«Wir bleiben stark und beten für die Angreifer!»

Es kommen immer mehr Menschen in den Gottesdienst. Nun wollen radikale Hindus einen Pastor und seine Gemeinde vertreiben. CSI steht ihnen bei und leistet Rechtshilfe.

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Pastor Srikanthan: «Man will mir die Hauskreise verbieten!» csi

 

Der Tsunami vom 26. Dezember 2004 traf Sri Lankas Küste mit voller Wucht: 36’000 Menschen starben, 100’000 Häuser wurden zerstört, die Inselbewohner standen unter Schock. Für die Obdachlosen wurden 650 Barackensiedlungen errichtet. Eine davon entstand auf einer Anhöhe hinter Valaichenai in der Nähe der Stadt Batticaloa.

Es kamen immer mehr zum Gottesdienst

Hier war Pastor Srikanthan (42) mit einem Team unterwegs, um die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verbreiten. Für grosses Aufsehen sorgte die Nachricht, dass sich ein Hindupriester und ein Zauberdoktor für ein Leben mit Christus entschieden hätten. Viele weitere Hindus wandten sich dem Christentum zu und die Kirche in Valaichenai füllte sich.

Heftige Angriffe

Doch radikale Hindus reagierten. Sie redeten die Christen schlecht und bedrohten sie. Es war 2019, als sie die Strasse zur Kirche abriegelten, damit niemand mehr zum Gottesdienst konnte. Seither werden Pastor Srikanthan und seine Gemeinde offen attackiert. Einmal bedrohten ihn mit Schlagstöcken bewaffnete Männer. Sie wollten ihm die in Privathäusern geführten Hauskreise verbieten. Während dem Pastor bis jetzt nichts passiert ist, wurden andere Kirchgänger schon derart brutal verprügelt, dass sie hospitalisiert werden mussten.

Religiöser Nationalismus auf dem Vormarsch

Seit Ende des Bürgerkriegs erstarken in Sri Lanka religiös-extremistische Gruppen, und zwar unter Buddhisten wie Hindus. Aggressiv versuchen sie, ihre religiös-nationalistische Ideologie durchzusetzen. Über soziale Medien verbreiten sie Hass gegenüber Andersdenkenden und rufen manchmal sogar offen zu Gewalt auf, ohne dass sie vom Staat zur Rechenschaft gezogen werden.

Pastor: «Wir bleiben standhaft»

Der CSI-Partner bietet verfolgten Christen juristische Unterstützung, reicht Klagen ein und trägt ihre Anwaltskosten. Dies auch im Fall der Christen um Pastor Srikanthan, der für diese Rechtsvertretung sehr dankbar ist. «Viele von meiner Gemeinde sind eingeschüchtert», sagt er. Aber aufgeben wolle trotzdem niemand: «Wir bleiben stark im Glauben und beten für die Angreifer.»

Rolf Höneisen

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