so ihren Lebensunterhalt.

Nach dem Tod ihres Mannes mussten Kousar und ihre Töchter täglich harte Arbeit in der Ziegelei verrichten. csi

Die 56-jährige Kousar Bibi war 22 Jahre lang an die harte Arbeit in einer pakistanischen Ziegelei gebunden. Nachdem sich ihr Ehemann Yaqoob Masih im Jahr 2015 das Leben genommen hatte, waren sie und ihre Zwillingstöchter dringend auf Hilfe angewiesen.

Schulden, Verlust und Kinderarbeit

Yaqoob hatte täglich in der Ziegelfabrik geschuftet. Allerdings litt er an starken Herzproblemen und Hepatitis, weshalb er sich von seinem Arbeitgeber Geld für seine medizinische Behandlung leihen musste. Doch es half nicht. Er erholte sich nicht und nahm sich aus Verzweiflung das Leben.

Nach dem Tod des Vaters waren die Zwillingsschwestern Tania und Sania, die zu diesem Zeitpunkt die 6. Klasse besuchten, dazu gezwungen, Kinderarbeit in der Ziegelei zu leisten. Sie mussten ihrer Mutter helfen, die Schulden des Vaters beim Ziegeleibesitzer abzustottern. «Kousar machte sich grosse Sorgen um die Zukunft ihrer Töchter, die bereits in so jungem Alter hart arbeiten mussten und sich deshalb nicht vollständig auf die Schule konzentrieren konnten», berichtete der CSI-Partner aus Pakistan.

Begleichung der Schulden und Befreiung

Mithilfe von CSI-Spenden konnten Kousar und ihre beiden Töchter aus ihrer Notlage gerettet werden. Durch die finanzielle Unterstützung wurden einerseits die Schulden beim pakistanischen Fabrikanten beglichen. Andererseits konnten sie einen Lebensmittelladen eröffnen, mit dessen Einnahmen sie nun ein eigenständiges Leben führen können.

Am Tag der Schuldenbegleichung war Kousar überglücklich: «Dies ist der strahlendste Moment unseres Lebens. Dass unser Leben durch den Segen unseres Herrn verändert wurde, ist ein Wunder – ohne Ihn hätten wir niemals ein befreites Dasein führen können.»

Auch Tania und Sania freuen sich von Herzen, dass sie sich nun wieder ganz auf die Schule konzentrieren können. «Die Befreiung aus unserer Abhängigkeit fühlt sich an wie das Erwachen eines neuen Tages», sagte Tania.

Bereits am Eröffnungstag des Ladens erzielten Kousar und ihre Töchter einen erfreulichen Umsatz. Für ihr neues Leben in Freiheit sind Kousar, Tania und Sania gegenüber Gott und CSI sehr dankbar.

Selina Messmer

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