Medienmitteilung: CSI fordert von US-Präsident Biden Intervention für inhaftierten nigerianischen Journalisten

Christian Solidarity International fordert US-Präsident Joe Biden auf, im Fall von Luka Binniyat zu intervenieren, einem nigerianischen christlichen Journalisten, der seit fast einem Monat wegen seiner Berichterstattung über Massaker an Christen in seinem Heimatstaat Kaduna inhaftiert ist.

Luka Binniyat ist seit mehreren Wochen inhaftiert. csi

Luka Binniyat ist seit dem 4. November im Gefängnis, weil er über Angriffe auf Christen berichtet hat.

ZÜRICH – Christian Solidarity International forderte gestern US-Präsident Joe Biden auf, im Fall von Luka Binniyat zu intervenieren, einem nigerianischen christlichen Journalisten, der seit fast einem Monat wegen seiner Berichterstattung über Massaker an Christen in seinem Heimatstaat Kaduna inhaftiert ist.

In einem Brief, der heute an den US-Präsidenten geschickt wurde, bat der internationale Präsident von CSI, Dr. John Eibner, Biden, seinen «Gipfel für Demokratie» nächste Woche zu nutzen, um vom nigerianischen Präsidenten Mohammadu Buhari die Freilassung von Binniyat zu verlangen. Binniyat wird voraussichtlich am 6. Dezember erneut vor Gericht erscheinen.

Das Komitee zum Schutz von Journalisten hat ebenfalls die sofortige Freilassung von Binniyat und die Einstellung aller gegen ihn erhobenen Vorwürfe gefordert.

In seinem Brief an den US-Präsidenten schrieb Dr. Eibner, Binniyats Verhaftung sei erfolgt auf Grund seiner «Berichterstattung über das ständige Versagen der nigerianischen Sicherheitsbehörden, die völkermörderischen Angriffe muslimischer Fulani-Milizen auf die christlichen Gemeinden im Mittleren Gürtel Nigerias zu unterbinden oder die Angreifer dingfest zu machen».

Völkermörderische Gewalt gegen einheimische Christen im Mittleren Gürtel Nigerias ist in den letzten Jahren zu einem regelmässigen Phänomen geworden. Am 26. November töteten Fulani-Milizen zehn Christen, darunter drei Kinder, im nigerianischen Bundesstaat Plateau. Am 31. Oktober entführten bewaffnete Männer 66 Christen aus einem Gottesdienst im Bundesstaat Kaduna. Letzten Monat veröffentlichten die Entführer ein Video, das die Tötung einiger der Entführten zeigt.

Trotz dieser extremen Gewalt haben die USA am 15. November beschlossen, Nigeria im Vorfeld des Besuchs von Aussenminister Antony Blinken in Nigeria von ihrer Liste der Länder zu streichen, die in Bezug auf die Religionsfreiheit besonderen Anlass zur Besorgnis geben. Die US-Kommission für internationale Religionsfreiheit bezeichnete diese Entscheidung als «unverständlich». Reverend John Hayab, einer von fünf nigerianischen Vertretern der Zivilgesellschaft, die für ein Treffen mit Blinken in Nigeria ausgewählt wurden, sagte, die Entscheidung käme einer Aufforderung an einen kranken Mann gleich, «er solle nach Hause gehen und sterben».

Das US-Aussenministerium veröffentlichte keine Äusserungen von Hayab oder anderen Vertretern der nigerianischen Zivilgesellschaft, die bei dem Treffen anwesend waren und von denen einige den Fall Binniyat bei Blinken ansprachen.

Eibner warnte Präsident Biden, diese Entscheidungen würden «die nigerianischen Behörden weiter ermutigen, gewaltlose politische Dissidenten zu verfolgen» und ebenso «die Täter ermutigen, Gräueltaten gegen Christen und andere Nicht-Muslime zu begehen».

Abschliessend konstatierte Eibner, die Botschaft von Biden auf dem Gipfel an Präsident Buhari werde «ein Prüfstein sein für die Entschlossenheit der Vereinigten Staaten, die Demokratie in autoritären Ländern zu fördern, mit denen die Vereinigten Staaten strategische Partnerschaften unterhalten».

Christian Solidarity International ist eine internationale Menschenrechtsorganisation, die sich für Religionsfreiheit und Menschenwürde einsetzt. Sie betreibt die Website www.nigeria-report.org, um auf die Gewalt und die religiösen Säuberungen in Nigeria aufmerksam zu machen.

Kontakt: Joel Veldkamp | joel.veldkamp@csi-int.org

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