Rhoda Ya’u Jatau

Die 45-jährige christliche Gesundheitshelferin aus dem Bundesstaat Bauchi im Nordosten Nigerias wurde beschuldigt, den Propheten Mohammad gelästert zu haben, nachdem sie einen Kommentar in einer WhatsApp-Gruppe für Angestellte des öffentlichen Dienstes abgegeben hatte. Sie wird wegen «Anstiftung zur öffentlichen Unruhe, Erregung von Missachtung des religiösen Bekenntnisses und Cyber-Stalking» inhaftiert.
Rhoda Ya'u Jatau
Rhoda Ya'u Jatau wird wegen Blasphemie inhaftiert.

Profil

Land: Nigeria
Verhaftet: 20. Mai 2022
Aktueller Stand: Gerichtstermin steht bevor

Beten wir:

  • dass Gott sie bewahrt und Kraft spendet
  • dass sie bald freigelassen wird
  • dass Gott sie und ihre Familie beschützt

Updates

2022

Jatau wird von Muslimen der Gotteslästerung beschuldigt, nachdem sie eine Botschaft verbreitet hatte, in der sie die Ermordung der nigerianischen Studentin Deborah Yakubu am 12. Mai verurteilte, die ihrerseits der Gotteslästerung beschuldigt wurde.

Sicherheitsbeamte des Department of State Services, der nigerianischen Geheimpolizei, nehmen sie am 20. Mai fest. Berichten zufolge wurde sie inhaftiert, als muslimische Mobs ihr Haus stürmten, um sie zu töten.

Seit ihrer Verhaftung wird Jatau wegen falscher Anschuldigungen der Blasphemie im Gefängnis festgehalten und wegen «Anstiftung zum öffentlichen Aufruhr, Erregung von Missachtung des religiösen Bekenntnisses und Cyber-Stalking» angeklagt, so ihr Anwalt Joshua Nasara.

Jatau wurde zwei Wochen lang festgehalten, bevor sie angeklagt wurde. Seitdem wird sie ohne Kontakt zur Aussenwelt im Gefängnis festgehalten, da die Behörden und muslimische Führer im Staat ihren Prozess verzögern, so Nasara.

Unterstützer von Jatau sagen, sie habe die WhatsApp-Nachricht nur als Warnung vor weiterer Gewalt in Nordnigeria verbreitet.