Schikanierte Pastorin kämpft weiter

Ein buddhistischer Nachbar bedrohte Pastorin Danushka. Doch damit nicht genug: Die Polizei schikaniert sie mit Verhören oder Forderungen, die Kirche zu schliessen. Trotz dieser Belastung steht für sie ausser Zweifel, weiterhin ihrer Berufung als Pastorin zu folgen.

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Danushka (Name geändert) steht seit über 21 Jahren im Dienst als Pastorin der «Calvary Church of Sri Lanka». Etwa 50 Gemeindemitglieder versammeln sich regelmäs­sig im Gebetssaal ihres Hauses nahe der Hauptstadt Colombo.

Nachbar will die Kirche zerstören

Als am 28. Februar 2021 gegen 9 Uhr morgens der Sonntagsgottesdienst dem Ende zuging, kamen zwei Polizeibeamte in die Räumlichkeiten und fragten die Pastorin, ob sie die Covid-19-Richtlinien befolgen würde. Obwohl Danushka die Beamten überzeugen konnte, dass dies der Fall war, wurde sie angewiesen, keine Gottesdienste mehr abzuhalten.

Stattdessen erklärten sie ihr, dass sie den Gottesdienstraum aufgrund der Beschwerde eines Nachbarn aufgesucht hätten. Dieser hatte der Pastorin und ihren Gemeindemitgliedern zuvor gedroht, er werde die Kirche zerstören und die Pastorin angreifen, wenn die Gottesdienste weiterhin stattfinden würden.

Ständige Schikanen der Polizei

Am 17. März 2021 erwirkte die Polizei beim lokalen Bezirksgericht eine einstweilige Verfügung, die es Pastorin Danushka untersagte, während der nächsten 14 Tage ihre Arbeit fortzusetzen. Danach wurde die Verfügung vom Richter nicht erneuert, womit die Pastorin rechtlich gesehen ihre Gottesdienste wieder durchführen konnte. Trotzdem schikanierten die Polizisten Danushka weiterhin. So wurde sie am 2. April 2021 auf die Polizeiwache vorgeladen, während sie den Karfreitagsgottesdienst hielt. Die Beamten forderten sie erneut auf, alle kirchlichen Aktivitäten einzustellen.

Juristische Hilfe für Danushka

Die CSI-Partner in Sri Lanka unterstützten Pastorin Danushka durch Rechtsberatung und schrieben in ihrem Namen an die Polizei, die Nationale Polizeikommission und die Nationale Menschenrechtskommission von Sri Lanka. Die Nationale Polizeikommission antwortete und bat um weitere Einzelheiten zu den Schikanen der Polizei, die übermittelt wurden. Die CSI-Partner vermittelten auch Anwälte, die Pastorin Danushka auf der Polizeiwache und vor Gericht vertraten.

Pastorin Danushka wird nach wie vor von ihrem Nachbarn schikaniert und eingeschüchtert. Zudem hat er Anzeige gegen sie erstattet. All dies hat der erfahrenen Pastorin und ihrer Familie enorm zugesetzt.

Der Fall von Danushka ist nur einer von vielen Fällen, in denen Pastorinnen und Pastoren, die in Sri Lanka im Dienst stehen, drohender Gewalt ausgesetzt sind.

Wie CSI-Projektpartnerin Esther (Name geändert) betont, steht für diese starken Frauen jedoch ausser Frage, dass sie mit Gottes Gnade ihrer Berufung folgen. «Auch Pastorin Danushka engagiert sich weiterhin für ihre Arbeit und ist entschlossen, Gott und ihrer Gemeinde trotz der Herausforderungen weiter zu dienen.»

Reto Baliarda

Bitte ermutigen Sie unsere Partnerin in Sri Lanka.

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Der Protest wurde 2 mal unterzeichnet.
Appelltext anzeigen
CSI-Partnerin Esther
Via Christian Solidarity International
Zelglistrasse 64
CH-8122 Binz

Dear Esther

We are deeply saddened that many Christian figures, like Pastor Danushka (name changed) face such intimidation by Buddhist extremists that their whole family lives in fear. But what shocks and dismays us most is the fact that these courageous Christians enjoy no state protection. On the contrary, they are also frequently harassed by the police and restricted in their ministry.
We wish to thank you for courageously standing up for our brothers and sisters in Sri Lanka in spite of opposition, and for giving legal assistance to pastors, especially women pastors. We are aware that such a commitment requires much perseverance and courage, as you too may be targeted by government harassment at any time. We ask God's blessing and protection for your work on behalf of persecuted Christians in Sri Lanka.


Es macht uns tief betroffen, dass viele christliche Persönlichkeiten wie Pastorin Danushka (Name geändert) durch buddhistische Extremisten derart eingeschüchtert werden, dass ihre ganze Familie in Angst leben muss. Doch was uns besonders schockiert und bestürzt zurücklässt, ist die Tatsache, dass diese mutigen Christen von staatlicher Seite nicht beschützt werden. Im Gegenteil: Sie werden häufig durch die Polizei zusätzlich schikaniert und in ihrem Dienst eingeschränkt.

Ganz herzlichen Dank, dass Sie sich trotz Widerstand beherzt für unsere Glaubensgeschwister in Sri Lanka einsetzen und ihnen juristisch zur Seite stehen, vor allem auch den Frauen. Wir sind uns bewusst, dass ein solches Engagement viel Ausdauer und Mut abverlangt, da auch Sie jederzeit ins Visier von staatlichen Schikanen geraten können. Wir bitten Gott um seinen Segen und Schutz für Ihr Einstehen für verfolgte Christen in Sri Lanka.
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