Durch islamistische Übergriffe schwer traumatisiert

Die islamistischen Attacken im Norden Mosambiks reissen nicht ab. Traumatisierte Menschen, die den tödlichen Übergriffen entkommen sind, berichten über die schlimmsten Gräueltaten. CSI unterstützt die Hilfe vor Ort.

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Ende März 2021 wurde die Stadt Palma in der nördlichen Provinz Cabo Delgado von verheerenden Überfällen seitens einer seit 2017 wütenden islamistischen Gruppe heimgesucht. Die brutalen Angriffe haben nicht nur viele Todesopfer gefordert, sondern über 10’000 Menschen, sowohl Christen wie auch Muslime, zur Flucht gezwungen. Sie leben bei Verwandten, in provisorischen Lagern oder verstecken sich in den Wäldern.

Traumatisierende Ereignisse

Die Organisation Pro Visão, die von CSI unterstützt wird, setzt sich unermüdlich für die Geflüchteten ein. Betriebsleiterin Lesley Harper berichtet: «Was wir in den letzten Tagen und Wochen zu sehen und hören bekamen, lässt mich schaudern. Ein junger Mann, der schreckliche Enthauptungen gesehen hat, dankt Gott, dass er mit seiner Frau und den drei kleinen Kindern entkam. Ein anderer, der mit Freunden arbeitshalber aus dem Süden Mosambiks in den Norden zog, entkam der Enthauptung nur, weil er unter Zwang Allah als den einzig wahren Gott nannte. Drei seiner Freunde wurden enthauptet.»

Ein weiterer Pastor harrt mit seiner Gemeinde und vielen anderen an der Grenze zu Tansania aus, wo ihnen die mosambikanische Regierung den Grenzübergang verweigert. «Die Menschen sind verzweifelt und wissen nicht mehr wohin. Zwei Pastoren, denen wir für ihre Sicherheit finanzielle Hilfe gaben, antworteten: ‹Wir bleiben, um unseren Leuten zu helfen. Das ist unsere Berufung!›»

Mit der finanziellen Unterstützung von CSI kann Pro Visão den Menschen in Flüchtlingslagern wöchentlich Nahrungsmittelpakete verteilen. Zudem bietet die lokale Organisation Programme zur Traumabewältigung an und unterrichtet die Kinder in improvisierten Schulen.

Leere Versprechen

Die Provinz Cabo Delgado verfügt über natürliche Ressourcen wie Gold, Rubine und wertvolles Holz. Zudem ist in dieser Gegend eines der weltgrössten Projekte zur Förderung von Erdgas im Gange. Paradox: Die mehrheitlich muslimische Provinz ist eins der ärmsten Gebiete von Mosambik. Viele Bewohner sind Analphabeten und haben keine bezahlte Arbeit. Die von den Energiekonzernen versprochenen Arbeitsplätze sind nie entstanden. Eine Rekrutierung junger, perspektivloser und zorniger Männer ist für islamistische Organisationen ein leichtes Unterfangen.

Projektleiterin Mosambik

 

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