Noman und Sunny sitzen seit drei Jahren im Todestrakt

Sie sitzen seit drei Jahren im Todestrakt des Gefängnisses in Bahawalpur. Die pakistanischen Cousins Noman Masih und Sunny Waqas werden der Blasphemie bezichtigt. CSI versucht, ihnen und ihren verzweifelten Familien zu helfen.

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Noman Masih und Sunny Waqas droht die Todesstrafe. Foto: csi

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Noman Masih, Sunny Waqas: Blasphemie kann in Pakistan mit dem Tod bestraft werden. Foto: csi

 

Sunny Waqas (23) wird vorgeworfen, Karikaturen des Propheten Mohammed fotokopiert zu haben. Die Zeichnungen seien ihm von seinem Cousin Noman Masih (21) per WhatsApp zugeschickt worden. Dies hatte ein Unbekannter der Polizei gemeldet, die Sunny und Noman anschliessend verhaftete. Schliesslich waren es auch zwei Polizeibeamte, welche die christlichen Cousins wegen Blasphemie anklagten. Seit drei Jahren sitzen Sunny und Noman nun im Todestrakt des Gefängnisses in Bahawalpur. CSI versucht, ihnen zu helfen.

Die Familien sind verzweifelt

Als Sunnys Vater Mustaq von der Verhaftung seines Sohnes erfuhr, erlitt er einen Schock. Sein linker Arm war gelähmt und ist bis heute noch nicht ganz einsatzfähig. Mutter Rehana macht sich grosse Sorgen um Sunny. Einmal pro Woche nimmt sie vier Wegstunden in Kauf, um Sunny im Gefängnis zu besuchen und ihm zu essen zu bringen. Dann reist sie wieder vier Stunden zurück. Die Familie ist verschuldet und fühlt sich nicht mehr sicher. Sunnys Bruder Rahul hat aus Angst, in eine ähnliche Lage zu geraten wie sein Bruder, die Schule verlassen. Genauso seine Schwester Mehwish. Der Familie von Noman geht es nicht besser. Auch sie sind verzweifelt, verängstigt und bitten um Hilfe. Nomans Vater und Sunnys Mutter sind Geschwister.

CSI hilft finanziell und juristisch

CSI-Partner Anjum Paul hat die beiden Familien besucht. CSI hilft ihnen finanziell und geht juristisch gegen die mangelhafte Beweisführung und Anklageschrift vor. CSI-Präsident Dr. John Eibner wandte sich zudem mit einem Brief an Pakistans Justizminister Azam Nazeer Tarar, mit der Bitte, im Sinne der Gerechtigkeit und der religiösen Toleranz zu handeln und die Anklage gegen Sunny und Noman fallenzulassen. Dieser Beistand gibt den Eltern der beiden jungen Männer etwas Halt und Hoffnung. Dazu gehört auch das Wissen, dass viele Menschen für sie beten.

Rolf Höneisen

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Der Protest wurde 3 mal unterzeichnet.
Appelltext anzeigen
Sunny Waqas und Noman Masih
Via CSI-Schweiz
Zelglistrasse 64
8122 Binz

Dear Sunny and Noman
We were shocked to learn that you have been held in Bahawalpur prison for three years on baseless charges. We are very concerned about your health.
It is our hope that with a good legal team you will be out of prison soon. And yet we are aware that every additional day in prison must be unbelievably hard for you. We ask God to give you strength and courage to carry on. We pray especially that you will soon be reunited with your families as free individuals. Our thoughts and prayers are with you.
Yours sincerely


Mit Bestürzung haben wir erfahren, dass ihr wegen haltloser Anklage seit drei Jahren im Gefängnis in Bahawalpur darben müsst. Wir machen uns grosse Sorgen um eure Gesundheit.
Wir sind voller Hoffnung, dass ihr dank guter juristischer Hilfe die Haftanstalt bald verlassen könnt. Gleichwohl ist uns bewusst, dass jeder zusätzliche Tag im Gefängnis für euch eine unvorstellbar grosse Belastung bedeutet. Deshalb bitten wir Gott, dass Er euch Kraft und Mut schenkt, nicht aufzugeben. Ganz besonders beten wir dafür, dass ihr bald wieder als freie Menschen mit eurer Familie zusammen sein könnt. In Gedanken und im Gebet sind wir mit euch.
In tiefer Verbundenheit


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